Eurosport - Sa 26.Sep. 11:04:00 2009
Das neue Team Manor GP könnte für Nelson Piquet die Zukunft in der Königsklasse sein, obwohl seine Karriere bei Renault ein unrühmliches Ende fand. "Ich habe mit ihm noch nicht gesprochen, aber er ist ein 'wuchtiger' junger Fahrer", sagte Teamchef John Booth über den 24-Jährigen.
Piquet wurde im Zuge des Manipulationsskandals um Renault nicht bestraft, weil die FIA dem Brasilianer als Kronzeuge Immunität zugesichert hatte. Im Gegensatz zu Ex-Teamchef Flavio Briatore und dem ehemaligen Technischen Direktor Pat Symonds steht einer Fortsetzung der Fahrer-Karriere nichts im Wege. Der GP2-Vizemeister von 2006 hatte nie die Absicht, den Helm an den Nagel zu hängen. Sollte es mit der Formel 1 nicht klappen, wäre die Indy-Car-Serie eine Alternative.
Promoter Bernie Ecclestone ist dennoch überzeugt, dass "Piquet eine weitere Chance erhält". Der Grund liegt laut einem Interview des 78-jährigen Briten im "Daily Express" auf der Hand: "Er ist ein Fahrer, der das tut, was man ihm sagt. Das wünscht sich jeder Teamchef." Booth ergänzte in der "Yorkshire Post": "Ich habe kein Problem mit ihm, aber ich kenne seine derzeitige Sponsorensituation nicht."
Interesse an Klien
Es stehen noch weitere Fahrer auf der Liste von Manor GP, darunter BMW-Testfahrer Christian Klien, Ex-Super-Aguri-Fahrer Anthony Davidson und A1GP-Meister Adam Carroll. Die Verlautbarung der endgültigen Fahrerpaarung ist bis Mitte November geplant. Booth ließ sich bisher keine Details entlocken, hatte aber nur Lob für die möglichen Piloten. "Adam ist ein Fahrer von dem wir sehr viel halten. Wir haben einige Male mit ihm gesprochen, ebenso wie mit Christian. Davidson ist ein sehr schneller Fahrer."
Für das britische Team fuhren bereits die Weltmeister Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen in Nachwuchsformeln. Als Hauptsponsor des neuen Teams wird von vielen Branchenkennern die Firma "Virgin" erwartet, deren Logo derzeit auf den BrawnGP-Rennern zu sehen ist. Gerüchten im Fahrerlager nach könnte das Team auch in "Virgin F1" umbenannt werden.
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Kommentare 1 - 2 of 2
Leute, bleibt menschlich. Piquet jr. ist kein Schwerverbrecher. Hat sich in seiner
Unerfahrenheit zu einer Riesendummheit überreden/verführen lassen. Bereut es.
Soll man ihm das ewig nachtragen ? Die eigentlichen Buh-Männer waren doch andere.
Er mag (noch) kein Spitzenfahrer sein, vielleicht auch nie einer werden - eine zweite
Chance sollte man so einem Jungen aber nicht verwehren.
wer so dumm oder hörig ist wie nelson piquet jr. und für eine rennstrategie, von der er persönlich keinen
vorteil hat außer einem vagen vertragsverlängerungsversprechen, sein leben und das anderer aufs
spiel setzt, der dürfte von niemandem mehr einen vertrag für eine rennserie bekommen.
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