Eurosport - Sa 25.Jul. 18:53:00 2009
Der Brite Mark Cavendish hat im Massensprint der 19. Etappe seinen fünften Tour-Sieg gefeiert. Der Columbia-Profi gewann vor Thor Hushovd und dem Milram-Profi Gerald Ciolek. Der Kölner erreichte damit sein bestes Eregbnis bei der diesjährigen Tour de France. In Gelb fährt weiter Alberto Contador.
Gleich zu Beginn machte sich eine 19-köpfige Ausreißergruppe auf die Flucht. Mit dabei unter anderem Cadel Evans (Silence Lotto) und Kim Kirchen (Columbia). Diese beiden lagen in der Gesamtwertung als 29. (Evans) und 34. (Kirchen) bereits aussichtslos zurück und wurden von den Teams der Favoriten daher zunächst nicht wieder eingeholt. Doch viel Zeit zwischen sich und das Feld konnten sie auch nicht bringen. Maximal 2:45 Minuten hatten die Ausreißer Vorsprung auf das Peloton, in dem Rabobank das Tempo machte.
Aus dieser Gruppe spaltete sich eine fünf Mann starke Gruppe ab, diesmal mit Yaroslav Popovych (Astana) und David Millar (Garmin). Doch auch diese Fahrer wurden 30 Kilometer vor dem Ziel wieder vom Hauptfeld geschluckt.
Sprinter kommen gut über den Berg
Richtig los ging die Etappe aber erst auf dem Weg zum Col de l'Escrinet. Dieser Anstieg ist zwar nur durchschnittlich 4,1 Prozent steil, dafür aber mit 14 Kilometern schier unendlich lang. Laurent Lefevre (Bouygues Telecom) attackierte als Erster, später bekam er Gesellschaft von Weltmeister Alessandro Ballan (Lampre). Diese beiden erreichten auch als Erste die Bergwertung, aber nur wenige Sekunden vor dem Hauptfeld. Die große Überraschung spielte sich dort, im Feld der Verfolger, ab: Die Sprinter Cavendish (Columbia), Hushovd (Cervelo) und Ciolek (Milram) kamen gemeinsam mit den Bergfahrern bei der Bergwertung an. Daher kam es zu einem Massensprint.
Columbia holte die Ausreißer in der rasenden Abfahrt ein und bereitete das Feld für Cavendish. Tony Martin zog den Sprint an und Cavendish sprintete aus seinem Windschatten heraus unangefochten zum Sieg. Zweiter wurde Hushovd mit einer Radlänge Rückstand vor Ciolek, der einen Podestplatz für das Milram-Team ersprintete.
Cavendish waren im Ziel die Anstrengungen der Etappe deutlich anzusehen, und das bekräftigte er auch im Interview: Meine Teamkollegen haben mich heute über den Berg gezogen. Ihnen gilt mein ganzer Dank. Es war brutal hart für mich heute, ich bin nach den drei Wochen sehr müde. Aber die Schmerzen für diesen Sieg haben sich gelohnt.
Cavendish trägt sich in die Geschichtsbücher ein
Mit dem Sieg schaffte Cavendish den Eintrag in die Geschichtsbücher der Tour de France: Mit fünf Etappensiegen in einem Jahr ist er der beste Sprinter seit 33 Jahren. Der Brite übertraf damit frühere Spezialisten wie Mario Cippolini und Alessandro Petacchi, die maximal vier Etappen pro Jahr gewannen. Zuletzt hatte Lance Armstrong 2004 fünf Etappen bei einer Tour gewonnen.
Armstrong ließ heute im Ziel seine ganze Erfahrung erkennen. Er kam mit den Sprintern als Zwölfter über die Linie, hinter ihm bildete sich eine kleine Lücke mit den Favoriten. Unter anderem verloren Bradley Wiggins, Andy Schleck, Andreas Klöden und Contador vier Sekunden auf den siebenmaligen Tour de France Sieger. Doch entschieden wird dieser Vierkampf um den dritten Rang in der Gesamtwertung erst morgen am Mont Ventoux auf der vorletzten Etappe (ab 11:40 Uhr live im Ticker auf eurosport.yahoo.de).
TV-Tipp:
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Kommentare 27 - 46 of 46
@ tobispiz, ebendrum hab eigentlich nichts schlimmes geschrieben, @dabayer11, dann schaumal den beitrag über di luca an, vom Mi. 22.07, 17:50 , der war voll mit comments und jetzt ?!
Sicher ist Cavendish ne Hackfresse, aber die Beine sind schon enorm. Der zieht am Horn, da haben die anderen keine Chance. Und der Stil ist doch egal, Hauptsache der Reifen ist vorne. Da stimmt alles, die Kraft, die Dosis, das Übersetzungsverhältnis. Da macht Doping Sinn, der lädt wenigstens sinnvoll. Und zum Frühstück roher Stierhoden. Go Cav.
