Eurosport - Mi 26.Sep. 22:30:00 2007
Der Karlsruher SC besiegte die bisher zu Hause ungschlagene Frankfurter Eintracht mit 1:0 (0:0). Den Siegtreffer markierte Maik Franz nach einem Eckball kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit (50.). Damit zieht der Aufsteiger an Frankfurt vorbei und belegt einen hervoragenden sechsten Platz.
In der fast ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena legte die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel los wie die Feuerwehr. Bereits nach 30 Sekunden setzte Ioannis Amanatidis Alexander Meier ein, der aber aus 16 Metern am Karlsruher Schlussmann Markus Miller scheiterte.
Dieser Weckruf erreichte nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Gäste aus Baden, denn in der Folge war die Partie ausgeglichen, was daran lag, dass beide Mannschaften sehr konzentriert und engagiert zu Werke gingen.
Nach etwa 20 Minuten war die Eintracht die überlegene Mannschaft, aber das Spiel der Kontrahenten war doch sehr von der taktischen Vorgabe, keinen Gegentreffer zu kassieren, geprägt. Die Gastgeber erspielten sich dennoch ein leichtes Übergewicht und kamen durch Meier mit einem Distanzschuss (22.) und einem sehenswerten Solo von Streit (27.) zu guten, aber keineswegs zwingenden Torchancen.
Karlsruhe hingegen hätte in Führung gehen müssen, als Sebastian Freis freistehend vor Markus Pröll einen Schuss aus zehn Metern an das Außennetz setzte. Mit einem verdienten 0:0 ging es in die Pause, denn beide Mannschaften machten kaum Fehler und standen in der Defensive sehr sicher.
Der Karlsruher SC kam hellwach aus der Kabine. Nach nur wenigen Minuten war Franz nach einem Eckball zur Stelle, um aus fünf Metern zur Führung für den KSC einzuschießen (50). Die Gäste zogen sich anschließend weit in die eigene Hälfte zurück. Frankfurt war für kurze Zeit schockiert, aber stets bemüht, die gut organisierte Abwehr um Andreas Görlitz zu knacken.
Die Hereinnahme von Michael Thurk belebte das Offensivspiel von Frankfurt (65.) und prompt bot sich für für Amanatidis alleine vor Miller die Chance auszugleichen, doch der Karlsruher Schlussmann reagierte weltklasse. Aber die Gäste versteckten sich keineswegs und kamen ebenfalls zu Möglichkeiten. Der eingewechselte Alexander Iashvili vergab die beste Chance, als er aus 14 Metern mit vollem Risiko über das Tor schoss (73.).
Auch eine zweifelhafte Gelb-Rote-Karte für Görlitz und die damit verbundene zahlenmäßige Unterlegenheit brachte die Abwehr des Aufsteigers nicht zum Wanken. Eintracht Frankfurt fehlten in der Offensive einfach die zündenden Ideen.
Markus Miller spielte zwar nicht spektakulär, aber war zur richtigen Zeit immer auf dem Posten und strahlte eine Ruhe aus, die sich auf die gesammte Karlsruher Hintermannschaft übertrug. Die drei Punkte gehen zu einem großen Teil auf das Konto des hervorragend aufgelegten Karlsruher Schlussmanns.
Andrea Bejamin Krieger / Eurosport