London (dpa) - Usain Bolt hat seine Extra-Klasse über die 200 Meter erneut unter Beweis gestellt. Der Jamaikaner gewann beim Leichtathletik-Grand-Prix in London in 19,76 Sekunden und verfehlte seine eigene Jahresbestleistung nur um 9/100 Sekunden.
Bei 0,4 Metern pro Sekunde Gegenwind lag Wallace Spearmon (USA) als Zweiter in 20,37 Sekunden bereits deutlich zurück. Bolt hält seit Ende Mai den Weltrekord über 100 Meter. Ob er bei den Olympischen Spielen in Peking über beide Sprint-Distanzen starten wird, ließ er auch in London offen.
«Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich mich entscheide. Ich würde schon gerne beide Strecken laufen und bin mir sicher, dass ich es gut bewältigen würde», meinte Bolt. Auf der kurzen Sprintdistanz würde er auf seinen Landsmann Asafa Powell treffen, dem er am 31. Mai in New York mit 9,72 Sekunden den Weltrekord abnahm. Powell gewann bei dem erstmals über zwei Tage ausgetragenen Meeting von Crystal Palace am Freitag die 100 Meter in 9,94 Sekunden.
Auch bei den Frauen läuft Jamaika vorneweg. Weltmeisterin Veronica Campbell-Brown schaffte über 100 Meter in 10,87 Sekunden eine persönliche Jahresbestzeit. Zweite wurde ihre Teamkollegin Shelly-Ann Fraser (10,95). Ex-Weltmeisterin Tori Edwards (USA) kam in 11,09 Sekunden nicht über Platz vier hinaus.
Europarekordlerin Christina Obergföll (Offenburg) gewann den Speerwurf-Wettbewerb mit 65,93 Metern. Steffi Nerius (Leverkusen/61,81) wurde Dritte vor Teamkollegin Linda Stahl (61,44). Weitspringer Nils Winter (Leverkusen) schaffte nur 7,52 Meter, den Wettkampf gewann der Brite Greg Rutherford (8,16).
Im Stabhochsprung-Wettbewerb belegte Alexander Straub (Filstal) mit übersprungenen 5,72 Metern Platz drei, reichte aber an ein überragendes Duo nicht heran. Der Russe Jewgenij Lukaschenko siegte mit 5,97 Metern vor dem höhengleichen Steven Hooker (Australien). Tim Lobinger (München/5,42) wurde nur Achter.


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