Die Anfänge der WSOP

Eurosport - Fr 25.Apr. 10:12:00 2008

Ab Ende Mai wird es in Las Vegas wieder ernst. Die WSOP 2008 mit ihren 55 Turnieren setzt wieder den Maßstab für Turnierpoker und gilt zu Recht als die Weltmeisterschaft im Poker. Auch in diesem Jahr werden wieder Tausende Pokerspieler an den Turnieren teilnehmen. Ein Rückblick in die Geschichte:

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Kaum zu glauben, dass dieser Mega-Event 1970 als kleines Cashgame mit gerade einmal sieben Spielern seinen Anfang fand. Damals hatte Benny Binion, der das Binons Horseshoe in Las Vegas besaß, eine alte Idee aufgegriffen und die erste World Series of Poker ausgerufen.

Die WSOP ist untrennbar mit dem Namen Binions verbunden. Das Horseshoe-Casino war bis 2004 Austragungsort der Turnierserie und beheimatet immer noch die Poker Hall of Fame. Benny Binion und später auch seine Söhne Jack und Ted haben Poker und vor allem Pokerturniere zu dem gemacht was sie heute sind.

Die erste Gruppe der sieben WSOP Teilnehmer entschied damals noch demokratisch wer am Ende als WSOP Champion gelten sollte. Alleine die Namen dieser Gruppe lesen sich heute noch wie ein Who-is-Who der Pokerwelt: Johnny Moss, Thomas Amarillo Slim Preston, Brian Sailor Roberts, Doyle Texas Dolly Brunson, Walter Puggy Pearson, Crandall Addington und Carl Cannon.

Johnny Moss zum ersten WSOP-Gewinner gewählt.

Die Ermittlung des Siegers durch eine Wahl wurde bereits zur zweiten WSOP 1971 abgeschafft. In diesem Jahr fand auch die Struktur der WSOP mit mehreren Turnieren, in denen unterschiedliche Pokervarianten gespielt wurden, und einem Main Event, das seither als No Limit Hold'em gespielt wird, seine Wurzeln. Es gab vier Turniere und ein abschließendes Main Event. Gespielt wurde damals Limit Seven-Card-Stud, Limit Razz, Limit Five-Card-Stud und Limit Ace to Five Draw.

Das Startgeld von 5000 Dollar für das Main Event galt als gigantisch. Es nahmen in diesem Jahr sechs Spieler teil. Sieger war wieder Johnny Moss.

1972 hatte das Main-Event acht Teilnehmer. Das Buy-in von 10.000 Dollar wurde zur Hälfte von Binion bezahlt. In diesem Jahr konnte Pokerlegende Amarillo Slim gewinnen.

Im Laufe der ersten Jahre kamen immer mehr Turniere hinzu. Es wurde immer häufiger NoLimit Hold'em gespielt. Five-Card-Stud verschwand bald aus der Turnierstruktur.

TV überträgt seit 1973

Schon 1973 gab es eine Fernsehsendung zum Main Event. Von Tischkameras, Spielerinterviews, eingeblendeten Karten oder Wahrscheinlichkeiten war man damals noch weit entfernt. Trotzdem war der Weg für Poker als Publikumssportart vorprogrammiert.

Trotzdem brauchte es bis 1982 um mehr als 100 Teilnehmer im Main-Event zu zählen. In diesen frühen Jahren dominierte die alte Garde der Pokerspieler wie Brunson, Moss oder Amarillo Slim das Turnier.

Viele der frühen Stars der WSOP treten heute noch an und zeigen eindrucksvoll wie sehr dieses Spiel von Erfahrung und Fähigkeiten abhängt.

Die Faszination WSOP hat bis heute tausende von Spielern in ihren Bann gezogen. Kaum ein Pokerspieler träumt nicht davon eines der begehrten Bracelets zu gewinnen.

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