Basel (dpa) - Der Pharmakonzern Roche hat nach eigenen Angaben kein besonderes Molekül in das Medikament Micera eingebaut, um Sportler des Dopings zu überführen.
«Wir haben aber Informationen zur Verfügung gestellt, damit der illegale Gebrauch nachgewiesen werden kann», sagte Konzernsprecherin Martina Rupp. So habe das Unternehmen der Anti-Doping-Agentur WADA Proben des Medikamentes gegeben. Roche arbeite seit 2004 mit der WADA zusammen. Zum gleichen Zeitpunkt sei auch mit der Entwicklung von Micera begonnen worden. Schon damals habe die WADA Bedenken geäußert, das Medikament könne als Dopingmittel missbraucht werden, sagte die Sprecherin.
Der australische WADA-Chef John Fahey hatte im australischen Rundfunk ABC gesagt, der Italiener Ricardo Ricco sei bei der Tour de France mit Hilfe des Herstellers des verbotenen Medikamentes als Doper entlarvt worden. Roche habe auf Wunsch der Doping-Fahnder ein besonderes Molekül in dem Mittel verwendet, das den Nachweis möglich mache. Der Fahrer habe wahrscheinlich angenommen, dass die Substanz nicht nachgewiesen werden könne.



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