Vuelta Castilla-Leon - Armstrong nach Sturz unter Druck

Eurosport - Mi 25.Mrz. 15:15:00 2009

Lance Armstrong ist bislang in seiner Karriere von schweren Stürzen verschont geblieben. Ausgerechnet vor seiner Giro-Premiere hat es den "Tourminator" schwer erwischt. Ein Schlüsselbeinbruch stellt den Comeback-Kalender komplett auf den Kopf. Auch sein Traum vom achten Tour-Sieg scheint geplatzt.

CYCLING 2009 Lance Armstrong sale del hospital de Valladolid Foto: EFE - 0

Die Premiere beim Giro d'Italia scheint fraglich, der achte Sieg bei der Tour de France ein Ding der Unmöglichkeit: Armstrong muss seine Comeback-Ambitionen über den Haufen werfen. Der siebenfache Toursieger, dessen Rückkehr die Radsport-Welt in Atem hält, wird nach seinem Schlüsselbeinbruch eine wochenlange Zwangspause einlegen und sich in seiner Heimat operieren lassen.

"Das tut jetzt höllisch weh. Die Operation erfolgt in einigen Tagen", erklärte Armstrong. Vor dem Rückflug in die USA konnte der US-Profi, der für den Giro ein "sehr großes Problem" sieht, via Twitter zumindest schon wieder etwas scherzen: "Ich lebe noch!"

22 Stunden nach der Schrecksekunde kehrte ins kasachische Astana-Team die Zuversicht zurück. "Prinzipiell ist es kein Problem, beim Giro dabei zu sein, aber es ist eine andere Sache, ein angemessenes Leistungsniveau zu haben", meinte Teamchef Johan Bruyneel. Es sei aber klar, dass Armstrong kein Sieganwärter bei der beginnenden Italien-Rundfahrt sein könne. Armstrongs langjähriger Mentor wollte nicht von einer "Katastrophe" sprechen.

Zumal der Belgier unverändert davon ausgeht, dass der Texaner das "Projekt achter Tour-Titel" in Angriff nehmen wird. "Für die Tour wird die Verletzung keine Auswirkungen haben", sagte Bruyneel. Doch klar ist: Durch die Zwangspause wird es für Armstrong bedeutend schwerer, seine hochgesteckten Saisonziele zu erreichen - mit seinem erneuten Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt ist kaum zu rechnen.

"Lance hat seinen Glücksstern verloren"

Nach Erhalt der Diagnose im Krankenhaus von Valladolid hatte sich Armstrong "völlig miserabel" gefühlt und gesagt, in einer Woche Klarheit über den Giro-Start haben zu wollen. Noch aber konnte sich der Texaner nicht festlegen, wann er wieder ins Peloton zurückkehrt: "Dafür ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Ich muss mich erst einige Tage erholen, das Problem fixieren und dann Pläne machen."

Und so kam es zu Armstrongs "persönlichem Drama" (Milram-Teamchef Gerry van Gerwen"): Auf der ersten Etappe der Castilla-León-Rundfahrt fuhr der Amerikaner an der Spitze des Hauptfeldes, als sich einige Fahrer für den Endspurt in Position bringen wollten. Dabei stürzten unmittelbar vor Armstrong zwei Fahrer, der Rückkehrer konnte nicht mehr ausweichen. "Ich gebe niemandem die Schuld, das passiert ständig", meinte er. Mehr als 15 weitere Fahrer gingen zu Boden. Alle konnten weiterfahren - nur Armstrong nicht. "Lance hat seinen Glücksstern verloren", titelte das spanische Sportblatt "Marca".

Hatte Armstrong, der in seiner langen Karriere viel gefährlichere Momente erlebt, sich aber niemals ernsthaft verletzt hatte, einfach nur Pech gehabt? Miguel Induráin bezweifelt dies. Der fünfmalige Tour-Champion aus Spanien vermutet, dass Armstrong die Kraft fehlt, an vorderster Spitze mitzufahren: "Auf den letzten Kilometern einer Etappe braucht man die Reflexe einer Raubkatze. Wenn die Kräfte schwinden, lassen auch die Reflexe nach, und die Fahrer gehen höhere Risiken ein. Genau das ist bei Lance derzeit der Fall."

