Eurosport - Sa 26.Sep. 11:06:00 2009
Italienische Gaststarter dominierten den ersten Tag der IRC-Rallye in San Remo Luca Rossetti (Abarth) entschied die "Marathon-Prüfung" über 40 Kilometer für sich und rückte damit in der Gesamtwertung nach vier Wertungsprüfungen bis auf 1, 7 Sekunden an den führenden Paolo Andreucci (Peugeot) heran.
"Ich hatte nicht erwartet vor der langen Etappe in Führung zu liegen", sagte Andreucci. Die Ortskenntnis der lokalen Gaststarter machte sich auf der schwierigen Schlussprüfung bezahlt. Trotzdem war der Schnellste nicht restlos zufrieden: "Ich bin nicht sehr glücklich mit der Abstimmung des Autos", gab Rossetti zu Protokoll. "Aber es war unmöglich alles zu ändern, also ließen wir es bleiben. Hoffentlich können wir morgen mit Paolo kämpfen."
Hinter den beiden Italienern klassierte sich die IRC-Elite. Einen guten Tag hatte IRC-Meister Nicolas Vouilloz, der mit seinem Peugeot 207 nur 12,3 Sekunden langsamer war als Andreucci. Der Tscheche Jan Kopecky, der mit einem Punkt Rückstand auf Kris Meeke nach San Remo gereist war, startete stark in den Tag und entschied die erste Sonderprüfung für sich. Das Glück währte nur kurz, denn im zweiten Abschnitt brach ein Rad des Skoda und der Tscheche musste die Rallye aufgeben. Damit könnte bereits eine Vorentscheidung um die Titelvergabe gefallen sein, doch Meeke schlug bisher noch kein Kapital aus dem Pech seines Gegners.
Bremsprobleme
"Ich hörte kurz vor dem Start zur dritten Sonderprüfung, dass Kopecky ausgeschieden ist und verlor meine Konzentration und den Rhythmus", erklärte der britische Peugeuot-Fahrer. Danach hatte ich Probleme mit den Bremsen, was meine Schuld ist, denn ich stimme das Auto für Linksbremsen ab und über 40 Kilometer entsteht da einige Hitze. Mit dem gegenwärtigen vierten Platz kann sich Meeke den Titel noch nicht vorzeitig sichern.
Veteran Freddy Loix fuhr auf der langen Prüfung um einiges schneller als Meeke und holte dementsprechend auf. Auf Platz fünf fehlt dem Belgier nur eine Sekunde auf den Briten. Die übrige IRC-Elite hatte keine Chance gegen eine Armada von italienischen Gaststartern und fand sich außerhalb der Punkteränge. Der verbliebene Skoda-Werksfahrer mit Juho Hanninen am Steuer wurde Elfter, Guy Wilks pilotierte den einzigen Proton an die 15. Stelle. Der Österreicher Franz Wittmann hatte keine Chance gegen die vielen S2000-Fahrzeuge und war in seinem Gruppe-N-Mitsubishi nur auf Rang 25 zu finden.
Die Gesamtwertung nach Tag 1:
1 Paolo Andreucci (I) Peugeot 207 S2000 58m 13.9s
2 Luca Rossetti (I) Abarth Grande Punto S2000 - +1.7s
3 Nicolas Vouilloz (F) Peugeot 207 S2000 - +12.3s
4 Kris Meeke (GB) Peugeot 207 S2000 - +22.5s
5 Freddy Loix (B) Peugeot 207 S2000 - +23.8s
6 Renato Travaglia (I) Peugeot 207 S2000 - +31.9s
7 Piero Longhi (I) Skoda Fabia S2000 - +38.7s
8 Umberto Scandola (I) Abarth Grande Punto S2000 - +59.3s
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