Garmisch-Partenkirchen - Keppler kritisiert Garmisch-Weltcup
Fr 27.Jan. 16:18:00 2012
Vor der Rückkehr des alpinen Skizirkuses nach Garmisch-Patenkirchen hat Deutschlands bester Abfahrer Stephan Keppler scharfe Kritik geübt: "Die Strecke ist super, aber das Drumherum, wie sie die Strecke präparieren und wie sie uns gegenübertreten, das ist alles nicht so das Feine", so Keppler.
Rund ein Jahr nach der Ski-WM sind die Alpin-Asse nach Garmisch-Partenkirchen zurückgekehrt, die weitere Zukunft der Rennen am Fuße der Zugspitze ist jedoch offen. In der Diskussion um den derzeit einzigen deutschen Standort für Weltcup- Speedrennen fühlen sich zudem die Fahrer zu wenig gewürdigt.
Beim vom kanadischen Weltmeister Erik Guay gewonnenen Abschlusstraining kam Keppler auf Platz 18. Andreas Sander belegte den 17. Rang und machte damit ebenso wie Keppler Hoffnung auf ein gutes Abschneiden in der Abfahrt an diesem Samstag (ab 12 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de). Am Sonntag (ab 12:30 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de) findet ein Super-G statt.
Weltcup auf der Kippe
Vor einem knappen Jahr feierte die Marktgemeinde international gelobte "Festspiele im Schnee". Jetzt gibt es für Herren und Damen gleich zwei Weltcup-Wochenenden nacheinander. Doch hinter den Kulissen wird um die strategische Ausrichtung der deutschen Alpin-Hochburg verhandelt. Es wurde sogar schon darüber gesprochen, auf die Speedweltcups zu verzichten. "Wir wollen einen Heim-Weltcup und hoffen, dass er bleibt", sagte der 22-jährige Sander.
Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte gehofft, den Standort Garmisch, in dessen Infrastruktur über 20 Millionen Euro im Zuge der WM investiert worden waren, als Speedtrainingszentrum nutzen zu können. Doch das ist in diesem Winter noch nicht gelungen. "Wir haben letztendlich aus der WM überhaupt nichts gezogen", sagte Alpin- Direktor Wolfgang Maier. Man sei nicht einmal zum Training in Garmisch gewesen.
Ein Problem in der derzeitigen Gemengelage ist, dass sehr viele Verhandlungspartner am Tisch sitzen. Darüber hinaus hat die geglückte WM, die damals rund fünf Millionen Euro Gewinn für das Organisationskomitee abwarf und auch tüchtig Steuergelder in die Gemeindekassen spülte, bei vielen Begehrlichkeiten geweckt hat.
"Man muss sich schämen"
Keppler, ein Freund klarer Worte, findet es schade, dass nicht alle hinter dem deutschen Alpin-Sport stehen. Und die Präparierung vom Donnerstag, die durch Schneekanonen erschwerte wurde, verwunderte ihn und die Skiszene. "International wird das ziemlich belächelt und ein bisschen schämen muss man sich momentan auch", meinte der Achte der diesjährigen Kitzbühel-Abfahrt. "Wenn man sich das Drumherum anschaut, dann wäre ich nicht so sauer, wenn es woanders hingeht", sagte Keppler, der beim Heimrennen gerne aufs Stockerl fahren würde.
Versöhnliche Worte gab es aus Österreich. "Was die für Wickel haben untereinander, kann ich natürlich nicht sagen", meinte der Trainingsvierte Hannes Reichelt. Er fände ein Aus im Weltcup-Kalender schade, "weil Garmisch ein Klassiker ist". Im Gegensatz zu Kitzbühel gehe es hier sehr familiär und weniger stressig zu. "Wenn die Deutschen regelmäßig vorne mitfahren würden, würde es auch ganz anders ausschauen", sagte Reichelt.
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TV-Tipp:
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Christian Kunz / dpa
Kommentare 1 - 4 of 4
Garmisch-Partenkirchen ist doch nur ein Schimuseum
Besonders stolz kann man neben den dummen Kommentaren von Keppler auf desen Leistungen heute sein !
Keiner ist so dumm den Eishang angefahren wie Deutschlands Nr 1.
Kein Wunder wenn der Muenchner nicht sauer ist wenn in Garmisch keine Weltcupabfahrt mehr stattfindet, weil er auf der Kandahar die letzten Jahre eh nie was derrissen hat. Vielleicht ist er erfolgreicher bei Sprintabfahrten am etwas leichteren Münchener Olympia Berg?
Waer evt vernünftiger gewesen vor dem Rennen nicht so großspurige Kommentare vor der intern. Presse loszulassen und sich mehr auf die eigene Leistung zu konzentrieren, Schau mer mal was der Super G morgen bringt Herr Keppler.
Solche Aushanegeschilder machen den DSV sicher nicht sympathischer vor Ort!?
Keppler hat vollkommen recht, aber wahrscheinlich bekommt er jetzt eine auf's Dach. Ist eine ziemliche Schande, zuerst das Geld einstecken und sich dann drücken. Etwas gescheiteres als die Abfahrt heute hätte man mit etwas gutem Willen hinbekommen müssen
Ich habe den Eindruck das da in Garmisch eine Menge Deppen unterwegs sind, anstatt stolz zu sein auf die einzigartigen Wintersportereignisse wird in kleinkarierter Weise alles kaputt gemacht.
Ich denke hier sollte der Staat lenkend eingreifen zur Not mit Enteignungen.
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