Eurosport - Fr 27.Jun. 12:51:00 2008
Nicolas Kiefer hat in Wimbledon mühelos die 3. Runde erreicht.
Nicolas Kiefer hat in Wimbledon die 3. Runde erreicht. Der Hannoveraner wurde seiner Favoritenrolle gegen Martin Vassallo Arguello gerecht und schlug den Argentinier mit 6:0, 6:3 und 6:1. Rainer Schüttler gelang beim 6:3, 6:7 (8:10), 4:6, 6:4, 6:4 gegen James Blake eine Riesenüberraschung.
Schon nach wenigen Minuten gab Kiefer die Marschrichtung der einseitigen Partie vor: Die deutsche Nummer eins holte sich mit einem Ass gleich das erstes Spiel zu null und machte frühzeitig deutlich, wer Herr im Hause ist. Kiefer ließ auch im Anschluss nicht locker und sicherte sich den ersten Satz nach nur 18 Minuten.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte sich Vassallo Arguello dann verbessert und gestaltete das Match bis zum Stand von 3:3 offen. Dann zog der an Position 27 gesetzte Deutsche das Tempo aber wieder an und gewann den zweiten Satz ohne einen weiteren Spielverlust. Kiefer unterstrich danach einmal mehr, dass er nicht gewillt war, die Begegnung unnötig in die Länge zu ziehen. Mit einem Break ging der 30-Jährige sofort wieder in Führung und steuerte zielstrebig auf die 3. Runde zu. Nachdem es dem Südamerikaner immerhin gelang, den ersten Matchball zu parieren, war er wenig später bei einem schönen Vorhand-Return Kiefers chancenlos und musste sich geschlagen geben.
"Der Wind war recht unangenehm. Manchmal blieb der Ball plötzlich stehen. Es war heute nicht leicht. Ich war der Favorit und musste gewinnen", erklärte Kiefer nach seinem insgesamt siebten Drittrunden-Einzug in Wimbledon.
Die ehemalige Nummer vier der Welt setzt mit den guten Leistungen an der Church Road seine zuletzt positiven Ergebnisse auf Rasen fort. In Halle war der Rechtshänder erst im Halbfinale an Branchenpriums Roger Federer gescheitert, die Exhibition kurz vor Wimbledon hatte der Weltranglisten-32. sogar gewonnen. In der nächsten Runde wartet nun mit "Sandplatzkönig" Rafael Nadal ein ganz harter Brocken. Der Spanier schlug den lettischen Shootingstar Ernests Gulbis mit 5:7, 6:2, 7:6 (7:2), 6:3. "Das wird ein schweres Spiel. Aber egal gegen wen, der Ausgang ist völlig offen", gab sich Kiefer dennoch optimistisch.
Schüttler gibt nicht auf
Einen Kampf auf Biegen und Brechen lieferten sich Schüttler und der an neun gesetzte Blake. Nach einem ungefährdeten Gewinn des ersten Satzes in 29 Minuten musste Schüttler den zweiten Durchgang knapp im Tiebreak mit 8:10 abgeben. Als der favorisierte US-Amerikaner im Anschluss auf 2:1 davonzog, schien der Korbacher auf der Verlierer-Straße.
Doch Schüttler, der zuletzt auf Rasen in Halle und 's-Hertogenbosch in der ersten bzw. zweiten Runde gescheitert war, bewies Kämpferqualitäten und glich mit einem 6:4 zum 2:2 nach Sätzen aus. Als es schließlich im fünften Durchgang beim Stand von 5:4 aus Sicht des Deutschen um Alles ging, war der 32-Jährige zur Stelle. Blake servierte schwach, konnte die ersten beiden Matchbälle des Weltranglisten-94. aber parieren. Im dritten Versuch klappte es dann aber doch: Schüttlers Return spielte Blake auf der Vorhand, doch der ungenaue Schlag des 28-Jährigen landete im Aus. Damit erreichte der Australian-Open-Finalist nach drei Stunden und 19 Minuten die 3. Runde. Gegner dort ist der Sieger des spanischen Duells zwischen Nicolas Almagro und Guillermo Garcia-Lopez.