Morgen geht´s rund!
da isn feld von ca 130 fahrern die außreißen können!!! wie hoch ist die wahrscheinlichkeit das du den tagessieger tippst? so viel zum thema schlechter expertentipp.... nur sau kritische nörgler hier!?
mister_c_from_germany
ich finde halt so typen wie casar, vöckler, jens, christoph m. oder "virinque" (ups wie schreibt sich der doch gleich) geil, die was probieren, in den lenker beissen... klar, die schaffens nie zum grossen sieg... sind aber mehrheitlich sauber und einfach geniale kämpfer, mit denen man(n) mitfiebern und mitleiden konnte und kann... die friesierten radlermaschinen... die öden mich wirklich nur an...
@nehcbes
eben drum die frage, warum du immer noch hier schreibst, interessiert ja eh keinen. aber du kansst ja tim und tom schreiben, die freuen sich bestimmt. ach ja, eurosport nimmt die beiträge nicht raus, es sind leute die es als mißbrauch melden, also denk lieber was du schreibst.
ach das mit cancellara war der frust, das er contador nicht in schach gehalten hat. ich dachte wenigstens auf den ist verlass. aber die tour ist für ihn einfach ne woche zu lang. und der spanier war schon gut. den hätt vielleicht lance in seiner besten zeit ne halbe minute aufgebrummt. das wunder contador halt. ich sag ja, der ventoux sollte das highlight werden und nun? jeder weiss was kommt. schleck- attacken und der spanier wird gegenhalten, wie bei der dauphine bei evans. dann eben nächstes jahr. eins noch, die sind die etappe heute mit nem 46 er schnitt gefahren. bei dem profil. sauber????
pisato_girl
.. naja, du bist sehr streng zum radlersexperte... nur 18 minuten... ich denk der tipp ging nur haarscharf daneben...
mister_c_from_germany
... naja, dieses post klingt schon wieder ganz verünftig... die sprüche gegen fabian haben mich hald angebisserlt... der ist nämlich wirklich ein geiler radler... aber seis drum... im grossen ganzen war die tour wirklich ober fad....
und dazu kommt noch, dass die deutschen nur hinterher hecheln. einerseits freuts einen, da sie wahrscheinlich alle sauber sind. andereseits, keine sau erinnert sich an den 137 der etappe nummer 17. da fragt man sich echt, obs nicht besser wär wir hätten auch wieder nen testo-bomber, der vorne mit alarm macht. war schon schön, als ulle und zabel vorne mit reingehalten hat. so geht ne etappe zuende und man nickt das nur ab. ach der schon wieder, usw. und die deutschen auf den zweistelligen...
rogerf68 lag an der etappe. langweilig bis zum geht nicht mehr. alle gelauert, evans auch nix gerissen nach gutem beginn. irgendwie eine entäuschende tour. seitem conatador die führung hat, weiss jeder wie es ausgeht. vor der tour hab ich mich z. b. noch auf die etappe morgen gefreut, aber so? da weiss doch jeder, wie das ausgeht. schade, das der spanier ohne echte konkurrenz das gelbe holt. die schlecks können es nicht, weil sie die pyrenäen verpennt haben und lance ist noch nicht der alte. vielleicht im nächsten jahr, wenn er ne starke mannschaft hat und contador wieder im team rumgezicke hat. und im sprint nervt mich echt, dass der beste und überlegenste sprinter wegen winkelzügen hinten liegt. aber so ist die tour. helden werden manchmal auch gemacht.
Jedem das seine, und nur um das klarzustellen: Ich freue mich über jeden Sieg von Cavendish, weil ich ihn mag, wie gesagt. Aber Statistiken lügen (meistens) nicht ;)
mister_c_from_germany
... zum glück wird dem wikinger-riesen deine einschätzung am allerwehrtesten vorbei gehen.. hehe
mister_c_from_germany
...ich kenne hier nur eine heulsuse hier... und die war heute nachmittag extremst kindisch unterwegs... ein gewisses mändlein c aus deutschelande...
ja wie sollte er auch, ist ja kein bahnfahrer mehr. und hushovd ist ne heulsuse, weil er sich über so eine kleine welle beschwert. wenn sich ludwig damals über sowas beschwert hätte, dann wär Abdushaparow nie gewertet worden. der ist mehr wellen gefahren, als die nordsee sie hat. aber sprint ist halt ein männersport, nix für pussys. da wird reingehalten und gut ist. und hinterher gibt man sich die hand. ja klar heisst das punktetrikot, sprintpunkte. wie der begriff schon sagt. aber jedem das seine. ich mags halt nicht, wenn einer 5 mal die reise kriegt und dann zu den offiziellen rennt. so einfach ist das. seitdem ist der norweger unten durch bei mir.
Hushovd muss sich ja auch immer wieder aufs neue doof vorkommen..;D
tgerschermann
... richtig, der wikinger ist klasse....
pisato_girl
... und er hat das fläschchen mit dopador vertauscht.... er wird den berg hochsprinten mit einem 60iger schnitt...
mister_c_from_germany,
... schade fährst du nicht selber mit und würdest somit dopador hinterher strammmmpel und ex gehen...
Hushovd hat über mehrere Jahre immer wieder starke Leistungen geliefert, und wenn er die meisten Punkte sammelt hat ers verdient gewonnen. Da brauch man gar nicht drüber zu diskutieren...
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