"Verletzung wirft ihn weiter zurück"

Vielleicht erkennt auch Armstrong, dem so etwas "in meiner ganzen Karriere noch nicht geschehen" ist, dass sein unter großem Getöse angekündigtes Comeback viel schwieriger ist als gedacht. In seinen bisherigen Rennen fuhr der vom Erfolg besessene Astana-Profi in dieser Saison zumeist hinterher, bei Mailand-San Remo landete er abgeschlagen auf dem 125. Platz. Auch die permanenten Doping-Kontrollen dürften die Laune des Ex-Weltmeisters nicht verbessern. Dass er seine Giro-Teilnahme fast schon abhakt, obwohl ein Schlüsselbeinbruch eigentlich nach etwa vier bis sechs Wochen auskuriert sein sollte, passt in dieses Bild. "Er war noch nicht da, wo er sein wollte. Die Verletzung wirft ihn weiter zurück", sagte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Der Ausfall Armstrongs lässt eine weitere spannende Frage offen: Wie gliedert sich der Tour-Rekordsieger als "Nummer zwei" in das von Alberto Contador (Spanien) geführte Astana-Team ein? In Spanien sollten beide Cracks erstmals nach Armstrongs Comeback in einem Team fahren und darauf eine Antwort geben. Contador bedauerte die Zwangspause seines teaminternen Rivalen: "Es ist schade, dass Lance ausgefallen ist. Nun kann ich ihm nur wünschen, dass er sich möglichst rasch erholt, damit er beim Giro an den Start gehen kann."

dpa / Eurosport

Kommentare 2 - 21 of 21

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  1. an Raphael
    Du bist von Haussler so begeistert. Schön­ und gut,aber Dir als "Fachmann",auch den­ beiden "Fachkomentatoren" , ist es aber nicht­ aufgefallen,dass Haussler das Rennen verschenkt hat.Er­ begann seinen Sprint rechts (in Fahrtrichtung), fuhr­ dann nach links und als dann Cavendich am Hinterrad­ war,machte er ihm auf ,indem er wieder nach rechts­ schwenkte und
    Cavendisch fuhr somit leicht am geraden­ Weg weiter und gewann.Haussler ist noch jung,er wird es­ schon noch lernen.

    Von Edwin, am Do 26.Mrz. 8:53
  2. bognerthomas, Du bist scheinbar tatsächlich der letzte­ Mohikaner, der glaubt, Lance oder IRGENDEIN Fahrer­ kämen ungedopt daher. Das ist doch inzwischen alles­ mehr oder weniger für den wohlwollensten­ Radsportfanatiker ersichtlich, dass da ohne Doping­ bereits ab dem Amateurbereich nichts geht. Also sieh es­ doch bitte ein und schraub doch mal Deine­ Teilnahmefrequenz in diesen Radsportforen etwas­ runter.
    Das schmälert ja in keiner Weise die­ Leistungen, die er gebracht hat. Die muss man einfach­ anerkennen. Mögen muss man Lance trotzdem nicht. Da ist­ mir Ulle definitiv der sympathischere Sportsmann,­ obwohl er (ich wiederhole: wie alle) natürlich auch­ gedopt hat.

    Von Peter S, am Mi 25.Mrz. 16:53
  3. Raffael S
    keine Angst Ullrich wird nicht als Retter des­ Radsports gesehn,nur als ober Doper,der eine­ Dopingliste hatte
    wo jeder Phamazeut neidisch wird

    Von bognerthomas, am Mi 25.Mrz. 15:51
  4. @Raffael S
    wird doch eh abundzu über deutsche Fahrer­ berichtet,wenn sie mal wieder beim doping erwischt­ wurden
    da es eh fast alle deutschen Fahrer in den­ letzten Jahren getroffen hat,wurde eh sehr viel­ berichtet

    Von bognerthomas, am Mi 25.Mrz. 15:49
  5. @Raffael S
    genau Ulle der Doper schlecht hin,was der­ alles genommen hat da wird Frankenstein neidisch

    Von bognerthomas, am Mi 25.Mrz. 15:46
  6. @Raffael S
    echt traurig das es so Spinner wie dich­ gibt,hast keinen Job und deshalb nichts zu tun als hier­ Müll zu verzapfen

    Von bognerthomas, am Mi 25.Mrz. 15:45
  7. Die ganze Seite mit Armstrong und Astana­ zugekleistert.
    Fand ich im Nachhinein auch beschäment­ das Armstrong mehr Beachtung fand als dieser sagenhafte­ Zielsprint Mailland -San Remo.
    3 Wochen werden ihm­ fehlen.Die 3 Wochen fehlen auch bei der Tour.Armstrong­ ist nur noch Mittelelmaß.Gezeigt hat er bis jetzt noch­ nicht´s.Nicht annähernd.In den Jahren seiner Erfolge­ war er schon viel Weiter vom Körperlichen und hatte­ Ausrufezeiten gesetzt.Seht her mit mir kannst du­ rechnen bei der Tour.Seine Werbetour kann er sich­ schenken.Und willkommen ist er bei den Franzosen­ sowieso nicht.

