Eurosport - So 26.Jul. 21:28:00 2009
Christian Henn, Sportlicher Leiter vom Team Milram, äußert sich im Interview mit eurosport.yahoo.de über Hoffnungen und Träume und ob Gerald Ciolek gegen Mark Cavendish bestehen kann.
In Paris kommt es in der Regel zum Massensprint. Gerald Ciolek erreichte vorgestern auf der 19. Etappe sein bestes Ergebnis bei der diesjährigen Tour. Er scheint die langen Rundfahrten gut zu verkraften. Wie fit geht er in die heutige Etappe?
Christian Henn: Er ist noch relativ fit, das hat man vorgestern schon gesehen. Nur leider war am Freitag auch Cavendish im Finale noch dabei. Gerald war schon letztes Jahr in Paris vorne dabei, und ganz klar ist das unser Mann für heute.
Er war am Freitag nah dran. Ist es eigentlich sehr deprimierend, wenn man die Sprints verfolgt und immer der gleiche vorne weg fährt? Was geht da im Kopf von einem Sprinter vor?
Henn: Man weiß wie stark Cavendish ist, und dass er natürlich auch eine super starke Mannschaft hinter sich hat. Es gibt immer ein kleines Hoffen, dass er kaputt über die Alpen kommt, oder sich mal in einer Kurve versteuert. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, dass Gerald doch mal ganz vorne mitsprinten kann.
Haben sie eine neue Erkenntnis gewonnen wie man Cavendish vielleicht auf der prestigeträchtigen Zielankunft in Paris schlagen kann?
Henn: Für Gerald ist es von Vorteil, wenn der Sprint leicht berghoch geht, oder er aus einer kleineren Gruppe sprinten kann. In einem Massensprint liegen die Vorteile bei den reinen Sprintern wie Cavendish.
Wäre das ein Plan für heute, einem Massensprint zu entgehen und in einer Gruppe den Erfolg zu suchen?
Henn: Eine Gruppe geht auf den Champs-Elysées eigentlich immer, und alle paar Jahre kommt so eine Gruppe auch an. Da muss man natürlich aufpassen und wir versuchen da auch mit dabei zu sein. Wir haben bei der Tour aber auch schon gezeigt, dass wir auf den letzten fünf Kilometern mit der Mannschaft noch viel für Gerald tun können. Ob es reicht ihn auf den letzten 1000 Metern mit der Mannschaft vorne zu halten, müssen wir mal abwarten. Ganz wichtig ist, ihn auf der letzten Runde vorne zu platzieren.
Wie sind ihre Prognosen für das Finale? Kann Ciolek Cavendish heute schlagen?
Henn: Er könnte, ja. Ich hoffe es, das wäre ein Traum. Man muss ja auch mit Vorgaben in ein Rennen gehen, die so vielleicht nicht erreicht werden. Ich kann ja nicht sagen, mir reicht ein 20. Platz. Aber ein Platz unter den Top Drei ist heute auf jeden Fall drin.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die Vuelta a España ab dem 29. August hautnah mit allen 21 Etappen von Assen in den Niederlanden nach Madrid, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de.
Kommentare 1 - 2 of 2
@ mister_c_from_germany: :-) .. da fehlt heute so einer wie Abdushaparov - dann würde man bei Cav auch sehen, dass er bei der TdF war ....
Ich lach mich kaputt, Platz 3. Was ein Anspruch für ein Team. Nu haben sie aber gestrichen die Hosen voll vor Cav. Da sag noch einer, der Junge wär nicht gut. Der ist so gut, dass die anderen nur noch um die Plätze streiten. Vor dem Rennen wohlgemerkt. Fast wir früher bei dem Mutanten Lutz Heßlich. Der Anabolbomber aus Cottbus. Das grösste Tier im Bahnsprint. Oberschenkel so dick, dass die Radhosen weiter genäht werden mussten. Vor dem hatten auch immer alle Schiß.
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