Eurosport - Mi 26.Mrz. 15:37:00 2008
Eamon Sullivan bleibt vorerst die Nummer zwei des neuen australischen Schwimm-Traumpaares. Nachdem seine Freundin Stephanie Rice zwei Weltrekorde auf den Lagenstrecken aufgestellt hatte, verpasste der Sprintstar den Weltrekord über 100 m Freistil nur um zwei hundertstel Sekunden.
Sullivan verbesserte bei den als Olympia-Qualifikation geltenden australischen Meisterschaften in Sydney seine am Vortag im Halbfinale erreichte persönliche Bestzeit von 47,55 Sekunden im Endlauf zwar um Dreihundertsel, blieb damit aber hauchdünn über dem nur wenige Tage alten Weltrekord des Franzosen Alain Bernard.
"Das schmerzt schon ein wenig, so dicht dran zu sein und es nicht geschafft zu haben", sagte Sullivan, der nach dem Endlauf bitter enttäuscht wirkte und nur mit Mühe ein heftiges Schimpfwort herunterschluckte. Und das sicher nicht nur, weil seine Lebensgefährtin nun zwei Weltrekorde ihr eigen nennt und er selbst ohne dasteht, nachdem er seine nur Wochen alte Bestleistung über 50 m Freistil an Bernard verloren hatte.
Der im Vergleich zu Bernard und anderen Powerschwimmern relativ schlanke Sullivan würde sich nicht wundern, wenn die derzeitige Weltbestmarke nicht einmal bis zu den Olympischen Spielen halten würde. Neben seinen Starts in den Einzelwettbewerben freut er sich vor allem auf die Staffeln, die in den vergangenen zehn Jahren mit Schwimmern wie Ian Thorpe und Michael Klim stets eine australische Domäne waren.
Erfolge für Schipper und Rickard
Über 200 m Schmetterling sah es lange Zeit so aus, als ob auch der fünfte Abend der Meisterschaften einen Weltrekord bringen würde. Weltmeisterin und Olympiasiegerin Jessicah Schipper lag zur Halbzeit rund eineinhalb Sekunden unter ihrem eigenen Weltrekord. Am Ende ging ihr aber die Puste aus, so dass sie in 2:06,82 Minuten 1,42 Sekunden über ihrer Bestmarke aus dem Jahr 2006 blieb.
Mit ihr wird aber in Peking auf jeden Fall zu rechnen sein, genau wie mit dem gesamten australischen Frauenteam, das sich vor allem in den Staffel-Wettbewerben einen heissen Kampf besonders mit den US-Schwimmerinnen liefern dürfte.
Der dritte Titel des Abends ging an Brenton Rickard, der in 2:09,51 Minuten den australischen Rekord deutlich verbesserte und bis auf 1,01 Sekunden an die Bestmarke des Amerikaners Brendan Hansen herankam.
dpa / Eurosport