Eurosport - Fr 25.Sep. 09:35:00 2009
Gold war bei der WM für einen der Gastgeber aus der Schweiz reserviert, doch einmal mehr fuhr ein Deutscher im Zeitfahren aufs Podium: Fabian Cancellara dominierte in unglaublicher Manier, doch hinter dem Schweden Gustav Erik Larsson erkämpfte sich Top-Talent Tony Martin die Bronzemedaille.
Nicht weniger als 2:30 Minuten lag Martin aber hinter dem überragenden Olympiasieger zurück. arsson, Cancellaras Teamkollege bei Saxo Bank, wurde vom "Überflieger" eingeholt und hatte 1:27 Minute Rückstand, holte aber wie in Peking Silber.
"Ich wollte auf's Podium und habe mein Ziel erreicht", freute sich Martin nach seiner WM-Premiere. "Man musste sich die Kräfte auf diesem Kurs sehr gut einteilen. Ich war vorsichtig und das hat sich ausgezahlt. Nach meinem schnellen Start hatte ich in der zweiten Runde Krämpfe, doch in der Schlussrunde ging es wieder besser und ich konnte ein starkes Finish hinlegen und Bronze holen. Ich bin wirklich sehr zufrieden damit, wie es gelaufen ist."
Für Cancellara wiederum war es der dritte Titel nach 2006 und 2007. Damit zog er mit dem Australier Michael Rogers gleich, der von 2003-2005 das Maß der Dinge im Zeitfahren war. Bei jeder Zwischenzeit lag der Berner in Front, Fahrer um Fahrer überholte der Topfavorit unterwegs und wurde seiner großen Favoritenrolle noch deutlicher als erwartet gerecht.
Schon rund 100 Meter vor dem Ziel richtete sich Cancellara auf seiner Zeitfahrmaschine auf und jubelte seinen Fans in Mendrisio zu. Mit ausgestreckten Armen rollte er schließlich, wie ein erfolgreicher Ausreißer bei einem Straßenrennen dem Zielstrich entgegen. Nach dem Triumph bei der Tour de Suisse war es erneut ein Heimsieg höchster Güte für den 28-Jährigen.
So schnell wie keiner zuvor
Mit einem Schnitt von 51,58km/h stellte er auf der 49,8 Kilometer langen Strecke einen neuen WM-Rekord auf - und das bei der drittlängsten Distanz, die je während einer Zeitfahr-WM zu absolvieren war. Dass er durch seinen Jubel knapp eine andere Bestmarke verfehlte, dürfte für Cancellara leicht zu verschmerzen sein: Denn er hielt schon zuvor den Rekord des überlegensten WM-Siegs.
"Das war heute ein ganz hervorragendes Rennen. Jetzt kann ich mich erholen und das Finale in Angriff nehmen", sagte der Sieger nach seiner Triumph-Tour vorbei an zehntausenden Fans. "Ich will auch Gold am Sonntag", kündigte er zudem mit Blick auf das Straßenrennen an.
Schon direkt nach dem Start hatte der Schweizer seine Zähne gezeigt. Er schoss wie kein anderer von der Rampe hinunter und jagte mit vollem Risiko in die erste Kurve. Wie auf Schienen umkurvte Cancellara anschließend auf der Ideallinie die Strecke. Er schien jeden Meter des WM-Kurses wie seine Westen-Tasche zu kennen.
Larsson profitiert vom Teamkollegen
Silber-Medaillen-Gewinner Larsson war das Rennen dagegen deutlich langsamer angegangen. Bereits kurz nach Ende der ersten von drei Runden wurde der Schwede vom eine Minute nach ihm gestarteten Cancellara überholt. In der Folge profitierte er vom psychologischen Vorteil, den kommenden Sieger direkt vor sich zu sehen. Im Sog des neuen Weltmeisters holte Larsson gegenüber der Konkurrenz Sekunde um Sekunde heraus und setzte sich schließlich von Martin und Co. ab.
Den gleichen Effekt nutzte auch der Brite Bradley Wiggins. Der Tour-Vierte vom Team Garmin befand sich lange Zeit auf dem sechsten Rang und schob sich, nachdem Cancellara und Larsson an ihm vorbei gefahren waren, erst in der dritten Runde näher ans Podium heran. Bis zur letzten Zwischenzeit hatte er den Rückstand gegenüber Martin bis auf vier Sekunden herunter geschraubt. Wiggins schien Martin die Bronze-Medaille weg schnappen zu können.
Wiggins-Defekt beschert Martin Medaille
Dann aber hatte er großes Pech und wurde zum tragischen Helden: Am Ende des letzten Anstiegs bekam Wiggins technische Probleme, stieg vom Rad, schmiss selbiges wütend zur Seite und konnte erst nach einigen Sekunden weiter fahren. Die Medaille war weg und dem Brite die Lust vergangen. Bis zum Ziel verlor er schließlich zwei weitere Minuten und sortierte sich hinter dem dritten Deutschen Sebastian Lang auf Rang 21 ein.