"Ich bin richtig froh über diesen Sieg. Vor den French Open in Paris habe ich grauenhaft gespielt. Das hier gibt mir wieder Selbstvertrauen", freute sich Schüttler, der mit seinen 32 Jahren nun der älteste in der Einzelkonkurrenz verbliebene Spieler ist.
Becker muss Koffer packen
Für Benjamin Becker ist das Turnier dagegen beendet. Der Mettlacher scheiterte in der 2. Runde mit 6:7 (7:9), 6:7 (3:7), 3:6 an Arnaud Clement. Beide Spieler servierten gut und so gab es im gesamten Match lediglich drei Breaks. Der Franzose verbuchte zwei davon für sich und bewies auch in den beiden Tiebreaks die größere Nervenstärke.
Das war der Schlüssel zum Erfolg für den 30-Jährigen, der im Vorjahr die Doppel-Konkurrenz der All England Championships gewann. Nächster Gegner für Clement ist der Österreicher Jürgen Melzer, der Jesse Levine aus den USA mit 4:6, 6:2, 3:6, 6:4 und 6:1 aus dem Turnier warf.
Kommentare 1 - 8 of 8
@geno2123: Genau, Boris und Steffi waren top! Aber was machen die, die heute spielen: Kiefer, Haas, usw.? Haben sie mal ein GS oder Masters gewonnen? Nee. Mal Viertelfinale, ganz selten Halbfinale. Das war` s dann auch...
Und ich denke, das werden sie auch nicht. Es war sooo schön, als Wimbledon noch auf RTL übertragen wurde, weil Boris und Steffi gespielt haben!
@Falk F: Einfach ist es nie bei einem GS. Und klar ist auch, dass Rafa sich am besten auf Sand fühlt. Aber in den letzten zwei Jahren war er im Wimbledon - Finale, und letztes Jahr gegen Fed war es verdammt knapp. Wenn er gesund bleibt, und menthal weiterhin so stark ist, kann er es dieses Jahr gewinnen. Sein erstes Rasenturnier hat er schon gewonnen (Queen` s). Ich bin optimistisch :))
Hmm, also Kiefer is dafür erfahrener und auf Rasen immer gefährlich. Das wird nich einfach für Nadal
Wir haben keine Stärke mehr seit Becker, Jelen und Stich. Die Zeiten sind vorbei.
@hansdieter: ja, gulbis ist viel besser und talentierter als kiefer. er hat gestern sehr gut gespielt, trotzdem keine chance gehabt gegen rafa. deshalb ist in der dritten runde endstation für kiefer...
Und die nächste Sensation. Rainer haut Blake raus. Ich habs ja geahnt. Ist eigentlich Gulbis sehr viel besser als Kiwi??? Glaub ich eigentlich nicht. Worauf ich hinaus will:
Vielleicht kommt ja bald die nächste Sensation.
kiefer spielt gegen nadal, so stehts zumindest im Artikel. Da dürfte er wohl keine echte Chance haben...
5 von unseren Jungs in Runde 3. Endlich mal ein erfreuliches Ergebnis. Vorallem für Schüttler freut es mich besonders. Vielleicht findet er ja doch mal wieder zu alter Stärke.
gut gemacht kiwi.war aber nicht der allerschwerste gegner dieser arguello. wer sein naechster gegner sein wird bin ich mir nicht sicher. gulbis wird nadal das leben sehr schwer machen
da bin ich mir sicher.schade das becker nicht weiter gekommen ist nach seiner starken leistung gegen davidenko.aber wirklich sehr erfreulich das zverev und stadler weiter gekommen sind.die habens echt verdient.
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