Eurosport - Do 25.Jun. 11:11:00 2009
FIA-Präsident Max Mosley erklärt bei der Weltratssitzung in Paris, dass die Abspaltung einer Konkurrenzserie durch die Rennställe der Teamvereinigung FOTA verhindert werden konnte. Der Brite kündigte zudem an, sich nach dem Ende seiner Amtszeit im Oktober nicht zur Wiederwahl zu stellen.
Sieg auf ganzer Linie für die Rebellen- Teams, völlige Kapitulation von Herrscher Mosley: Mit der überraschenden Aufgabe des FIA-Präsidenten ist die Zukunft der Formel 1 endgültig gerettet.
Die acht Rennställe der Teamvereinigung FOTA dürfen sich als Sieger fühlen, der größte Gewinner ist aber die "Königsklasse" des Motorsports selbst. "Nun haben wir Frieden", so Mosley. "Es wird nur eine WM geben." Ein FOTA- Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur dpa die Einigung.
Heidfeld relativ zurückhaltend
Wie zum Beweis veröffentlichte die FIA umgehend die Liste mit den 13 Teilnehmer: Und alle sind dabei, die zehn aktuellen Teams mit FOTA-Wortführer Ferrari und die drei neuen: Campos aus Spanien, Manor aus England und US F1 aus Amerika. "Das ist ein großartiger Erfolg für die Formel 1, die Zuschauer, die Medien, die Teams und alle Aktiven", stellte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zufrieden fest.
Rechteverwalter Bernie Ecclestone, dessen milliardenschweres Lebenswerk auch auf dem Spiel stand, war einfach nur "sehr glücklich". BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld erreichte die Nachricht derweil auf dem Golfplatz bei den BMW International Open in München. "Wenn es wirklich eine Einigung gegeben hat, dann ist das natürlich gut", gab sich Heidfeld noch relativ zurückhaltend.
Dabei bedeutet der Frieden von Paris das Ende einer monatelangen Schlacht um Macht, Regeln und Geld. Eine von den acht FOTA- Rennställen bereits angekündigte Serie ist vom Tisch. Nach dpa- Informationen ging Mosley auf alle Forderungen der FOTA ein. Damit ist das von Mosley geliebte freiwillige Budgetlimit (45 Millionen Euro) ad acta gelegt. Es wird nur ein Reglement für alle Teilnehmer geben.
"Der totale Triumph für Montezemolos Linie", titelte kurz nach Mosleys überraschender Kehrtwende die Internetseite der "Gazzetta dello Sport" mit Blick auf Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Der Italiener selbst wollte sich nicht feiern lassen; er lobte seinen Gegenspieler Mosley. "Ich denke, er hat sehr gute Arbeit geleistet, um das Problem zu lösen", sagte Montezemolo: "Polemik ist nicht gut für die Formel 1 und besonders nicht in der Öffentlichkeit, denn die Formel 1 ist ein fantastischer Sport, der nicht nur geschützt, sondern neu gestartet werden muss", meinte der Boss von Ferrari, von dessen Homepage die Umfrage zu einer eigenen FOTA-Rennserie nach der Einigung schnell wieder verschwand.
Mosley nicht mehr Alleinherrscher
Mosley wird sich nach Ablauf seiner Amtszeit im Oktober nicht mehr zur Wiederwahl stellen, obwohl er sich noch am Dienstag kämpferisch gegeben hatte. In einem Brief an die FIA-Mitglieder hatte der 69- Jährige geschrieben, dass nur diese die Führung der FIA wählen könnten.
Dass er nun nach zwei Jahren an der Spitze des damaligen Verbandes FISA (1991 bis 1993) und 16 Jahren als Chef der Fédération Internationale d'Automobile Adieu sagen wird, ist der Einigung mit den Teams in Sachen Finanzen geschuldet - der Wurzel des üblen und seit Monaten währenden Streits.
"Wir haben eine Übereinkunft zur Kostenreduktion gefunden", sagte Mosley, der sich auf der Pressekonferenz mit di Montezemolo und Ecclestone in gewohnter Manier britisch korrekt gab - vollkommene Zufriedenheit sah aber anders aus, immer wieder zog der geschlagene Mosley die Stirn in Falten. Von einer Niederlage wollte er aber nichts wissen: "Ich würde das nicht so sehen, denn wir haben die Regeln mit den Änderungen und auch die neuen Teams."
Die von ihm gewollte Budgetobergrenze hatte den heftigsten Konflikt in der Formel-1-Geschichte entfacht. Letztlich ging es aber nicht mehr nur um die Sache, sondern um eine weitere Zusammenarbeit mit Mosley. Der englische Jurist tritt insbesondere aus Sicht der FOTA, der Williams und Force India nach deren vorbehaltloser Nennung für die kommende Saison nicht mehr angehören, als Alleinherrscher auf.
Zur Kostenfrage erklärte er nun: "Ziel ist es, in zwei Jahren das Ausgabenniveau der frühen 90er Jahre zu erreichen." In ihrer Pressemitteilung hielt die FIA die Sätze noch einmal fest. Wie auch das: Die Rennställe werden die Neueinsteiger 2010 technisch unterstützen, die Hersteller-Teams bestätigten die Rolle der FIA als Aufsichtsinstanz. Zudem werden alle Teams eine weiterentwickelte Version an dem Concorde Agreements - regelt unter anderem die Verteilung der Gelder - von 1998 festhalten.