    Von Rum E, am Mi 25.Mrz. 13:28
  8. @ L-Bika,

    also es gab noch viel bessere Fahre als den­ Armstrong!
    Der hat nur so viel gedopt um zu gewinnen!­
    Wer noch immer mit solchen dummen Sprüchen kommt der­ hat es nicht kapiert!
    Man sieht ja wie gut er war!­ Fährt nur noch hinter her! Hat er keinen guten Doping­ Mittel mehr bekommen?
    Da schau ich mir lieber den­ Fabian Wegmann oder einen der Anderen guten Fahrer bei­ nem Rennen an!
    Schon traurig Armstrong kommt bei­ Mailand- SanRemo als 125. an und darüber wird mehr­ berichtet als über den Spannen Schlussspurt mit­ Haussler und Cavendish!
    Schon traurig und dann so ein­ dummes Kommentar von wegen ob Greipel schon mal ein­ Profirennen gefahren ist! Der hat sogar ne Giro Etappe­ gewonnen und letztes Jahr die Tour Down Under gewonnen.­ Wo Herr Armsotron dieses Jahr nur hinter her gefahren­ ist!
    Was für Ignoranten sich hier rum treiben.
    Der­ Beste Fahrer in den Zeiten Lance Armstron war und ist­ immer noch ULLE !

    Von Raffael S, am Mi 25.Mrz. 12:42
  9. @ L-bika,..l. armstrong war der beste­ udn man wird­ sehen ob er es wieder sein kann....laesst du dir mit­ der aussage ein tuerchen offen,falls er doch versagt?­ wieso jubelst du den typen dann so hoch,wenn du ihm­ doch nichts zutraust!? oder wie soll ich deinen satz­ verstehen?

    Von nowosurf, am Mi 25.Mrz. 12:38
  10. wer ist denn greipel? war der überhaupt schon bei­ profirennen dabei? es gibt fakten und leute, die diese­ nicht akzeptieren wollen. l. armstrong war der beste­ udn man wird sehen ob er es wieder sein kann.

    Von L-Bika, am Mi 25.Mrz. 12:24
  11. Ich finde es Schade das nur noch über Herrn Armstrong­ berichtet wird!
    Also sich Andre Greipel die Schulter­ Anfang des Jahres gebrochen hat, da wurde gerade mal­ ein Artikel geschrieben und das war es dann!
    Über­ Armstrong wird sogar geschrieben wenn er eben mal­ Furzt!
    Gibt es den nur den Armstrong?????
    Wäre schön­ mal wieder etwas über die Deutschen oder überhaupt­ etwas über andere Fahrer zu lesen!
    Schon komisch das­ der ober Doper als Rettung für den Radsport gehalten­ wird!
    Armselige Eurosport Berichterstattung!!!!!

    Von Raffael S, am Mi 25.Mrz. 10:49
  12. hat er es doch geschafft sich vor der tour zu druecken!­ wurde langsam eng! sturz ist zwar bloed,aber es heiligt­ die mittel!ein armstrong laesst es nicht auf sich­ sitzen,wenn ein anderer besser ist als er,und dann noch­ aus dem eigenen team! ich hab es euch gesagt,als er­ sein comeback angekuendigt hat,"DER TYP FAEHRT­ NICHT ZUR TOUR"! ha, recht gehabt!

    Von nowosurf, am Mi 25.Mrz. 9:44
  13. Ich habe aber aber auch den Eindruck, daß er sich­ übernommen hatte. Er hätte nicht in seinem Alter und­ nach über 3 Jahren Pause sofort jetzt auch hinter dem­ schon zu langen und schweren Rennen Mailand-San Remo­ direkt diese nächste harte Castila Leon Tour in Angriff­ nehmen sollen. Es fehlt dann wirklich am Schluß die­ Kraft und die Konzentration und es tut mir sehr leid­ für ihn. Er wird aber hoffentlich wieder gesund und­ wieder kommen. Dann womöglich wirklich zum 1. mal nur­ noch auf die Tour trainieren und nur noch sie fahren.­ Klüger wäre es fast.

