Eurosport - Mo 27.Apr. 13:08:00 2009
Als "absoluter Wunschkandidat" hatte Jürgen Klinsmann im vergangenen Sommer beim FC Bayern München die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld als Cheftrainer angetreten. Nach nur zehn Monaten beendete der deutsche Fußball-Rekordmeister das Projekt: Hier die wichtigsten Stationen der "Ära Klinsmann":
BEKANNTMACHUNG: Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt ihre Freude übermitteln. Im Januar 2008 wird der mit dem Lächeln eines Siegers auftretende Klinsmann als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld für die Saison 2008/09 vorgestellt. Eine langfristige Zusammenarbeit mit dem "Querdenker", so Manager Uli Hoeneß, wird in Aussicht gestellt.
FANS: Den ersten Unmut gibt es bereits vor Klinsmanns Amtsantritt. Der Bayern-Anhang hat die letztlich unberechtigte Sorge, dass der neue Trainer vermehrt hinter verschlossener Tür trainieren würde.
MOTTO: Diesen Satz wird Klinsmann im Nachhinein bereuen. "Jeden Spieler jeden Tag besser zu machen", lautet das Ziel des Ehrgeizlings beim Arbeitsbeginn im Juli.
BUDDHA: Auch wenn Klinsmann stets betont, nichts mit den Buddha- Figuren im Bayern-Leistungszentrum zu tun zu haben - stets wird er mit den Statuen in Verbindung gebracht. Eines Tages sind sie weg.
FEHLSTART: Erst am dritten Spieltag der erste Sieg. Klinsmann wechselt eifrig System und Personal - sogar Kapitän Mark van Bommel landet zeitweise auf der Ersatzbank.
WIESN-WATSCHN: 2:5 gegen Bremen, 0:1 in Hannover, 3:3 gegen Bochum - während des Oktoberfestes befällt die Münchner ein heftiger Kater. Rang elf in der Liga. "Klinsmann wird auch am 34. Spieltag auf der Bank sitzen", versichert Bayern-Chef Rummenigge. Ein Tor von Miro Klose beim 1:0 in Karlsruhe rettet Klinsmann vorerst den Job.
KÖNIGLICH: Wenigstens in der Champions League läuft es mustergültig. Die Vorrunde schließt der FC Bayern als bestes aller 32 Teams ab.
MEISTERLICH: Zum Ende der Hinrunde präsentiert sich der FC Bayern wie ein Spitzenteam. Mitverantwortlich ist die Rückkehr des anfänglich verletzten Franck Ribéry. Zehn Liga-Spiele in Folge ohne Niederlage.
MACHTVERHÄLTNISSE: Luca Toni beschert den Bayern den Last-Minute- Erfolg gegen Herbstmeister Hoffenheim und eine ruhige Winterpause.
WUNDERTÜTE 1: Mit 5:1 wird der VfB Stuttgart aus dem Pokal geballert. Alle Welt fragt sich: Wer soll diese Bayern stoppen können? Nur ein paar Tage später gibt es zum Liga-Rückrundenstart ein 0:1 in Hamburg.
WUNDERTÜTE 2: Zwölf Tore in zwei Achtelfinal-Spielen der Champions League gegen Sporting Lissabon. Klinsmann wähnt sein Team in Europas Elite. Nebenbei verliert die Star-Truppe in der Bundesliga gegen Hertha und Köln und damit wieder an Boden.
TIEFSCHLAG 1: Beim K.o. im DFB-Pokal-Viertelfinale wird der FC Bayern beim 2:4 auswärts gegen Leverkusen teilweise vorgeführt.
TIEFSCHLAG 2: Der FC Bayern bekommt im Spitzenspiel gegen das Wolfsburger Team von Ex-Coach Felix Magath mit 1:5 eine schmerzhafte Niederlage zugefügt.
TIEFSCHLAG 3: Die Nacht der Schande von Barcelona. 0:4 gegen Messi & Co. in der Champions League. Der "Stolz" des FC Bayern sei zum Teil "mit Füßen getreten" worden, klagt Clubchef Karl-Heinz Rummenigge.
DURCHHALTEPAROLEN: Und täglich grüßt das Murmeltier: Klinsmann mahnt im Wochentakt an, dass nun die Maximalpunktzahl geholt werden muss, der Titel her soll und ihn die Pfiffe der Fans schmerzen. Auch nach dem 0:1 gegen Schalke klammert er sich an sein Projekt. "Die Chemie stimmt intern", behauptet er - der Vorstand bereitet die Trennung vor.
ABPFIFF: Klinsmann muss nach nur zehn Monaten gehen. Kein Mal stand er auf Platz eins der Bundesliga-Tabelle. "Wir haben den Grundstein gelegt für die Zukunft", erklärt er zum Abschied. Trainer-Frührentner Jupp Heynckes (63) soll als Nothelfer die Saison retten und den 22. Meistertitel einfahren.
Kommentare 1 - 11 of 11
Die Bayern jammern mal wieder auf allerhöchstem Niveau. Die Champions League erreichen sie doch locker, das sage selbst ich als Bayernhasser. Mit etwas glück werden sie sogar wie immer noch Meister.... man muß sich nur mal das Restprogramm von Wolfsburg ansehen....die kriegen es noch mit Stuttgart, Dortmund und Bremen zu tun.