Martin erklärte im Ziel, "sehr stolz" zu sein: "Das war die Krönung meiner Saison - die WM ist eben das Größte." Der gebürtige Lausitzer gestand aber auch gleich einen Fehler ein. "Ich habe die Strecke heute ein wenig unterschätzt und bin die erste Runde zu schnell angegangen. Ich habe dann etwas herausgenommen und konnte mich zum Glück ein wenig erholen."
Titelverteidiger Bert Grabsch wurde als zweitbester Deutscher am Ende Zehnter, 3:37 Minuten hinter dem Sieger. Damit war er fast 17 Sekunden langsamer als der umstrittene Kasache Alexander Winokurow. "Ich weiß nicht woran es lag, es klappte heute bei mir überhaupt nicht. Ich hatte mir eine Medaille vorgenommen", sagte Grabsch nach dem Rennen.
Die Überraschung des Tages war der US-Amerikaner Tom Zirbel. Der 30-Jährige war als krasser Außenseiter bereits rund drei Stunden vor den Favoriten auf die Strecke gegangen und hielt bis kurz vor Schluss die Bestzeit im Ziel. Am Ende belegte er 17 Sekunden hinter Martin den undankbaren vierten Rang.
Ergebnis:
Zeitfahren, Männer (49,8 km): 1. Fabian Cancellara (Schweiz) - Saxo Bank 57:55 Min.; 2. Gustav Larsson (Schweden) - Saxo Bank + 1:27; 3. Tony Martin (Schwalbach) - Columbia + 2:30; 4. Tom Zirbel (USA) + 2:47; 5. Marco Pinotti (Italien) - Columbia + 3:02; 6. Janez Brajkovic (Slowenien) - Astana + 3:08; 7. Koos Moerenhout (Niederlande) - Rabobank + 3:11; 8. Alexander Winokurow (Kasachstan) - Astana + 3:20; 9. Ignatas Konovalovas (Litauen) - Cervélo + 3:33; 10. Bert Grabsch (Kreuzlingen/Schweiz) - Columbia + 3:37; ...20. Sebastian Lang (Erfurt) - Silence-Lotto + 4:40
TV-Tipp:
Der Kampf um die Medaillen und die Regenbogen-Trikots steht an: Verfolgen Sie die WM in Mendrisio ab 23. Septemberhautnah im Eurosport-TV, über den Eurosport Player und den Kampf um Gold bei den Männern auch im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de!
Kommentare 29 - 48 of 48
an noraj007- Man vergönnt den Schweizern den Erfolg nicht,weil sie
wegen jeden kleinen Schmarren überheblich sind.Wobei sie auch nur mit Wasser kochen(siehe Swiss Air u. Schweizer Banken).
@ pisato_girl, TabellenFÜHRER und davecheker: Ihr tangiert mich nicht mal perifär......
Unser Volle-Pulle-Ulle wurde auch oft genug getestet. Und sogar Herr Kohl
Cancellara hat ein hervorragendes Rennen gefahren. Technisch eine Klasse für sich. Er ist einmal mehr mit dem Druck fertig geworden und gezeigt, dass er zur Zeit das Mass der Dinge ist im Zeifahren.
Doping können wir ausschliessen. Der wird so oft kontrolliert während einer Saison. Er ist einfach besser, basta.
Wenn man nur schon schaut, wie der auf dem Rad sitzt und jeden unnötigen Meter spart, wird klar, dass er eine Klasse für sich ist.
Solange er nicht des Dopings überführt ist, ist er auch nicht gedopt. Also spart Euch diese Kommentare.
Cancellara kommt aus der Ecke - der kennt bestimmt eine Abkürzung...
Wir sind hier an Weltmeisterschaften und man muss davon ausgehen das die besten am Start sind. Immer allen Doping vorzuwerfen finde ich nicht richtig aber ich glaube einfach nicht das jemand soviel schneller ist als der rest der Welt, sorry. Für mich ist dieser Sieg sehr komisch und fragwürdig.
"Schuhmacher, Becker, Beckenbauer"
Ich habe eigentlich noch aktive Einzelsportler gemeint über die man sich heute noch freuen kann (nicht in irgendwelchen Randsportarten, die niemand schaut). Tut mir leid,dass mir da wirklich nicht viele einfallen. Vielleich hast du aber dazu noch bessere Beispiele?!
@noraj007
Du erwartest nicht das "wir deutschen" dir hier sämtliche überragende Sportler aufzählen oder?