    Von Livestrong, am Mi 25.Mrz. 2:15
  14. zu Volker Armin: Wenn man keine Ahung hat, einfach mal­ die Schnauze halten. Lance ist nie ausschließlich nur­ zur Tour angetreten und sowas sagen nur Dummköpfe, die­ Null Ahnung von der Materie haben. Lies mal seine­ Palmares. Zum Teil in dem Buch Lance Armstrong: Images­ of a Champion hinten abgedruckt.

    Von Livestrong, am Mi 25.Mrz. 2:11
  15. der Lance hat sich verletzt - na und? Kharma vieleicht?­ So oder so - jetzt hat er ja schön Zeit sich nochmal­ ordentlich durchzudopen. So wie in der Vergangenheit.­
    Es liegt allein an formellen Gründen, daß dieser Kerl­ überhaupt noch fahren darf - und nicht all seine­ erschwindelten Siege aberkannt worden sind.
    Ging doch­ schon damit los, daß er immer nur ausschließlich bei­ der Tour angetreten ist - so umgeht man­ Wettkampfkontrollen und kann sich ruhiger aufpumpen.

    Von Volker Armin H, am Di 24.Mrz. 21:00
  16. OHHHH man .. ich hätte ihn so gerne bei der Tour­ gesehen... immerhin noch einer der ``alten``... die­ Tour in den letzten Jahren wurde doch immer­ langweiliger ....endlich wäre mal jemand gekommen, der­ den Laden wieder aufgeräumt hätte. Am liebsten wäre mir­ da Ullrich, aber naja. das bleibt wohl ein Traum. Na­ dann wollen wir Lance mal gute besserung wünschen­ !!!!!!!! Das wird schon :-)

    Von verzaubern, am Di 24.Mrz. 20:30
  17. sebastian.steinberg
    wenn man keine ahnung hat einfach­ mal die schnauze halten
    armstrong hat vor seiner hoden­ operation samen einfrieren lassen und die wurden ddann­ in die freundin inplatiert
    und das sich jemand mit­ absicht das schlüsselbein bricht um dopen zu können das­ ist ja wohl der allergrößte schwachsinn

    Von eurosportfan, am Di 24.Mrz. 20:00
  18. geschmackloser Kommentar von S. Steinberg!!

    Von ranimraz, am Di 24.Mrz. 19:07
  19. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    ich weiß nicht, das passt alles nicht zusammen und wenn­ ich gemein bin sage ich: die verletzung ist nur fake um­ sich durch zu dopen und den lästigen kontrollen aus dem­ weg zu gehen. und wenn ich noch gemeiner bin sage ich­ das er niemals wirklich krebs hatte soll er doch mal­ die hosen runterlassen und zeigen das er nur ein ei­ hat, den eigentlich kann man selbst mit einem ei­ niemals vater (anm. armstrong wird vater im juli, zum­ 4. mal!!!) werden. kann euch jeder arzt bestätigen. und­ warum denke ich das. vor kurzem wurde ein­ amateur-fahrer positiv getestet. ein funktionär soll zu­ ihm gesagt haben er solle sich ein attest auf­ hodenkrebs geben lassen?! na klingelt da was bei euch.­ wenn armstrong damals nicht so gierig gewesen wäre,­ würde heute niemand auch nur wagen das wort doping in­ verbindung mit armstrng in den mund zu legen.

    Von sebastian.steinberg, am Di 24.Mrz. 18:18
  20. Natacha, da erliegst Du einem Irrglauben. Nachgewiesen­ wurde Lance Armstrong das Doping bereits, nur aufgrund­ eines Formfehlers konnte draus keine Verurteilung­ folgen. Insofern halt Dich mal zurück mit den­ Behauptungen, es würde sich ausschließlich um Neid und­ Missgunst handeln, wenn der große Lance kritisiert­ wird.
    Ich denke, dass Lance sich überschätzt hat. Er­ wollte beweisen, dass er ein Großer ist, und zwar unter­ sauberen Voraussetzungen. Das war ein Eigentor, denn­ sauber (und alt) war und wird er nicht in der Lage­ sein, vorne mitzuhalten.

    Von Nils T, am Di 24.Mrz. 17:36
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