Eurosport - Mi 25.Mrz. 19:26:00 2009
Lance Armstrong lässt sich nicht kleinkriegen. Auch nicht von einem Schlüsselbeinbruch, der sich als komplizierter herausstellte als zunächst erwartet. Denn trotz des "schlimmsten Rückschlages" seiner Karriere will der Altmeister nicht auf den Start bei der 100. Auflage des Giro d'Italia verzichten.
"Ich denke, der Giro ist absolut machbar", sagte Armstrong, dessen Optimismus in Italien Jubel auslöste. "Der ehemalige König der Tour kann es gar nicht erwarten, den Giro zu fahren", freute sich die Zeitung "La Gazzetta dello Sport".
Allerdings ist die Ausgangslage nicht gerade besser geworden. Die Diagnose ergab, dass der Knochen in "verschiedene Teile" aufgesplittert sei und eine stabilisierende Platte eingesetzt werden müsse, so Armstrong. Die Genesungszeit könnte daher länger als die zunächst veranschlagten vier Wochen dauern. "Ich denke, sie versuchen, dass Puzzle wieder zusammenzusetzen", sagte Armstrong. "Solch ein Rückschlag ist eine neue Erfahrung für mich."
Operation beendet
Inzwischen ist die Operation beendet. "Lance hat gerade eine Kernspintomographie beendet", teilte sein Manager über den Internet-Kurznachrichten-Dienst "Twitter" mit. Rund eine Stunde nach dem chirurgischen Eingriff meldete sich auch der siebenfache Tour-de-France-Sieger zu Wort und stellte ein Foto von sich ins Internet, das ihn im Krankenbett zeigte. "Ich komme gerade an. Bis nachher. Livestrong", schrieb Armstrong. Nun muss er eine 72-stündige Ruhepause einlegen. Erst danach wird sich entscheiden, wie schnell der siebenfache Tour-de-France-Sieger den Weg zurück aufs Rad gehen kann. Es gebe Profis, die zwei Wochen später wieder fahren und andere, die erst nach acht Wochen wieder in den Sattel zurückkehren, sagte der 37-Jährige. Allerdings wäre der Start beim Giro im Falle einer zweimonatigen Pause definitiv nicht machbar.
Doch noch gibt sich der Ex-Weltmeister kämpferisch - und bekommt Unterstützung von seinem einstigen Tour-Rivalen Ivan Basso. "Ich denke und hoffe, dass er sich schnell erholt und am 9. Mai beim Start in Venedig dabei ist. Ohne Lance wäre der Giro nicht der selbe", sagte der Giro-Sieger von 2006. Auch vor dem Hintergrund, dass Armstrong den Wetbewerb nicht nur sportlich, sondern auch vor allem im Hinblick auf die Öffentlichkeits-Wirksamkeit deutlich aufwerten würde. "Selbst wenn ich in den Giro unvorbereitet gehen und ihn als Vorbereitung für andere Rennen nutzen würde, würde ich das tun", sagte Armstrong.
Ist Armstrong noch der Alte?
Allerdings werden zunehmend Zweifel an Armstrongs Leistungsvermögen geäußert. Mehrere Teilnehmer der Kastilien-León-Rundfahrt hatten den Eindruck, dass Armstrong nicht mehr der Alte sei. Der Amerikaner habe nervös, angespannt und übervorsichtig gewirkt, berichteten die Profis. Der Tour-Rekordsieger habe bei Bergabfahrten das Risiko gescheut und dazu geneigt, in der sogenannten Sicherheitszone des Feldes zu fahren.
"Lance war sonst auf den Abfahrten immer sehr wendig und schnell gewesen", berichtete ein Astana-Teamkollege der Zeitung "El Periodico". "Aber jetzt fiel mir auf, dass er sich nicht mehr so eng an das Hinterrad des Vordermanns heftete, sondern einen Sicherheitsabstand wahrte. Wir mussten ihn auch ermahnen, im Innern des Feldes zu fahren und nicht am Rand." Nach Angaben der Zeitung war der Amerikaner gestürzt, weil er zu stark gebremst hatte. "Die Angst vor einem Sturz brachte Armstrong zu Fall", schrieb das Blatt.
Kommentare 1 - 15 of 15
TÖTET ALF
Herha ich glaube nicht nur der schlimmste Rückschlag sondern auch der schoenste Siege.
Und danach die Freude doch noch Vater zu werden, wenn auch nicht auf natürlichem Weg.
