DFB Pokal - Krimi: ter Stegen rettet Gladbach
Um ein Haar ist Borussia Mönchengladbach der Blamage entgangen. Beim Drittligisten 1.FC Heidenheim mussten die "Fohlen" ins Elfmeterschießen, wo sich der Bundesligist mit 4:3 durchsetzte. Weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung konnte eines der Teams ein Tor erzielen.
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Zum Matchwinner wurde Torwart Marc-André ter Stegen. Der Gladbacher Schlussmann parierte die Elfmeter von Andreas Spann und Florian Tausendpfund, während seine Mitspieler Filip Daems, Dante, Havard Nordtveit und Martin Stranzl verwandelten.
Für Heidenheim trafen Christian Sauter, Florian Krebs und David Schittenhelm.
Die Lehren:
Die Borussia hat in dieser Saison oft bewiesen, dass sie schnell nach vorn spielen und schön kombinieren kann. Wenn das aber nicht funktioniert, weil der Gegner hinten zu gut steht, dann gibt es in Mönchengladbach scheinbar keinen Plan B. So war es auch in Heidenheim. Marco Reus und Co. verloren sich im Kurzpassspiel und in netten Kombinationen, ohne sich dafür vor dem Elfmeterschießen eine Belohnung abzuholen.
Heidenheim dagegen machte das, was ein Drittligist in einem solchen Pokalspiel machen muss: Hinten diszipliniert dicht machen, und gelegentlich mit Gegenstößen selbst etwas Druck erzeugen, um sich zu befreien. So rettete sich das Team von Trainer Frank Schmidt mit einer kämpferisch starken Leistung ins Elfmeterschießen und bewies, dass es zu Recht auf Rang drei in der Liga steht.
Die Höhepunkte:
22. Reus bekommt den Ball links im Strafraum und wird von Sirigu touchiert. Der Gladbacher fällt, aber es gibt Abstoß. Da hätte man auch pfeifen können, Herr Wingenbach.
24. Neustädter hat 23 Meter zentral vor dem Tor unglaublich viel Platz und schießt direkt. Lehmann wehrt nur nach vorn ab und dort lauert Reus. Auch er schießt sofort, trifft aber aus 16 Metern nur den linken Pfosten.
33. Heidenheim schaltet schnell um und zieht den Konter durch, obwohl Gladbach hinten in Überzahl ist. Spann zieht aus 19 Metern halblinks mit rechts verdeckt ab. Ein guter Schuss, der genau ins Eck gepasst hätte, wenn Sauter ihn nicht noch abgefälscht hätte - knapp zwei Meter rechts vorbei.
68. Reus bringt eine Ecke von links in den Strafraum und der Ball geht an Freund und Feind vorbei bis plötzlich Dante am langen Eck zum Kopfball kommt. Lehmann steht richtig und wehrt den nicht allzu kräftigen Kopfball ab.
77. Arango bekommt den Ball halblinks vor dem Strafraum, zieht in die Mitte und setzt dann mit der Hacke links Reus ein. Der ist völlig frei, schlägt noch einen Haken und will dann um Lehmann herum dribbeln. Doch der Heidenheimer Keeper legt sich hin, streckt die Arme und kratzt die Kugel weg. Da muss Reus einfach sofort schießen.
80. Heidenheim kontert über links und läuft mit drei gegen eins. Doch dann scheitert Sirigu am heraus eilenden ter Stegen und den Abpraller bekommt ein Gladbacher.
81. Jetzt geht's hier hoch her. Herrmann schießt aus 22 Metern aufs Tor, Lehmann wehrt nach vorn ab und Hanke setzt den Nachschuss an den rechten Außenpfosten. Durchatmen, Heidenheim!
102. Endlich kommt mal wieder Gladbach. Der eingewechselte Leckie bekommt einen hohen Ball im Strafraum und legt mit dem Kopf für Reus ab. Der Jungstar steht völlig frei und zieht aus spitzem Winkel sofort volley ab - weit drüber.
111. Aufregung im Heidenheimer Strafraum, wo Dante nach einem Arango-Freistoß plötzlich ohne Trikot da steht. Eindeutig: Da hat jemand am Leibchen gezerrt - und zwar nicht zaghaft. Wingenbach und seine Assistenten haben es nicht gesehen, weiter geht's.
Der Kracher: Marc-André ter Stegen
Er wurde im Spiel kaum gefordert, doch dann war er da, als man ihn brauchte: im Elfmeterschießen. Ter Stegen parierte gegen Andreas Spann und Florian Tausendpfund, während seine Teamkollegen alle verwandelten.
Im Abseits: Gladbachs Zielstrebigkeit
Die Borussen spielen schön zusammen und legen viel Tempo in ihr Spiel. Doch dabei wurde vergessen, worum es im Fußball geht: ums Tore schießen. Der Trend der letzten Wochen setzt sich fort.
Die Statistik: 8 Stunden
Die Vorfreude in Heidenheim auf den Pokalabend war riesig. Innerhalb von nur acht Stunden nach Verkaufsbeginn waren alle 10.000 Tickets abgesetzt.
TV-Tipp:
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