Afrika-Cup - Tunesien macht das Viertelfinale klar

Fr 27.Jan. 19:49:00 2012

Durch einen Last-Minute-Sieg gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Niger steht Tunesien im Viertelfinale. Beim 2:1 (1:1)-Sieg des Favoriten trafen Msekni (4.) und Jemaa (90.) für Tunesien, auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Ngounou (9.) konnte das Ausscheiden des Niger nicht verhindern.

Football 2012 Tunesien Allagui - 0

Die Lehren:

Wer nicht pünktlich zum Anpfiff im Stadion von Libreville war, verpasste den ersten Treffer der Partie. Doch der Underdog aus Niger steckte nicht auf und biss sich zurück in die Partie. Mit etwas mehr Glück im Abschluss wäre für die Mannschaft von Harouna Doulla mehr möglich gewesen.

Bei den Tunesiern standen mit Karim Haggui (Hannover 96) und Ammer Jemal (1. FC Köln) zwei Bundesligaspieler in der Startformation, Sami Allagui (FSV Mainz 05) wurde nach etwas über einer Stunde eingewechselt.

Nach zwei Siegen aus zwei Spielen kann Tunesien bereits für das Viertelfinale planen, für den Niger ist das abschließende Gruppenspiel gegen Marokko ohne sportliche Bedeutung.

Die Höhepunkte:

4. TOOOR für Tunesien! Msekni wird im linken Halbfeld angespielt, läuft Richtung Tor und wird nicht angegriffen. Mit einem trockenen Schuss ins lange Eck lässt er Msekni keine Chance.

9. TOOOR für Niger! Mathlouthi wirkt alles andere als souverän bei einem langen Ball, wird von Mazzou irritiert und boxt den Ball so genau auf den Kopf von Ngounou. Der nimmt das Geschenk gerne an und nickt ins leere Tor ein.

16. Msakni kommt im linken Eck des Strafraums an den Ball und will ihn ins lange Eck schlenzen, verschätzt sich aber knapp in der Höhe.

30. Maazou mit dem Bauerntrick - rechts vorbeilegen, links vorbeisprinten - und dann ist er dank seiner Schnelligkeit durch. Mit rechts schiebt er den Ball aber knapp am langen Eck vorbei.

34. Nach Maazous Seitenwechsel gibt Boubacar Issoufou "den Robben": Er zieht nach innen und zieht mit links ab, sein Schuss klatscht aber an den rechten Außenposten.

57. Das war knapp! Darragi mit dem schönen Pass auf Jeema, der gerät aber einen Tick zu lang und Daouda hat aufgepasst. Der Keeper ist ganz knapp vor dem Tunesier am Ball und klärt die brenzlige Situation.

60. Msakni setzt sich stark auf dem linken Flügel durch, zieht nach innen und versucht es mit dem Schlenzer ins lange Eck. Haarscharf streicht der Schuss am Pfosten vorbei!

85. Nach Korbis Eckball bringt Abdennour den Ball per Kopf an den Fünfer, Jemal reagiert am schnellsten und schießt direkt aus der Drehung. Daouda geht dem Ball aber entgegen und kann ihn blocken!

90. TOOOR für Tunesien! Jemaa ist nach einem tollen Pass aus dem Mittelfeld fast durch, zieht von rechts in die Mitte und lässt Daouda mit einem strammen Schuss ins kurze Eck keine Chance.

90.+4 Darragi scheitert im Nachschuss am Lattenkreuz, der Ball springt deutlich vor der Linie auf.

Der Kracher: Nigrischer Kampfgeist

Auch wenn im Abschluss oftmals die Kaltschnäuzigkeit und Zielstrebigkeit fehlte, so stellte der quirlige Moussa Maazou die tunesische Abwehr vor große Probleme. Vor allem im Eins-gegen-Eins spielte der Angreifer seine Antrittsschnelligkeit großartig aus.

Im Abseits: Die Unparteiischen

Janny Sikazwe und seine Assistenten an den Linien boten eine dürftige Leistung. Rüdes Einsteigen der Verteidiger wurde konsequent als Stürmer-Foul gepfiffen, bei mehreren Abseits-Entscheidungen lag das Trio ebenfalls daneben.

Die Statistik: 1

Noch nie zuvor schaffte der Niger die Teilnahme am Afrika-Cup. Auch wenn nach zwei Spielen noch kein Punkt geholt wurde, kann das Land trotzdem stolz auf seine aufopferungsvoll kämpfende Nationalmannschaft sein.

TV-Tipp:

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Christoph Volk / Eurosport

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