EM 2008 - Löw: "Ich mach mir keine Sorgen"

Eurosport - Di 27.Mai. 22:35:00 2008

Bundestrainer Joachim Löw spricht nach dem enttäuschenden 2:2-Unentschieden im Freundschaftsspiel gegen Weißrussland über den ersten EM-Härtetest, Verbesserungsmöglichkeiten im deutschen Spiel und das Nationalelf-Debüt von Marko Marin.

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Wie beurteilen Sie das 2:2 im vorletzten EM-Test?

Löw: "Das Ergebnis ist logischerweise nicht zufriedenstellend, wenn man 2:0 führt. Wir hätten es zumindest schaffen müssen, das Ergebnis irgendwie über die Runden zu bringen. In der zweiten Halbzeit fehlte die Konzentration in fast allen Aktionen. Es gibt einiges klar zu verbessern. Die Spieler haben natürlich in den letzten Tagen hart trainiert. Das hat man schon gespürt, sie hatten nicht mehr die Frische."

Gibt es Dinge, die Ihnen zwölf Tage vor EM-Start Sorgen machen?

Löw: "Sorgen nicht. Wir hatten im taktischen Bereich ja noch nicht viel gemacht im Training. Wir werden jetzt in der zweiten Phase auf diesem Gebiet und mit dem Ball noch intensiver arbeiten. Einige waren müde. Es gibt in allen Bereichen Verbesserungsmöglichkeiten. Die Organisation haben wir nicht so hinbekommen wie wir uns das vorgestellt haben. Es gab auch im Spiel nach vorne einige Fehler. Wir hatten zu viele Ballverluste."

Hat dieses Spiel jetzt die Entscheidung bei der endgültigen Kader- Nominierung gebracht?

Löw: "Die definitive Entscheidung ist noch nicht gefallen. Es gab in den letzten Tagen ganz genaue Beobachtungen und Gedankenspiele, wie die Zusammensetzung der Mannschaft für das Turnier sein wird. Wir werden jetzt alle Spieler nochmal durchgehen und dann wird nach der Rückkehr nach Mallorca die Entscheidung fallen."

Wie sehen Sie das Debüt von Marko Marin?

Löw: "Marko Marin hat angedeutet, dass er ein Spieler ist, der gut im 1:1 sein kann, dass er gut im Dribbling ist. Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Da konnte man natürlich nicht erwarten, dass alles klappt. Er hat schon Qualitäten, die wird er dann in Zukunft auch ausspielen."

dpa / Eurosport