Eurosport - Fr 26.Jun. 16:55:00 2009
Was kann das einzige deutsche Team bei der Tour erreichen? eurosport.yahoo.de sprach mit Teamchef Christian Henn über die Chancen seiner Truppe in Frankreich - und der Ex-Profi sparte nicht mit klaren Worten.
Die Aufgabenstellung ist klar: Manager Gerry van Gerwen möchte einen engagierten, kämpferischen und sympathischen Auftritt seiner neun Fahrer beim Saisonhöhepunkt sehen. Dafür sieht Henn Milram bestens aufgestellt: "Wir haben die Mannschaft dazu, auch auf schwererem Terrain in Spitzengruppen zu gehen, wie wir es zuletzt schon bei der Tour de Suisse gezeigt haben. Da waren wir in wirklich fast jeder Gruppe dabei."
Damit soll das nicht immer überzeugende Bild der letzten Tour vergessen gemacht werden, als die Teamleitung an den Ruhetagen klare Worte gefunden hatte. Henn, damals noch bei Gerolsteiner verantwortlich, hat das nicht vergessen. "Mit ist im Vorjahr auch aufgefallen, dass Milram wenig zu sehen und oft nicht in den Gruppen vertreten war. Klar: Wenn die Beine nicht können, geht es nicht. Aber bei Gerolsteiner haben wir immer versucht, offensiv zu fahren. Und das Team ist im Schnitt stärker als es Gerolsteiner war, gerade im schweren Gelände."
Zählbarer sportlicher Erfolg in Form von Etappensiegen oder einem Spitzenplatz in der Gesamtwertung braucht immer auch ein wenig Glück, mitreißende Fahrweise hingegen kann man selbst garantieren. So soll die geforderte öffentliche Aufmerksamkeit für die Profis in den Trikots mit den Kuhflecken sichergestellt werden: "Die Truppe kann offensiv fahren. Dafür sind wir richtig gut aufgestellt", so Henn im Gespräch mit Eurosport.
Zwei Kapitäne, viele Trümpfe
Auftrumpfen möchte der einzige deutsche Top-Rennstall dabei auf allen Terrains. Deshalb haben Sprinter Gerald Ciolek und Rundfahrt-Spezialist Linus Gerdemann gemeinsam die Kapitänsrolle inne. "So eine Doppelspitze muss man einfach ins Rennen schicken, wenn man das Potential dazu im Team hat. So hat man Aufmerksamkeit auf den Flachetappen und in den Bergen", erklärt der Sportliche Leiter.
Die größten Chancen sieht Henn allerdings auf den "mittelschweren Abschnitten, das sind ganz klar unsere Etappen". Und genau für diese Teilstücke hat er aussichtsreiche Asse im Ärmel:
Denn neben dem Vorzeige-Duo gibt es weitere Trümpfe, die mit angriffslustiger Fahrweise für Furore sorgen sollen. Ob Christian Knees, Fabian Wegmann oder die zuletzt siegreichen Peter Velits (Slowakei) und Niki Terpstra (Niederlande), sie alle sollen von Beginn an ihr Heil in der Flucht suchen und "müssen nicht in der ersten Woche im Feld warten und Kräfte sparen für die Berge". Es gilt die Devise: "Was man hat, das hat man" - und gerne darf dazu auch mal für einige Tage z.B. das Bergtrikot gehören.
Mit etwas Glück lässt sich in der richtigen Ausreißergruppe auch mal soviel Vorsprung herausfahren, dass plötzlich überraschend ein guter Platz in der Gesamtwertung oder gar das "maillot jaune" winkt. "Alle paar Jahre gibt"s eine Etappe, in der eine Gruppe dann auch richtig Zeit macht, wie das etwa 2004 bei Thomas Voeckler oder früher bei Jens Heppner der Fall war. Solche Chancen wollen wir uns nicht entgehen lassen", betont der einstige Telekom-Profi.
Klare Worte zu Ciolek und Gerdemann
Hoffnungsvoll, aber realistisch beurteilt Henn die Aussichten seiner beiden Aushängeschilder. Gerdemann traut er im Augenblick keinen absoluten Spitzenplatz im Gesamtklassement zu. "Die Top Ten sind ein Traum. Nach seiner Leistung bei der Tour de Suisse ist er dafür im Augeblick kein Anwärter. Er kann sich im Augenblick nicht so lange quälen, wie sich ein Rennfahrer quälen muss", beschreibt er das Problem des Siegers der Deutschland-Tour.