Die Teams machten sich von Beginn an für eine schrittweise Eindämmung der Ausgaben stark. Trotz des gemeinsamen Ziels konnten sich FIA und FOTA bei einer Vielzahl von Treffen, ob am Londoner Flughafen oder an den Rennstrecken dieser Welt, bis zur Last-Minute- Entscheidung nicht auf einen Weg verständigen. Die FOTA-Rennställe Ferrari, McLaren-Mercedes, Renault, Toyota, BMW-Sauber, BrawnGP sowie Red Bull und Toro Rosso kündigten am vergangenen Freitag eine eigene Serie an. Sogar ein Rennkalender war bereits aufgetaucht. Alles umsonst. Zum Glück für alle Beteiligten, die sich nun auf den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring am 12. Juli konzentrieren können.
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Kommentare 117 - 136 of 136
also weiter business as usual - mit betonung auf business... leider...
den teams ist entweder nicht klar, welche chance sie vertan haben oder es ist ihnen schlicht egal. max wird schon für einen adaequaten nachfolger, der in seinem sinn handelt, sorgen oder er dreht allen eine lange nase und macht doch weiter. und da bernie ja noch immer seine gierigen finger in allen suppen hat wird sich im grundsatz gar nichts ändern...die gelackmeierten sind die fans, die die horrenden ticketpreise nicht zahlen können und die streckenbetreiber, die schon mal die defizite der nächsten jahre einplanen dürfen. champagnerkorken knallen nur in bernies motorhome und bei premiere und rtj, deren experten uns weiter quälen dürfen. na bravo...
So, jetzt kann der Max die Peitsche schwingen ohne die Formel 1 total zu zerstören.
Schade eigentlich,
hatte mich schon gefreut wieder echte Autorennen zu sehen, wo der Fahrer entscheidet.
Naja, auch egal. Wer guckt sich schon so was an, seit vor Jahren mal 150.000 Zuschauer mit einem "Fahrer-Streik" verarscht wurden, weil die ach sooo begabten Herren meinten eine Kurve sei zu schnell.
Lächerlicher Murks, aber mit Sichheit kein Sport. Was sucht so was in EuroSPORT ??
Zu 139
Ja frag doch nicht so blöd wenn dus eh schon weißt!!!
Es war doch klar das dies alles dummes Machtgehabe war und eh alles beim alten bleibt. Und so wie des jetzt entschlossen wurde find ichs richtig gut. Das die Teams auf das Niveau von Anfang der 90er gehen was die kosten angeht. Und vor allem freu ich mich auf das große Starterfeld. Wieder 26 Fahrer wies schon bis Mitte der 90er war. Einfach geil. Das Herr Mosley nicht mehr Antritt is mir ziemlich egal. Der hatte schon genug schnapps Ideen gehabt. Bis auf die Idee der Budge Obergrenze. Jedenfalls wird er nich als Armer Mann enden.
Nur eins macht mit Sorgen. Falls Jean Todt sein Nachfolger werden sollte, wie nennt sich die Rennserie dann? Formel F(errari) ???????????
@ christian.immervoll
Ich weiss. Und genau die pulen sich gegenseitig Deine Verwandten aus dem Pelz ( du Floh )
@ starwuffi :
NEIIIIIIIIIIIN! Mensch bist du blöd!
Ich meine die, die immer UGAH! UGAH! machen.....!
WATTIS LOSS ???
DASS MOSLEY WEG IST--GUT !!!
ABER 45MIO-BEGRENZUNG ???
WAS SOLL DER SHIT ???
1. DAS WÄRE JA NUR 1 BEIN VON CHR.RONALDO........!
2. WER WILL DAS DENN KONTROLLIEREN...................?
3. KÖNIGSKLASSE ??? - WOHL KAUM...........................!
Zu 133.
Im Grundsatz stimme ich Dir zu .Die neue Serie haette kommen muessen ,es war eine grosse Chance . Schade verpasst.
Bloss Deine wortwahl ist ein bisschen gewoehnungsbeduerftig.
