Eurosport - Mo 27.Apr. 22:56:00 2009
Hansa Rostock bleibt unter dem neuen Coach Andreas Zachhuber auf der Erfolgsspur. Im torlosen Kellerduell beim VfL Osnabrück ergatterten die Hansestädter einen weiteren wichtigen Zähler im Abstiegskampf. Damit liegt Hansa nach wie vor zwei Punkte vor dem Relegationsplatz.
Sechs Spiele ohne Niederlage. So lautet die eindrucksvolle Bilanz von Eilts-Nachfolger Zachhuber beim Bundesliga-Absteiger. Nach zuletzt drei Siegen in Folge gab es in Osnabrück einen Punkt. Mit diesem Zähler kann Rostock allerdings gut leben, denn der Abstand zum VfL und dem Relegationsplatz konnte gehalten werden. So sah es auch der Coach: "Wir hatten klare Torchancen, aber auch eine Menge Glück. Mit dem Unentschieden können wir leben."
Der VfL verpasste dagegen vor heimischer Kulisse im Abstiegskrimi einen Befreiungsschlag. Mit nun 29 Zählern liegt Osnabrück aber weiter in Schlagdistanz und hat in den verbleibenden fünf Partien noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. "Rostock hat den Sieg eher verdient gehabt als wir", gestand Trainer Claus-Dieter Wollitz, fand aber gleichzeitig auch lobende Worte für seine Elf: "Sie haben gekämpft, haben alles gegeben. Wir dürfen uns aber auch nicht belügen. Wir hätten in der ersten Halbzeit auch schon zurückliegen können."
1. Halbzeit:
Hansa trat vor 15. 500 Zuschauern von Beginn an mit breiter Brust auf und ließ die verunsicherten Hausherren überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Nach Oczikpa-Flanke verlor Darlington Omodiagbe den jungen Felix Kroos (5.) im Strafraum völlig aus den Augen. Der Stürmer scheiterte mit dem Kopf aus kurzer Distanz aber am glänzend parierenden Tino Berbig. Rostock blieb feldüberlegen, schaffte es allerdings nicht, sich weitere klare Chancen herauszuspielen. Das Aufbauspiel des VfL blieb Stückwerk. Erst nach 22 Minuten gab Nico Frommer den ersten gefährlichen Warnschuss in Richtung Jörg Hahnel ab.
Osnabrück blieb dran und kam über viel Kampf und Einsatz besser in die Partie. Um die Hansa-Verteidigung aber richtig in Verlegenheit zu bringen, fehlte vor allem das spielerische Moment. Rostock gelang nach vorne ebenfalls wenig und so entwickelte sich ein kampfbetontes Duell auf dürftigem Niveau. Kurz vor der Pause dann fast aus dem Nichts die zweite große Gelegenheit für Hansa. Auf der rechten Seite überlief Kevin Schindler (43.) Gegenspieler Andreas Schäfer und zog mit seinem starken Rechten ab. Der Pfosten rettete für den geschlagenen Berbig.
2. Halbzeit:
Osnabrücks Trainer Wollitz hatte in der Halbzeit wohl einige deutliche Worte gefunden. Seine Schützlinge machten jetzt mehr Dampf und hatten durch Dominik Peitz (49.) die bis dahin größte Torchance. Der defensive Mittelfeldmann zog mit seinem Kopfball gegen Hahnel aber den Kürzeren. Die Partie nahm jetzt mehr Fahrt auf. Erst setzte Pierre De Wit (60.) für den VfL einen Freistoß an den Querbalken, dann gaben auch die Gäste wieder eindeutige Lebenszeichen von sich. Nach tollem Zuspiel vom eingewechselten Krisztian Lisztes setzte Fin Bartels (65.) das Leder alleine vor dem Tor neben den Kasten. Kurz darauf verhinderte der glänzend aufgelegte Berbig gegen einen Kopfball von Enrico Kern (67.) aus drei Metern die Rostocker Führung. Weiter Chancen im Minutentakt: Die beste für die Hansestädter vergab Schindler (69.). Die Leihgabe von Werder Bremen zeigte Nerven und setzte die Kugel frei vor Berbig aus zehn Metern an den Pfosten.
Osnabrück ließ sich nicht beeindrucken und mobiliserte in einer packenden zweiten Hälfte nochmals die letzten Kräfte. Ausgerechnet Top-Scorer Thomas Reichenberger (82./83.) vergab noch zweimal kurz hintereinander für die Gastgeber. Danach gingen beiden Teams nach hohen Tempo merklich die Kräfte aus. Das Unentschieden ging alles in allem in Ordnung. Die Partie hätte aber durchaus ein paar Tore verdient gehabt.
Spieler des Spiels: Tino Berbig
Der Keeper des VfL war der Hauptgrund, dass hinten die Null stand. Berbig strahlte über 90 Minuten viel Sicherheit aus und brachte Rostocks Stürmer mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung.
Kommentare 1 - 3 of 3
Gegen Keiserslautern gehen die Chancen wieder rein . Hansa muß in der 2. Liga bleiben.
Die ganze Saison war hart auch für uns Fans.Zacher mach weiter so!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Naja, also das seh ich nicht so wie mein Vorredner. Hansa hatte zwar die besseren Gelegenheiten, aber der VFL war bissiger und konditionell stärker. Insgesamt also ein absolut gerechtes Remis. Auf jeden Fall haben beide Teams gezeigt, dass sie in die Liga 2 und nicht in die Liga 3 gehören!
Sehr schade, Hansa hätte locker den Sieg verdient, war die bessere Mannschaft. Das wurden Chancen für mindestens 2 Spiele vergeben.
Aber trotzdem: Zacher mach weiter so, HANSA .......jetzt geht´s los !!!!!!!!!!!!!!!!
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