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Brückner neuer Nationaltrainer Österreichs

Fr 25 Jul, 15:24 Uhr


(sid) Nach langer Suche ist der Österreichische Fußballbund (ÖFB) fündig geworden: Der Tscheche Karel Brückner ist neuer österreichischer Nationaltrainer. Der 68 Jahre alte Trainer übernahm die rot-weiß-rote Auswahl am Freitag als Nachfolger von Josef Hickersberger mit dem Ziel, die Alpenrepublik erstmals seit 1998 wieder zu einer Weltmeisterschaft zu bringen.

Brückners Vertrag ist bis zum Ende der WM-Qualifikation im Herbst 2009 datiert. Sollte er die Endrunde erreichen, verlängert sich der Kontrakt automatisch. Der Coach war nach dem Aus in der EM-Vorrunde 2008 als Trainer der tschechischen "Reprezentace" ebenso zurückgetreten wie Hickersberger nach dem vorzeitigen Scheitern mit Co-Gastgeber Österreich. Brückner war seit Dezember 2001 bei den Tschechen tätig. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem Halbfinal-Einzug bei der EM 2004. Zuvor hatte Brückner die U21 Tschechiens sowie Inter Preßburg und Sigma Olmütz betreut.

Mit Brückners Amtsübernahme ging das wochenlange Rätselraten um die Hickersberger-Nachfolge zu Ende. Der frühere Schalke-Coach Mirko Slomka hatte dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) ebenso abgesagt wie einige andere namhafte Kandidaten.

Auch Hickersbergers Assistent und Teammanager Andreas Herzog hatte sich Hoffnungen auf den Job gemacht. "Aber Brückner ist ein Top-Mann. Gegen so einen Trainer war ich chancenlos", sagte er. Herzog kann sich aber eine Zukunft unter Brückner vorstellen.

Brückner übernimmt "geordnetes, junges und talentiertes Team"

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer beglückwünschte den ÖFB zu einer "ausgezeichneten Wahl. Österreichs Fußball hat mit Brückner einen international erfahrenen und erfolgreichen Trainer gewonnen". Der "ausgewiesene Fachmann" Brückner übernehme von Hickersberger ein "geordnetes, junges und talentiertes Team", sagte der Politiker.

ÖFB-Präsident Friedrich Stickler erklärte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass die Entscheidung für Brückner "einhellig" war. Der Tscheche werde "in der Fußball-Familie die nötige Unterstützung haben". Der Verband erwarte von Brückner, dass er den "eingeleiteten Prozess fortsetzt".

Brückner ist der fünfte Ausländer auf dem Trainerstuhl des ÖFB. Zuvor waren der Ungar Bella Guttmann, der Slowake Leopold Stastny, der Slowene Branko Elsner und der Kroate Otto Baric für Österreich tätig.

 

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Na toll! Von allen Optionen die es da gab mit sicherheit mal wieder die uninteresanteste und merkwürdigste, typisch österreichischer Weg eben. Da wird zuerst mit dem 41 jährigen Mirko Slomka verhandelt, weil der 40 jährige Andi Herzog "zu jung" ist, dann wird erzählt, Herzog kann es nicht werden, weil es unbedingt ein Holländer werden soll. Dann kommt Volker finke ins gespräch, weil Herzog ja die internationale Erfahrung fehlt (wie viele internationale Spiele hat Finke eigentlich mit Freiburg gemacht?) die letztewn Tage wurde auch noch der unverwüstliche Hans Meyer ausgepackt und jetzt wird es der gute alte Karel, weil man ihm (Originalzitat) nachsagt, er könne gut mit jungen Spielern. Schön dass sich Österreichs Macher auf Hörensagen verlassen. Schade um andi Herzog, der den Job mindestens genau so gut gemacht hätte wie Jürgen Klinsmann. Jetzt sollte er aber gehen, denn das Spiel, dass man mit ihm gespielt hat war unwürdig. Quo Vadis Österreich? Ich weiß es nicht und das Schlimme ist, ich glaube die verantwortlichen wissen es auch nicht.

    Von kinetis, am Fr 25.Jul. 16:01
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