Ich denke, Klinsmanns Rauswurf kommt zu früh. So ein Prozeß mit den vielen Umstellungen, speziell in den Trainingsmethoden, braucht eben Zeit...aber Zeit hatten Trainer bei Bayern noch nie, selbst nachdem sie, wie z.B. Magath, 2mal das Double holten...
Jedem Bayer-"Fan", der allein Klinsmann die Schuld an diesem "Riesen-Mißerfolg" gibt, kann ich nur bedauern.
Hat er sich etwa von Grafite vorführen lassen??? Oder war es doch eher die vogelwilde Abwehr, in der ein arroganter Lucio lieber über den Platz humpelt, als sich auswechseln zu lassen und der Rest rumläuft, als hätten sie in jeder Taktikbesprechung gefehlt...da fehlt es wohl etwas an der Intelligenz der Spieler selbst....
Ach ja....Rensing taugt was als Backup für einen richtigen Torhüter...aber sicher nicht als Nummer 1
Jeder Sieg den die Bayern jetzt noch bekommen WÜRDEN in den letzten 5 Spielen, wäre ein Schlag in´s Gesicht für Wolfsburg, Berlin Stuttgart und den HSV! Die machen den Titel unter sich aus, die Bayern haben da nix zu suchen!!!!
Ich denke, dass alles ist nur ein böser Alttraum gewesen! und man sollte es Schnell vergessen das Klinsmann da war. Ich bin Überzeugt davon, dass die Bayernspieler wieder Gas geben werden, und M.Rensing sollte wieder ins Tor. Seht zurück als Rensing unter Hitzfeld Oli Kahn ersätzte, Michael Rensing hat Klasse gehalten, nur unter Klinsmann nicht: wie alle spieler keine Leistung zeigten. Ich denke auch das Klinsmann unsicherheit in die Manschaft gebracht hat.
Das ist "nur" meine Meinung!
Von den knapp 20 Punkten stimmen 90%.
Was immer man sagt, jeder andere Trainer wäre schon zu Weihnachten rausgeworfen worden.
Und, wenn der Grinser beim Barca-Rückspiel wenigsten gewonnen hätte und jetzt einen Punkt vor Wolfsburg stünde , hätte es keine Rauswurf gegeben.
Die gesamte Mannschaft ( und das bedeutet Ribery ) hat gegen ihn gespielt.
Das war ja nun voraus zu sehen, aber als Beobachter des europäischen Fussballs muss ich dennoch anmerken: was ist denn eigentlich so tragisch an der Tabellensituation des FCB. Es gab schon immer - und wird auch weiterhin - solche Phasen ( die hatte es schon in Italien mit Inter, AC Milan, Turin und in Holland mit Ajax gegeben)geben. Auch wenn es sich hier um hochbezahlte Profis handelt, sind es dennoch keine Maschinen, die täglich die gleich Leistung fahren. Im Übrigen sieht man auch in anderen Sportarten wie sehr Fans und Medien in der Lage sind, Einfluss auf solche Entscheidungen zu nehmen. Das ist bedauerlich für Klinsmann, aber auch für alle folgenden Trainer.
Zum Abschluss noch folgendes: Durch Leichtsinn und unkonzentriertes Verhalten bei einigen Spielen in der Vorrunde sind dem FCB sicherlich ca. 5-6 Punkte "flöten" gegangen. Da wäre nun diese heutige Meldung sicherlich kein Thema.
Walter
Fuer die Abfindung , die Klinsi nun vertraglich zusteht , wuerde ich mich auch die naechsten zwei Tage auslachen lassen . Denn dann ist naemlich der ganze Rummel und Hokuspokus um Klinsi vergessen ; aber die Abfindung flattert auf seinem Konto ein .Und wenn es Klinsi nochmal nach einem Trainerposten geluestern wuerde , waere er schoen bloed - mit dieser Abfindung kann er sich einen geruhsamen "Lebensabend" machen und seine Memoiren daheim in Kalifornien schreiben .
Fuer die Abfindung , die Klinsi nun vertraglich zusteht , wuerde ich mich auch die naechsten zwei Tage auslachen lassen . Denn dann ist naemlich der ganze Rummel und Hokuspokus um Klinsi vergessen ; aber die Abfindung flattert auf seinem Konto ein .Und wenn es Klinsi nochmal nach einem Trainerposten geluestern wuerde , waere er schoen bloed - mit dieser Abfindung kann er sich einen geruhsamen "Lebensabend" machen und seine Memoiren daheim in Kalifornien schreiben .
Abstieg wird... eher schwierig ;-) aber ein platz 6 oder 7 wäre noch drin ... Jetzt wo sie Klinsmann gefeuert haben gibt es für mich ja keinen Grund mehr, den Bayern Punkte zu gönnen.
Bei den FC BayernMünchen sollten alle in Rente gehen, die sind alt geworden und können nicht mehr richtig denken...haben wir alle gesehen "Klinsman als Wunschtrainer" Oli Kahn sollte her, er würde Frische in die Mannschft bringen°!
Jetzt drehen Rummenigge und Hoeneß ganz durch:
Trainer-Frührentner Jupp Heynckes (63) soll als Nothelfer die Saison retten und den 22. Meistertitel einfahren.
DAS ICH NICHT LACHE !!!!
Das bedeutet ABSTIEG !!! Jahhhhhh
Leute, die Buddahs gibs jetz bei Ebay.
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