Schuhmacher, Becker, Beckenbauer? Außerdem die Mannschaftsleistungen?
Nein ich glaube nicht das man sagen kann Deutschlang hat keine überragenden Sportler...^^
Wieso gönnt ihr unserem Schweizer den Erfolg nicht?---Genau, weil Deutschland viel grösser als die Schweiz ist und trotzdem keinen einzigen überragenden Sportler hervorbringt. Daher auch die vielen Federer-Neider!
Also eines vorweg, für mich ist jeder Sportler solange unschuldig bis er in A und B-Probe überführt wurde. Auch wenn Ich nicht so naiv bin zu glauben das jeder den eine negative Probe (siehe B. Kohl) abgibt auch tatsächlich sauber ist. Mich wundert aber schon wie gerade bei Eurosport einige Fahrer für ihre Leistungen gelobt und andere beim kleinsten Erfolg sofort infrage gestellt werden. Am meisten stört mich das z.B. jetzt Valverde oder in der Vergangenheit Ulle behandelt werden wie Massenmörder. Will damit nur sagen das, ob sie nun gedopt haben oder nicht, diese Veruteilungen in keiner Relation mehr zu ihren evtuellen Vergehen stehen.
Nachtrag:
Es heißt natürlich "Unschuldsvermutung", der Fehlerteufel war wieder schneller. Und das "im realen Leben (wo mir wenigstens jemand zuhört)" ist auch irreführend. Ich bezog mich auf den Unterschied zu den usern die keine Menschen mehr haben, denen an ihrer Meinung gelegen ist und die deshalb dieses Forum zumüllen. Stattdessen sollten sie sich vielleicht fragen, warum sie keine Freunde (mehr) haben und sich auch die Familie abgewandt hat. Aber so viel Selbstreflexion darf man wohl leider nicht voraussetzen
Schweizfüße und -flecken hin oder her, er hat nicht zum ersten Mal alle anderen düpiert, somit kommt sein überlegener Sieg nicht unerwartet. Und solange es keine positiven Proben (von denen er etliche abgegeben haben dürfte, mindestens bei den großen Rundfahrten) von ihm gibt und auch keine wirklich stichhaltigen Beweise, dass er irgendjemandes Kunde ist, sollte wohl noch immer die Unschuldvermutung gelten! Ich verbeuge mich jedenfalls zutiefst. Dafür krieg ich bei all den Miesmachern hier wahrscheinlich zahllose Daumenrunter, aber auf unqualifizierte Dummschwätzer zähle ich auch im realen Leben (wo mir wenigstens jemand zuhört) wenig bis gar nicht.
@piss_girl # 19: Da sieht man mal wieder, wie groß dein Geist doch ist. Bravo!!!! Weil du den @#$%-Gruß offensichtlich ständig vor dem Spiegel probst, ist dir auch nicht aufgefallen, dass Cancellara den linken Arm gehoben hat. Sah ja genauso aus, als ob du dich im Spiegel siehst. Oder nicht? Lass mich raten: du streckst den Arm auch eher nach vorne-oben, nicht nur nach oben. Ganz groß.
Cancellara iste er vollgespritzte bisse unterre die Haarrewurzelne. Er kriegte seine Stoffe immmere von Vederrer per Poste. Lüthi hate alles notige dabeie. hm!
Aber Cancellara hat doch sicherlich Schweizfüsse, oder?
Die Gesamtsituation im Radsport ist zum Heulen!
Cancellara ist voll gedopt.
Wartet nur ein Weilchen, dann kommts raus. Die Doping-Labore sind halt ziemlich fix.
Terminator_von_Tabellen_Führer:
Na, da hast du dir mit dem Volldrecker, dem Fascho, ja einen schönen Freund ausgesucht!
@vollstrecker31
Du hast Recht, hier ist so viel Abschaum, die mit mehreren wechselnden accounts dieses Forum mit Ihrem geistig schwachsinnigen Müll zu posten, und sich dann gegenseitig noch die 'Daumen hoch' zu schieben.
Das Radsport Forum hier ist zu einem Sammelbecken von asozialen Neo Nazis verkommen !!
Dieser Abschaum sind vermutlich alles Hartz IV Empfänger, die den ganzen Tag Zeit haben, und meinen sich mit diesem Kasperltheater beschäftigen zu müssen !!!!
Mein Appell an alle die noch einen Funken Anstand haben, drückt den Button 'Missbrauch melden' so oft wie möglich !!! man muss nur hartnäckig genug sein dann reagiert selbst yahoo und sperrt diesen Abschaum aus....
der TabellenFÜHRER gehört als erstes terminiert... hasta la vista TabellenFÜHRER
davecheker: kleiner mongo!
Cancellara- eindeutig Doping - neues Dopingmittel -Ricola !!!!!!!!
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