Luckau (dpa) - Weltmeisterin Hanka Kupfernagel aus Werder uund Bert Grabsch aus Wittenberge haben in Luckau ihre Zeitfahr-Titel verteidigt. Beide konnten ihre deutschen Meistertrikots behalten, obwohl die Titelkämpfe in Brandenburg so hochkarätig wie selten besetzt waren.
High Road/Columbia-Profi Grabsch, der von seinem Team nicht für die am 5. Juli in Brest beginnende 95. Tour de France nominiert wurde, verwies nach 40 Kilometern den WM-Dritten Stefan Schumacher (Nürtingen) vom Team Gerolsteiner nach 46:50 Minuten (+10 Sekunden) und seinen Team- Kollegen Tony Martin (Cottbus/+36) auf die folgenden Plätze. Der Berliner Jens Voigt, der in Brest seine 11. Tour in Angriff nimmt, landete mit 1:55 Minuten Rückstand auf Rang fünf.
«Dieser Meistertitel ist sehr viel wert, weil die Saison für mich bisher sehr viel Enttäuschungen gebracht hat. Schließlich bin ich auch nicht für die Tour nominiert. Aber ich hoffe, der Titel wird mir am Sonntag bei der Olympia-Nominierung des Verbandes für die Olympischen Spiele in Peking helfen», sagte Grabsch nach dem Rennen. Der umstrittene Wahl-Schweizer Andreas Klöden, ebenfalls ein Kandidat für Peking, war nicht am Start.
Die 34-jährige Hanka Kupfernagel fuhr auf der 30-Kilometer-Strecke in 40:49 Minuten die Bestzeit. Platz zwei belegte Ex-Straßen- Weltmeisterin Judith Arndt (Leipzig) mit drei Sekunden Rückstand vor Charlotte Becker (Waltrop/41:21). «Die Strecke war doch sehr schwer, vor allem der Wind war nach der Wende der Feind», sagte Kupfernagel, die im Vorfeld die flache Strecke als zu leicht kritisiert hatte.
Nach sechswöchiger Zwangspause wegen einer Erkrankung sieht sich die im Schwarzwald lebende Hanka Kupfernagel jetzt auf einem guten Weg für die Olympischen Spiele: «Das Ergebnis stimmt mich sehr optimistisch für die nächsten Wochen.»


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