Dresden (dpa) - Die Fanarbeit im deutschen Fußball soll künftig nach einem neuen Konzept gefördert und qualitativ verbessert werden.
Zum Auftakt der 12. Bundeskonferenz der Fan-Projekte in Dresden kündigte Helmut Spahn, Leiter der Abteilung Sicherheit und Prävention im Deutschen Fußball-Bund (DFB) an, dass in gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Fan-Projekte (KOS) ein Qualitätssiegel erarbeitet wird. «Wir sind auf dem Weg, Qualitätsstandards bei den Fan-Projekten festzusetzen», sagte er am Montag auf einer Podiumsdiskussion.
Geplant wird zudem, dass die Finanzierung der Fan-Projekte künftig nicht mehr auf Ligazugehörigkeit bezogen sein soll. An einem entsprechenden Konzept werde derzeit gemeinsam mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gearbeitet. «Es gibt eine Diskussion, ob die Förderung nach Ligaabhängigkeit sinnvoll ist», sagte Spahn in Dresden. Zukünftig könne die Förderung standortbezogen sein. Derzeit erhalten Fan-Projekte mit Erstligisten maximal 51 130 Euro, mit Zweitligisten 30 678 Euro und von der dritten Liga an abwärts maximal 25 565 Euro.
Bis zum 28. Mai diskutieren die Vertreter von 35 der insgesamt 39 aktiven Fan-Projekte bei ihrer Bundeskonferenz unter dem Motto «1 Sozialarbeiter - 1000 Polizisten. Was kann Fanarbeit bewirken». In den Workshops und moderierten Gesprächen stehen unter anderen die Themen Gewaltprävention und Fanbetreuung bei der Europameisterschaft auf dem Programm.



