Bundesliga - Wolfsburg vergibt Steilvorlage

Eurosport - So 26.Apr. 19:47:00 2009

Der VfL Wolfsburg hat es am 29. Spieltag der Bundesliga versäumt, sich vom Verfolgerfeld abzusetzen. Bei Energie Cottbus kassierten die "Wölfe" eine 0:2 (0:0)-Niederlage, bleiben aber Tabellenführer. Cottbus verließ dank der Tore von Dimitar Rangelov (72.) und Ervin Skela (87.) die Abstiegsplätze.

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Cottbus Cottbus-Wolfsburg Rangelov Barzagli - 0

Nach zehn Siegen hintereinander erlitt der Titelkandidat ausgerechnet bei den abstiegsgefährdeten Lausitzern wieder einen Rückschlag. "Wir haben große Chancen vergeben, da kann man nicht gewinnen", ärgerte sich "Wölfe"-Coach Felix Magath. "Ein Sieg gegen Wolfsburg ist etwas Besonderes. Es hat heute alles geklappt", freute sich Energie-Trainer Bojan Prasnikar über den Coup. "Die Wolfsburger haben gedacht, dass es leicht ist, hier drei Punkte zu holen. Aber wir haben gezeigt, dass es nicht leicht ist", meinte der Cottbuser Führungstorschütze Rangelov.

1. Halbzeit

Im mit 15.750 Zuschauern nicht ausverkauften Stadion der Freundschaft begannen die Hausherren engagiert und diszipliniert. Nach neun Minuten hatten die Lausitzer bereits den Torjubel auf den Lippen, doch Dimitar Rangelov stand bei seinem Treffer aus zehn Metern klar im Abseits, das Tor wurde zu Recht nicht gegeben. Diese Szene schien die bis dahin zurückhaltenden Gäste geweckt zu haben: Marcel Schäfer ließ links Savo Pavicevic und Timo Rost aussteigen und flankte ins Zentrum. Dort klärte Energie-Schlussmann Gerhard Tremmel etwas zu kurz per Faustabwehr, Grafite stand völlig frei, schoss aber aus zwölf Metern über das Tor (13.). Wenige Minuten später scheiterte Zvjezdan Misimovic nach einer sehenswerten Kombination über Edin Dzeko und Grafite aus elf Metern am glänzend reagierenden Tremmel (17.).

Die Gastgeber ließen sich nicht beeindrucken und kamen ihrerseits zu Möglichkeiten. Ervin Skela versuchte es aus der Distanz, Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio parierte den Rechtsschuss des Albaners jedoch hervorragend (19.). In der Folgezeit kamen die Cottbuser angeführt von Spielmacher Skela immer besser ins Spiel, zunächst allerdings ohne große Torgefahr. Kurz vor der Pause zirkelte Skela das Leder von der linken Seite auf den langen Pfosten. Benaglio musste sich ganz lang machen und parierte den platzierten Rechtsschuss des Cottbuser Spielmachers (39.).

Wenige Augenblicke später lief Dzeko plötzlich allein auf Tremmel zu. Der Angreifer schoss (zu) früh aus zwölf Metern und verfehlte das Gehäuse knapp rechts (41.).

2. Halbzeit

Nach der Pause bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Energie setzte dem Tabellenführer weiterhin viel Engagement und Kampf entgegen und verhinderte so, dass sich die gefürchtete Offensive der Niedersachsen wie gewohnt in Szene setzen konnte. Als Atan Cagdas jedoch im eigenen Strafraum Grafite den Ball vor die Füße legte, der Brasilianer quer zu Dzeko spielte, wäre beinahe die Wolfsburger Führung gefallen, doch Tremmel bewahrte sein Team mit einem Reflex (53.) vor dem 0:1.

Im direkten Gegenzug fiel Rangelov im Strafraum über Cristian Zaccardos Bein, Schiedsrichter Dr. Fleischer gab jedoch anstelle des fälligen Elfmeters nur Freistoß. Wenige Augenblicke später scheiterte Zaccardo mit einem 16-Meter-Schuss am erneut starken Tremmel.

Das weiterhin mutige Spiel des Abstiegskandidaten wurde schließlich belohnt: Nach einem Doppelpass zwischen Skela und Iliev segelte der Ball in den Fünfmeterraum, wo Rangelov aus wenigen Metern wuchtig zur Cottbuser Führung einköpfte (72.). Die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen, doch erneut Zaccardo (73.) und Misimovic (85.) scheiterten an Tremmel bzw. der eigenen Ungenauigkeit. Mitten hinein in die verzweifelten Wolfsburger Bemühungen entschied der starke Skela das Spiel endgültig. Ein schöner Pass vom eingewechselten Dennis Sörensen in den Strafraum landete bei Skela. Der quirlige Regisseur setzte sich gegen zwei Wolfsburger durch traf per Flachschuss aus halbrechter Position ins lange Eck ( 87.) zum 2:0-Endstand.

Spieler des Spiels: Gerhard Tremmel

Der Energie-Schlussmann erwischte einen Sahne-Tag und war von Wolfsburgs gefürchteter Offensivabteilung nicht zu bezwingen - eine glatte Eins für den gebürtigen Münchner.

Tobias Pentzek / Eurosport

Kommentare 1 - 4 of 4

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  1. Nur drei Kommentare wenn Wolfsburg verliert. Naja,­ Tradition kann man eben nicht kaufen...

    Von Michael, am Do 30.Apr. 13:18
  2. @ Hajo M: einfach lächerlich..

    Von roger, am Mo 27.Apr. 9:41
  3. Es war ein Glückloses Spiel der Wölfe, mit ausreichend­ genug Torchancen die ungenutzt blieben.
    Auf der anderen­ Seite ist Cottbus der verdiente Sieger, der es verstand­ die wenigen echten Tor Gelegenheiten zu nutzen und auch­ ansonsten ein wirklich gutes Spiel für ihre­ Verhältnisse gezeigt haben.
    Würden sie immer so spielen­ stünden sie nicht so tief in der Tabelle.

    Und hätten­ die Wölfe ihren Benaglio nicht dann hätten sie gestern­ 4:0 verloren.

    Allerdings war der Linienrichter nicht­ ganz auf der Höhe, erst behauptet er zwei mal Abseitz­ wo keines war, aber zum ausgleich hat Cottbus einen­ klaren Elfmeter nicht bekommen... schon übel was für­ Schiri Leistungen wir in der Liga so haben. Es hätte­ auch alles anders laufen können.

    Von senf.dazu, am Mo 27.Apr. 8:56
  4. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Bayern Bayern

    Von Hajo M, am So 26.Apr. 20:18
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