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Traumstart für Berlinerin Kinzl bei Kieler Woche

Mi 25 Jun, 19:47 Uhr


Kiel (dpa) - Die Surferin Romy Kinzl ist mit einem Tagessieg und einem dritten Platz hervorragend in die Kieler Woche gestartet und hofft auf ein Last-Minute-Ticket für Peking.

Bei traumhaften Wetterbedingungen zum Auftakt der olympischen Klassen setzte die Berlinerin ein Ausrufezeichen mit dem zweiten Gesamtrang. «Ich werde bis zum letzten Nominierungstermin am 15. Juli abwarten, auch wenn es kein entspanntes Warten ist», sagte Kinzl, «ein gutes Ergebnis hier würde meine Form sicher untermauern». Die Olympia- Wackelkandidatin hat nur einmal statt zweimal die Olympia-Norm erfüllt und hofft auf eine Härtefall-Regelung.

«Wir haben den Platz beim Welt-Seglerverband ISAAF anmelden müssen, auch wenn wir noch gar nicht wissen, ob der Deutsche Olympische Sportbund positiv entscheidet», sagte Hans Sendes, der Sportdirektor des Deutschen Segler-Verbandes (DSV). «Das Feld in Kiel ist klein, aber fein», sagte Kinzl, die mit einem Kieler-Woche-Sieg sicher auf sich aufmerksam machen würde. Mit vier Punkten liegt sie nur einen Zähler hinter der führenden Polin Zofia Klepacka.

Für Laser Radial-Steuerfrau Petra Niemann, die ihren dritten Olympia-Start vor Augen hat, sind die Kieler Regatten ein «Kräftemessen und Generalprobe für Qingdao». Die Berlinerin liegt als Gesamtsiebte mit einem dritten und einem achten Wettfahrt-Platz gut im Rennen. «Unser Feld ist richtig stark, zudem hatten wir mit vielen Drehern zu kämpfen», erzählte Niemann.

Gerade noch vermeiden konnten die 49er-Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) eine Kollision mit einem Konkurrenzboot. «Es war ein spannender Tag mit einigen Fast-Zusammenstößen, aber irgendwie haben wir uns immer gerettet», sagte Hannes Peckolt, der mit seinem Zwillingsbruder nach drei Regatten Neunter ist.

Die Tornado-Asse Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch- Nienhof/Kiel) gehen nach dem Ausfall der Disziplin in Kiel getrennte Wege. Polgar versucht sich erstmals im Starboot und liegt nach zwei Rennen an sechster Position (12 Punkte). Es führt Olympia-Favorit Robert Scheidt aus Brasilien (2). «Das ist beeindruckend, dass meine Premiere so gut geklappt hat», sagte Polgar, der sich auch vorstellen kann, die Disziplin in Zukunft zu segeln. Die Tornados werden nach Peking aus dem olympischen Programm gestrichen. Spalteholz wagte einen Ausflug zum Surfen, wo er allerdings als 57. keine Chancen auf eine gute Platzierung hat.

 

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