Eurosport - Mi 26.Mrz. 11:48:00 2008
Er hat fast alles gewonnen, was es für einen Radprofi zu gewinnen gibt - doch einen Traum wird sich Paolo Bettini vor seinem Karriereende nicht mehr erfüllen können: Der ersehnte Triumph bei der Flandern-Rundfahrt fällt flach - der Italiener sagte seinen Start beim belgischen Klassiker ab.
In seiner letzten Saison hätte er zu gerne noch jenes "Monument" des Radsports gewonnen, dass in der langen Erfolgsliste des Weltmeisters, Olympiasiegers, Weltcup-Gewinners und Etappensiegers bei Giro, Tour und Vuelta noch fehlt.
"Flandern ist mein großer Traum, von den großen Rennen, die ich mit meinen Fähigkeiten gewinnen kann, ist es das einzige, bei dem ich noch nicht ganz oben stand", hatte Bettini immer wieder erklärt. Doch sein Sturz Anfang März beim Klassiker-Auftakt "Het Volk" warf ihn zu weit zurück, eine Umstellung des Rennprogramms war unumgänglich:
"Diese Entscheidung schmerzt mich, aber für ein so hartes Rennen muss man 100% fit sein - das kann ich meinem Team nicht garantieren und deshalb habe ich meinen Platz lieber einem anderen Fahrer überlassen", gab der 33-Jährige über seine Mannschaft Quick Step bekannt.
Auch Kirchen fehlt
Nun wird Bettini bei der sechstägigen Baskenland-Rundfahrt antreten, um sich in Spanien den Schliff für die Eintagesrennen in den Ardennen zu holen: "Das hat 2002 auch gut funktioniert, wo ich danach bei Lüttich-Bastogne-Lüttich siegen konnte." Die besten Ergebnisse Bettinis in Flandern bleiben damit Platz 7 (2006) und Rang neun (2004).
Ebenfalls nicht am Start in Brügge stehen wird Kim Kirchen: Der Luxemburger vom Team High Road hatte die 92. "Ronde" ebenfalls zu einem seiner großen Ziele im Frühjahr erkoren - doch Trainingsrückstand nach einer Erkältung sorgt auch bei ihm für eine Veränderung in der Wettkampfplanung. Der Tour-Siebte wird wie Bettini ins Baskenland reisen, zuvor startet er beim Criterium International in Frankreich.
Andreas Schulz / Eurosport