BMW International Open - Titelverteidiger Kaymer gescheitert

Eurosport - Fr 26.Jun. 19:19:00 2009

Titelverteidiger Martin Kaymer ist nach zwei Runden bei der 21. BMW International Open vorzeitig gescheitert. Nur Altmeister Bernhard Langer und der Frankfurter Nachwuchs-Profi Max Kramer schafften bei dem Ausleseverfahren auf dem Par 72-Kurs als einzige von 13 deutschen Startern den Cut.

GOLF 2009 BMW International Open Kaymer - 0

Das Duo verhinderte das totale Debakel der ersten und zweiten Garde der deutschen Profis. Das mit zwei Millionen Euro dotierte Europa-Turnier ist in Kaymer das größte Zugpferd neben Langer verloren gegangen.

"Ich bin total enttäuscht, habe bis zum Schluss gekämpft, alles gegeben. Mit eins unter Par nach 36 Löchern hat man keine Chance", erklärte der 24 Jahre alte Weltranglisten-27. vor der TV-Kamera und verschwand, ohne sich der Pressekonferenz zu stellen. Ein Jahr nach dem Triumph des ersten Deutschen bei dem Europatour-Turnier verpasste die Ryder-Cup-Hoffnung vor 11 800 düpierten Fans mit der 72er Runde die Qualifikation für die Finalrunde um zwei Schläge. 2008 hatte er mit 63 Schlägen für Runde zwei den Grundstock für den zweiten Sieg auf der Europa-Tour gelegt.

Langer zunächst auf Titelkurs

Nach ihm verabschiedeten sich innerhalb von Minuten auch die höher eingeschätzten Kandidaten Marcel Siem (144/Ratingen), US-Tourspieler Alexander Cejka (142) und "Oldie" Sven Strüver (152/Hamburg), der nach seinem Verlust der Tourkarte 2008 nur durch die "Hintertür" unter die 156 Starter gekommen war.

Langer hat nach seinen zwei 68er Runden mit 136 Schlägen auf Rang acht sogar den Titel im Visier. In Führung liegt weiter Retief Goosen (132/Südafrika) vor Sören Kjeldsen (133/Dänemark) und den schlaggleichen Davis Drysdale (134/Schottland) und Nick Dougherty (134/England). Der 25 Jahre alte Kramer bestätigte mit 140 Schlägen seine Qualifikation über die deutsche Geldrangliste, die erst dem Weitenjäger der Challengetour die Tür zum Turnier geöffnet hatte. "Ich bin froh, dass ich endlich mal wieder auf den letzten beiden Runden dabei bin", sagte er nach seiner 69er Runde.

Erst die Faust, dann der Handschlag

Vor allem aber Langer zeigte einmal mehr, dass er mit seinen 51 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen zählt. Erst kam die Faust, dann der Handschlag am letzten Loch mit seinem Sohn und Caddie Stefan: "Das war richtig Spaß vor dieser Kulisse. Ich weiß, dass ich fast bei allen Turnieren noch so manchen Jüngeren abziehen oder ganz vorne mithalten kann", kommentierte er seinen Vorstoß auf dem Leaderboard bei seinem insgesamt 19. Versuch. Gewinnen konnte der Schwabe das Turnier noch nie.

"Der Golfball weiß nicht, wie alt man ist." Das ist ein Lieblingsspruch Langers, den er noch vor seinem Start mal wieder strapazierte, aber an beiden Tagen bewies, "wie gut ich noch drauf bin". Im Vergleich zu seinem um 32 Jahre jüngeren Flightpartner Rory McIlroy (138), der inzwischen in der Weltrangliste auf Rang 16 meilenweit an dem zweimaligen Masterssieger vorbeigezogen ist, sind seine Schläge zu kurz, um sich auf Dauer Birdiechancen zu erarbeiten.

"Aber auf diesem Platz gibt es nur drei Löcher, bei denen ich diese Probleme habe", meinte Langer, der allein auf den letzten fünf Löchern vier Birdies aus dem "Hut zauberte". Seitdem er sein Geld höchst erfolgreich auf der US-Championstour der Senioren verdient, hat er wieder häufiger Glücksgefühle. Noch vor 14 Tagen feierte der Schwabe seinen 3. Championstitel der Sasion und steigerte sein Jahressalär auf bisher 1,232 Millionen Dollar.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Je oller desto doller.
    Respekt vor dem­ "alten" Herrn

    Von Loewenherz, am Sa 27.Jun. 19:43
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