Eurosport - Fr 25.Jul. 05:15:00 2008
Einen Tag nach der bitteren Auftaktpleite von Roger Federer wurde auch Andy Roddick entnervt nach Hause geschickt. Der Kroate Marin Cilic bezwang den an Position sechs gesetzten US-Amerikaner mit 6:4, 4:6 und 6:4. "Nichts hat funktioniert", wetterte Roddick.
Wütend schmetterte Roddick seine Racquets zu Boden, er fluchte, er schimpfte, er verlor sich in minutenlangen hitzigen Diskussionen mit dem Schiedsrichter - es war wieder mal ein Tag, an dem für den US-Star nichts zusammenlaufen wollte.
Roddicks Talfahrt hält an
Seit ihn im Mai beim Masters in Rom eine Rückenverletzung außer Gefecht setzte, hat Roddick nur sieben Matches bestritten und ist von seiner Bestform weit entfernt. "Ich fühle mich überhaupt nicht wohl", erklärte Roddick später frustriert, und es war ihm anzusehen.
Der 19-jährige Kroate, der als eines der größten Talente gehandelt wird, erwischte den ehemaligen Weltranglistenersten prompt auf dem falschen Fuß. Nachdem Roddick gegen die harten Schläge Cilics überhaupt nichts ausrichten konnte, fing er sich zwar und holte den Satzausgleich, doch die Kontrolle übernahm der junge Herausforder.
"Ich treffe keinen Ball"
Ein Break bei nur einer einzigen Breakchance sollte Cilic schließlich ausreichen und das, obwohl Roddick im dritten Satz fünf seiner insgesamt 13 Asse bei guter Quote servierte. Doch die Ausbeute des aufschlaggewaltigen US-Amerikaners sollte einfach zu gering ausfallen und seine stärkste Waffe, die Vorhand, kam auch viel zu harmlos daher.
"Meine Vorhand macht im Moment gar nichts. Ich treffe keinen Ball und deshalb läuft es auch einfach nicht", beklagte sich Roddick, der sich zum Ende der Partie in weitere Schimpftiraden verstrickte.
Djokovic macht es besser
Keine zwei Stunden dauerte es, da war für den Champion von 2003 das Turnier beendet und eine weitere herbe Niederlage hinzugekommen. Auf Roddick, der die US Open als sein persönliches Saisonhighlight ausgegeben und dafür auf eine Teilnahme in Peking verzichtet hatte, kommt viel Arbeit zu, will er sich seinen Traum vom erneuten Sieg in New York noch einmal erfüllen. Realistisch ist dieser derzeit jedenfalls nicht.
Weit mehr Hoffnung dürfte sich dagegen der Weltranglistendritte Novak Djokovic machen, der seine Aufgabe gegen den Schweden Robin Söderling solide mit 6:4 und 6:4 erledigte und auf ein Halbfinal-Duell mit Rafael Nadal zusteuert.
Kommentare 1 - 2 of 2
Tut mir zwar Leid Andy, aber deswegen gleich so ausrasten bringt ja auch nichts. Lengt einen nur vom Wesentlichen ab. Also immer klaren Kopf bewahren, dann klappt es beim nächsten Mal besser. Hat sein Spiel zwar schon verbessert, muss sich aber auch an Sandplatzspezialisten anpassen können.
tja a rod ist nun mal nur mittelmaß. zu sampras, agassi, beckers, edberg, rafter und co top zeiten wäre er bestenfalls top 20. ein spieler mit so einem aufschlag, der so diletantische volleys spielt, stattdessen wie ein südamerikaner oder spanier die rückhand umläuft und wiegesagt nicht den weg zum netz findet!! nur das die spanier und südamerikaner das auch beherrschen!!!
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