Verloren hat der Motorsport, die Fans und die Streckenbetreiber. Mosley hat aus seiner Sicht nun bestätigt bekommen, dass er nicht so falsch lag, weil er im groben die Veränderungen durchgesetzt hat. Die FOTA hat ihre Serie, die bereits relativ weit vorangetrieben war, nicht durchsetzen können. Die Fans verlieren, weil Ecclestone noch im Amt ist, die Eintrittspreise eher steigen als sinken werden. Die Streckenbetreiber verlieren, weil sie immer noch Unsummen an Ecclestone abdrücken müssen. Es wird weiterhin keine wirklich spannenden Duelle auf der Strecke geben, die Kostengrenze wird zwar langsamer aber sie wird eingeführt werden, etc. Was hat die FOTA nun gewonnen? Nur, dass der Name F1 bleibt. Der ganze Rest ist eine Niederlage, es ist eine Enttäuschung für mich - ich hatte mich darauf gefreut, unter ganz anderen Bedingungen wieder richtig spannenden Motorsport zu sehen, der neben den wichtigen taktischen Inhalten (wann Reifenwechsel, wieviele Stops, etc.) auch wieder Windschattenduelle und zahlreiche Überholmannöver bietet. Dies alles wird nun nicht kommen - wirklich schade. Hätte der FOTA mehr Durchsetzungskraft und Worttreue (Zitat Briatore: Eine Einigung kann nun nicht mehr kommen, die Zeit ist verstrichen...) zugetraut. Im Fernsehen nun weiterhin das blöde Geschwafel und die wirklich unterirdischen Fragen eines Selbstdarstellers Ebel, der mit seinen Interviews den Leuten, die befragt werden nur auf den Sack geht, etc. Naja, ein wenig Hoffnung gibt es ja noch, traue dem Peitschenmax zu, sich entgegen seiner Aussage doch nochmals zur Wahl zu stellen, dann wird eventuell doch noch in Richtung neuer Serie gearbeitet, obwohl die Zeit dann natürlich verdammt knapp wird. Schönen Tag noch.
Vorab an alle, die hier schwer auf Öko machen ... hat euch Siebtklässler wieder ein Grüner in der Schule besucht? Bevor ihr so einen absoluten Müll schreibt, denkt doch bitte erst mal zu Ende!
Dem Sven möchte man sagen, dass Regeln gut sind, werden Sie jedoch ins bodenlos Sinnlose gezogen, muss man was dagegen machen. Ausserdem ist es nicht das Werk der FIA, dass Motoren jetzt für 5 Mio. zu haben sind und nicht mehr für 225 Mio. wie es mal war. Der Großteil dieses Umbruches geht auf Eigeniniziativen der Teams zurück. Die FIA schmückt sich nur damit.
Und allgemein ... Mosley hat verloren! Das ist kein Sieg wie es einige hier sehen möchten. Das ist ein Dummschwätzer, der definitiv wieder kandidieren wollte! Er hat abgedankt!
Weiter kann es keine Billig-F1 geben, da die F1 DIE Serie schlechthin ist, in der sich Hersteller beweisen möchten, können sollen und werden. Die Alternative zur F1 (oder "Piratenserie") wäre keine F1 (oder "Piratenserie") gewesen. Sonst könnte man auch gleich einen Ford Fiesta Cup austragen!
"F1 ... zurück in die Zukunft" möchte man sagen! Ich freu' mich auf eine wiedererstarkte Rennserie!
Mosley is weg. Wird Zeit für ein Generationswechsel. Alte Säcke á la Mosley braucht die F1 nicht mehr.
mir reichts, da hat sich doch die FIA wirklich erpressen lassen, ich werde naechste Saison keine Rennen mehr sehen, diese Saison noch da ich hoffe das die arrogannten Itacker noch weiter so richtig einen von Brawn eingeschenkt kriegen
@Bernie
Ich gebe Dir recht ,aber auf der anderen Seite - wenn jemand eine so gute Idee oder die Einfaelle hat ein Buisness wie die Formel1 und sogar den Namen rechtlich schuetzen zu lassen,dann soll er auch den Lohn dafuer bekommen . Das Problem ist nur er sollte auf dem Boden der Realitaet bleiben und niemals vergessen wer letztendlich seine Rechnungen bezahlt - am Ende ist es der kleine Mann , der Zuschauer,der FAN
So ein alter Mann ist weg, der andere sollte auch an seine Rente denken, ich denke es wäre für Ihnund die F1 besser. Die FIA und FOTA sollten jetzt konstruktiev und vor allem miteinander arbeiten. So hat die F1 etwas davon und vor allem der Zuschauer. Jetzt bloss nicht von der einen oder anderen Seite Grössenwahnsinnig werden. Die Zukunft der F1 hängt immer noch am Seidenen Faden.
Edouard
rudi faehrt nur fahrad oder?
der briatore, angeblich guter freund von ecclestone, vertritt oder vetratt seine eigene interesse. der wollt ja die neue serie dann vermarkten und milliarden wie der ecclestone schäffeln. der ist der ganze quertreiber in der fota gewessen...
und somit hat mosley schon recht das er die f1 gerettet hat, mit seinem angekündigten verzicht auf wiederwahl. ein paar von der fota wollten ihr eigenes süppchen kochen. dem rest ging es um die macht.
es muss ja was tun, die grauzonen müssen grösser werden, und das petzen muss auf hören, wenn einer was sieht, was sie net haben rennen sie gleich vor gericht und wollen es unterbinden lassen....usw die strecken müssen aber auch so gebaut werden, dass das überholen wieder ermöglicht....usw
so ein MIST
es ist ununteresant was leute ueber formel 1 denken, wer rensport liebt wie ich (40 jahre) wird wissen das einige leute sehr viel geld verdient haben. jetzt ist es zeit abzudanken und leute mit hirn ranzulassen
ob mosley sich heute die peitsche gibt???sie sei im gegönnt verdient hat er sie...
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