Eurosport - Fr 27.Mrz. 09:53:00 2009
Maximilian Levy hat den WM-Bann gebrochen. Bei der Bahnrad-WM im polnischen Pruszkow holte der Cottbuser den ersten Titel für Deutschland seit 2006. Im Finale setzte sich der Olympia-Dritte im Teamsprint souverän durch, nachdem er bereits den Vorlauf und das Halbfinale dominiert hatte.
Levy trat nach seiner Verbannung aus dem Teamsprint-Trio mit gehörig Wut im Bauch an und fuhr das gesamte Rennen von vorn. Francois Pervis aus Frankreich und Teun Mulder den Niederlanden konnten dem Antritt des Deutschen nicht folgen. "Es gibt nichts Schöneres. Da ist natürlich auch eine große Genugtuung dabei. Ich wollte zeigen, dass man mich nicht vergessen soll und die Nominierung für den Teamsprint vielleicht falsch war", sagte Levy.
Beim Teamsprint hatte er noch zuschauen müssen, als seine Kollegen Bronze holten, obwohl er in Peking bei Olympia noch mit den dritten Platz erkämpft hatte. Carsten Bergemann, der den Vorlauf deutlich gewann, schied im Halbfinale aus und wurde am Ende Achter.
Verfolger enttäuschten
Bei den Verfolgern lief hingegen nicht viel zusammen, sie scheiterten schon in der Qualifikation. Patrick Gretsch wurde über die 4000 Meter in für ihn sehr guten 4:24,564 Minuten Achter, Robert Bartko in 4:26,277 Minuten Neunter. "International gewinnt man mit dieser Zeit natürlich keinen Blumentopf, obwohl sie national spitze war", sagte Bartko, der seine dreitägige Trainingspause in der vergangenen Woche wegen einer Mandelentzündung nicht als Grund für das neuerliche Scheitern verantwortlich machen wollte. "Wenn ich starte, bin ich auch fit", erklärte er und schoss erneut Richtung Verband.
Um sich gezielt auf eine WM vorzubereiten, müsse mehr Unterstützung vom Bund Deutscher Radfahrer kommen, forderte Bartko und betonte: "Nur mit eiserner Hand regieren und sagen, wenn ihr nicht mit uns wollt, dann gehört ihr nicht mehr dazu, das muss aufhören." Das Finale entschied der US-Amerikaner Taylor Phinney in 4:17,631 Minuten gegen Jack Bobridge aus Australien für sich.
Keine Medaillen für Frauen
Auch die Medaillenhoffnungen der Frauen erfüllten sich nicht. In der Mannschaftsverfolgung, die Großbritannien gewann, enttäuschten Christina Becker, Charlotte Becker und Verena Jooß mit Platz sieben. Im Teamsprint belegten Miriam Welte und Kristina Vogel, die beide auf ihren Positionen persönliche Bestzeiten fuhren, Platz sechs. Hier lag am Ende Australien vorn.
Kommentare 1 - 2 of 2
Ein WM Trikot in der Sammlung ich beneide dich.
Levi auch noch gewonnen vom feinsten.Jawohl.
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