Eurosport - Fr 25.Apr. 13:42:00 2008
Ronnie O'Sullivan hat mit 10:5 über Liu Chuang sicher die zweite Runde bei der Weltmeisterschaft erreicht, doch dabei zwei Chancen auf ein Maximumbreak vergeben. "The Rocket" trug's mit Fassung. Sicher erreichte auch Sterphen Maguire mit 10:3 über Anthony Hamilton das Achtelfinale.
Doch die verschossene 15. rote bei einem 147er-Versuch kostete einer Wandfliese das Leben: Maguire stürmte aus der Arena in die Umkleidekabine und ließ seinen Frust an einer Kachel aus, die dabei zwesprang.
Ronnie klärt die Fronten
Hatte Ronnie O'Sullivan am ersten Tag gegen den erst 17-jährigen Liu Chuang noch Probleme und führte nur knapp mit 5:4, so zog er zu Beginn der zweiten Session sofort auf 7:4 davon. Der junge Chinese hatte seine Lockerheit eingebüßt, während O'Sullivan wieder solide spielte und mit Breaks von 61, 41 und 48 Zählern konstant punktete. Zwar verkürzte Liu noch einmal mit einer 53, doch als O'Sullivan in einem umkämpften 13. Frame den alten Abstand wieder herstellte war die Vorentscheidung gefallen.
Von da an wollte O'Sullivan brillieren: Von der ersten roten an ging der zweifache Champion im 14. Frame auf das Maximumbreak, lochte dafür gar die siebte rote als Double. Doch es klappte nicht; bei 56 Punkten war Schluss. Schon im nächsten Frame versuchte er es erneut, kam aber nur bis 40. An seinem Sieg aber war nicht mehr zu rütteln. "Ich habe ja schon ein paar Maximums in dieser Saison geschafft und es wäre toll, noch eines bei der WM zu bekommen", so O'Sullivan. "Außerdem gibt es einen Haufen Geld und ein Maximum-Versuch bringt den Zuschauern und mir auch immer das besondere Kribbeln. Ich will ja auch unterhalten."
Schaulaufen für Maguire
Stephen Maguire hatte gegen Anthony Hamilton den Sieg nach einer 8:1-Führung nach dem ersten Tag praktisch schon in der Tasche. Dementsprechend fiel es ihm zu Beginn der zweiten Session schwer, die notwendige Konzentration aufzubringen. Hamilton konnte so unbeschwert doch noch einmal glänzen und gewann mit Breaks von 102 und 44 Punkten die ersten beiden Frames. Dann aber gab Maguire wieder Gas und war prompt auf Maximum-Kurs. Auf die 14. schwarze hatte er allerdings nicht richtig gestellt und brachte den Spielball daher nicht richtig hoch zur letzten roten, die vor braun lag. Den langen Ball setzte er dann knapp neben die grüne Tasche. Nachdem er sich aber auf Kosten der Wandfliese wieder beruhigt hatte, brachte ihm eine 63 in Frame 13 endgültig den Sieg.
In den ersten beiden Matches des Achtelfinales führen John Higgins nach der ersten Session gegen Ryan Day und Peter Ebdon gegen Mark King jeweils mit 5:3. Higgins demonstrierte zunächst perfektes Breakbuilding und zog mit Serien von 96, 53, 84 und 79 Punkten auf 4:0 davon. Nach der Pause kam dann aber Day trotz seiner Probleme beim Stellungsspiel besser ins Match und hielt so den Rückstand in Grenzen. Ebdon und King lieferten sich zunächst ein erbittertes Ringen und bis zum 3:3 ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst am Ende der Session konnte Ebdon sich etwas lösen und so doch noch mit einem kleinen Vorsprung in den nächsten Tag gehen.