Bundesliga - Marcelinho-Skandal: Magath reagiert

Eurosport - Mi 26.Mrz. 13:01:00 2008

Die Quittung folgte auf dem Fuße: Nach seiner Disco-Schlägerei muss Marcelinho nun tief in die Tasche greifen. Felix Magath - Coach, Sportdirektor und Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg - verdonnerte seinen Star jetzt zu einer saftigen Geldstrafe.

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Aber was war überhaupt passiert? Rückblende: Ostermontagfrüh gegen 5:00 Uhr soll es vor dem Cazz-Club am Charlottenburger Savignyplatz zu einem heftigen Handgemenge gekommen sein. Das "Opfer" Ingo H. erhebt schwere Vorwürfe gegen den Fußballprofi.

Seine Version in der "Bild"-Zeitung: "Auf der Tanzfläche wollte Marcelinho meiner brasilianischen Bekannten ins Gesicht grapschen. Als ich mich vor sie gestellt habe, hat er mir mit der Faust auf die Brust geschlagen. Vier breitschultrige Freunde haben mir dann gesagt, dass ich abhauen soll. Doch vor dem Ausgang wartete Marcelinho bereits auf mich. Er rempelte mich an und zog mir dann eine Bier-Flasche über den Kopf. Ich bin zu Boden gesackt und sah das Blut an der Stirn runterlaufen." Der Betriebswirt fuhr direkt zum nächsten Polizeiabschnitt und erstattete Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Von diesen Vorwürfen wurde Marcelinho am Montag durch Pressenachfragen völlig überrascht. Er erklärt den Vorfall anders. Er sei am Sonntag gemeinsam mit seiner Frau zu einer privaten Geburtstagsfeier in ein Berliner Nachtlokal eingeladen gewesen. Zu fortgeschrittener Stunde sei es zu verbalen Provokationen einer Gruppe am Nachbartisch gekommen, die in einem Handgemenge geendet seien. Die lokaleigene Security habe daraufhin die Gruppen getrennt und das heute zitierte Opfer des Lokals verwiesen.

Magath glaubt Marcelinho

Magath hat sich nach dem ausführlichen Gespräch mit dem 32-Jährigen sein eigenes Bild gemacht. "Marcelinho hat mir glaubhaft versichert, dass er persönlich zu keinem Zeitpunkt handgreiflich geworden sei. Ich kenne sein Wesen und weiß, dass er gerne feiert, aber gewiss kein Schlägertyp ist."

Trotzdem wurde Marcelinho wegen seines Verhaltens in der Öffentlichkeit - auch wegen der Uhrzeit seines Lokalbesuchs - mit einer Geldstrafe belegt. Laut "Bild" soll sich diese auf 10.000 Euro belaufen.

Daniel Rathjen / Eurosport