Besser sieht es bei Ciolek aus: "Er hat seine Form sehr gleichmäßig aufgebaut", doch für Siege im Duell mit Mark Cavendish reiche das noch nicht aus: "Wir haben im Sprint keine Chance, wenn das ganze Feld geschlossen ankommt. Da ist Cavendish nicht zu schlagen und im Anfahren auf den letzten Kilometern können wir nicht gegen Columbia gegenhalten. Geralds Stärke sind die Ankünfte mit 90 Fahrern, da setzen wir auf ihn."
Auch im Kampf ums Grüne Trikot traut der frühere Zabel-Helfer seinem Schützling etwas zu, warnt aber vor dem Vorjahressieger. "Oscar Freire wirkt sehr stark und er hat die gleichen Qualitäten wie Ciolek."
Astana ja, Armstrong nein
Keinen Zweifel lässt Henn daran, welche Mannschaft die 96. Tour dominieren wird: "Wie schon im Frühjahr gesagt: Der Sieger kommt von Astana." Allerdings nicht aus Texas: "Armstrong fährt nicht aufs Podium. Aber die mediale Aufmerksamkeit durch ihn tut dem Radsport gut."
Und abschließend warnt der Milram-Stratege davor, sich wie manche Experten zu sehr auf die vorletzte Etappe am Mont Ventoux als entscheidende Schlüsselstelle der Strecke einzuschießen. Denn bereits die erste Bergankunft auf der 7. Etappe hat es gewaltig in sich: "In Andorra kann man die Tour schon verlieren. Ich kenne den Anstieg ja selbst noch, das ist richtig heftig. Da kommen die Karten auf den Tisch."
TV-Tipp:
Der Kampf ums Gelbe Trikot täglich Live: Verfolgen Sie die Tour de France hautnah mit allen 21 Etappen von Monaco nach Paris, über Pyrenäen und Alpen, durch Regen und Hitze in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de!
Kommentare 1 - 4 of 4
Modifikationen des EPO-Moleküls
* 2001 generierte Amgen unter dem Handelsnamen Aranesp (Darbepoetin α) ein gentechnisch verändertes Erythropoetin. Dieses enthält durch den Austausch von fünf Aminosäuren weitere Zuckerseitenketten, wodurch sich der Anteil endständiger Sialinsäuren und hierdurch die Serumhalbwertszeit um etwa den Faktor drei erhöht. Unter den EPO-Präparaten der nächsten Generation ist es das erste therapeutisch zugelassene. Lizenznehmer für Amgens Darbepoetin α in Italien ist die Firma Dompe Biotec, die das Produkt unter dem Namen Nespo vertreibt. Darbepoetin α wird in CHO-Zellen produziert. 2004 startete Amgen eine Phase-I-Studie zur Anwendung eines hyperglykoslylierten Aranesp-Analogon mit der Kennung „AMG114“ bei der Behandlung von chemotherapie-induzierter Anämie. Im Juni 2006 stellte ein internationales Forscherteam auf dem 43-sten Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) Ergebnisse einer Phase-III-Multicenterstudie vor, nach denen „AMG114“ bei einer Serumhalbwertszeit von 131 Stunden geeignet erscheint, um zeitgleich zur Chemotherapie unterschiedlicher Tumorformen (Brustkrebs, Darmkrebs, Non-Hodgkin-Lymphom) angewendet zu werden. Weiterführende Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass das Molekül eine zu geringe Affinität zum EPO-Rezeptor hat. Daher wurden alle klinischen Studien mit „AMG114“ beendet[36].
* Unter dem Aspekt einer längeren Wirkungsdauer wurde von Hoffmann-La Roche das EPO-Derivat CERA (Continuous Erythropoiesis Receptor Activator, interne Roche-Kennung: Ro 50-3821) entwickelt, bei dem das EPO-Molekül (das aus dem Präparat NeoRecormon bekannte Epoetin β) am N-terminalen Alanin (ALA 1) oder an einem der Lysinreste (LYS 45 oder LYS 52) mit einem Methoxypolyethylenglycolpolymer verknüpft ist (so genannte PEGylierung). Durch die Polymerverknüpfung hat CERA eine Molekülmasse von 66 kDa und ist damit fast doppelt so groß wie natives EPO. Die Serumhalbwertszeit nach intravenöser Gabe liegt gemäß Un
man sind die helme haesslich
die hamm doch n rad ab,ey!
Hoffentlich sieht man die Trikots mehr im Rennen, als beim Giro.Das war für den Sponsor doch weggeworfenes Geld.Was nützt es wenn ein Sprinter im Rennen 6 wird aber die Trikots nicht zusehen sind.
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