Eurosport - So 25.Mai. 18:47:00 2008
Real Madrid lässt einfach nicht locker. Der Klub von Trainer Bernd Schuster will Manchester Uniteds Superstar Cristiano Ronaldo mit allen Mitteln nach Spanien locken - Geld spielt dabei sowieso keine Rolle. Das Paket, das die "Königlichen" geschnürt haben, sprengt alles bisherigen Dimensionen.
Eine schwindelerregde Ablösesumme plus ein Vertrag, der Ronaldo zum bestbezahlten Fußballer der Welt machen würde, sollen die schlagkräftigen Argumente sein, um den 23-jährigen Superstar vom frisch gebackenen Champions-League-Sieger und englischen Meister Manchester United loszueisen.
Die Eckdaten sehen nach einem Bericht der Madrider Sportzeitung "Marca" folgendermaßen aus: Die "Königlichen" bieten eine Ablösesumme von bis zu 90 Millionen Euro für den Spieler der Saison der Premier League, der bei ManU noch einen Vertrag bis 2012 hat. Ronaldo soll mit einem angeblich schon ausgearbeiteten Fünfjahreskontrakt ausgestattet werden, der ihm 9,5 Millionen Euro pro Spielzeit einbringt - netto, versteht sich. Zudem soll der Nationalspieler seine Vermarktungsrechte im Ausland zu 100 Prozent behalten dürfen - eine Goldgrube für den Medienstar, dessen Antlitz in Portugal, aber auch in der englischen Werbewirtschaft allgegenwärtig ist. Nur in Spanien selbst erhält Real eine 50-prozentige Beteiligung. Die Finanzierung des Mega-Deals sei offenbar auch schon in trockenen Tüchern - ein Bankkredit stehe bereit.
ManU: Ronaldo unverkäuflich
Der portugiesische Dribbel-Künstler selbst ließ sich alle Optionen offen. "In zwei oder drei Wochen werde ich eine Entscheidung treffen", sagte er in Viseu im Norden Portugals, wo er sich mit der Nationalelf seines Landes auf die EM vorbereitet.
ManU-Trainer Sir Alex Ferguson hatte das Buhlen der Madrilenen um seinen Schützling dieser Tage scharf kritisiert und Real vorgeworfen, weder Moral noch Prinzipien zu haben. Real-Präsident Ramon Calderon erklärte seinerseits: "Wenn ein Spieler gehen will, kann ihn nichts aufhalten. Die Sklaverei ist schon vor langer Zeit abgeschafft worden." Doch Uniteds Geschäftsführer David Gill erteilte den "Königlichen" postwendend eine Absage: Ronaldo, der nicht nur nach Meinung Schusters der derzeit "beste Spieler der Welt" sei, sei unverkäuflich.
Eine klare Absage - zumindest für den Moment.