OH Lance, we suffer all with you when we see the pic of you in hospital before the OP. My poor Bunny. Hope that you will recover soon and jump around healthy again very soon :) just before Easter :) Hold your ears stiff...Dont loose your courage. It will hopefully all heal very well. Best wishes from old Europe.
und zu Flying: Man kann eben auch bei Astana nicht alle in einen Topf werfen. Vinokourov ist glaube ich noch gesperrt wg. Doping, aber das hat eben nicht automatisch zu bedeuten, daß die anderen Fahrer bei Astana auch dopen würden.
zu Flying: aber wir sehen ja auch den Umschwung jetzt mit Obama. Das sind eben auch die USA. Es ist eben nicht nur die negative Seite des Kapitalismus, sondern es gibt auch diese tolle Stehaufmännchenqualität der Amis, in der sie uns ein Vorbild sein können.Wie bei Apollo 13: "Houston, wir haben ein Problem" aber sie lösen es eben auch immer, anders als wir und fallen nicht in Depressionen. Obama wird auch vieles verbessern und lösen, ist ja auf dem Weg. Es hat doch was Gutes, wenn die Banken und Gelhaie zusammen brechen. Es kann dann wirklich was Neues, Besseres kommen, was, was mehr in Richtung Gerechtigkeit für alle Bürger geht und das will Obama ja auch und Merkel auch...hier sind ja auch solche fast sozialistischen Bestrebungen bei uns jetzt von wg. Verstaatlichung von Banken, was man sich früher nie hätte vorstellen können und es kann nur wieder besser werden nach der Krise wie nach jeder Krise.
Ich befürchte, daß der Bruch von Lance schwere ist und er nicht mehr zurück kommt in den Sport. Mehrfach soll der Knochen gebrochen sein. Das klingt sehr problematisch und seine Gesundheit sollte ihm auch wichtiger sein als noch was beweisen zu wollen. Mir braucht er Nix mehr beweisen, obwohl ichmich ja sehr über seine Comeback gefreut hatte, aber der Preis wird zu hoch für ihn, wenn es jetzt echt so an die Gesundheit geht nach dem Sturz und auch was die Nerverei der Dopingjäger angeht. Ich an seiner Stelle hätte dann keine Lust mehr und geldlich muß er es ja nicht machen.
Solange eine Truppe wie ASTANA mitfahren darf, weiß jedermann was mit diesem Sport los ist.
Die amerikanische Denke: "Jeder Deal ist erlaubt, solange er erfolgreich ist", macht nicht nur den Sport, sondern auch die ganze Gesellschaft kaputt! Die derzeitige Banken- und Wirtschaftskrise ist das sichtbare Zeichen!!! Ächtet die Diebe in den Nadelstreifen-Anzügen, stellt Gauner wie Berlusconi, Flower und Mehdorn an den Pranger. Öffentlich wie im Mittelalter, damit selbst Kinder sehen können dass es NICHT nachahmenswert ist.
aber die, die nur von Doping reden, machen auch den Sport kaputt. Ihr kennt kein anderes Thema als Doping. Mich wundert, daß dabei dann nicht alle Radler längst die Freude an ihrem Sport ganz verloren haben, wenn sie immer nur von Anfang an Betrug unterstellt bekommen.
mit doping ist alles möglich, selbst der giro nach dem sturz vom armstrong!!!! wie kann man noch glauben das es bei diesem sport sauber zu geht, wenn selbst die verantwortlichen nach den positiven proben, wenn auch aus einer zeit die nicht mehr rückwirkend belangt werden kann,einen wie armstrong beim giro oder bei der tour starten lassen wollen?
Glaub ich auch. Lance hat gedopt und man hat es ihm nachgewiesen. Wegen seinem Krebs konnte er Medikamente nehmen die eigentlich Doping sind!
Finde es einfach schade dass er noch einmal zurück kommt. Ich hatte mit ihm abgeschlossen
Ein Heuler ist er ganz gewiss nicht und was da steht, ist doch normal nach so einer langen Pause und in dem höheren Alter, daß er also auf Abfahren und überhaupt vorsichtiger geworden ist. Erik Zable, der nie 3 Jahre Pause machte, hielt am Schluß auch nicht mehr so voll rein in den Endkampf in den Sprints wie als ganz junger Mann. Und falls er selbst eben nichtmehr gewinnen sollte der Lance, kann er immer noch mit seiner großen Erfahrung Contador und Andere gut unterstützen und beraten. Für mich muß er nicht mehr zwangsläufig siegen, um ihn weiterhin zu mögen und zu verehren. Er war der Beste der Welt und wird es für hunderte Jahre auch bleiben und soll mal besser jetzt nur noch vorsichtiger sein, weil seine Familie ihn auch lebend braucht und nicht im Rollstuhl wie ZB Christopher Reeves früher nach einem bösen Sturz. Er ist ein toller und mutiger Mensch und Sportler und belibt doch ein Vorbild für alle im Leben und im Sport, egal ob er noch mal siegt oder nur mitfährt oder ob er einen anderen Job mal wählt wie etwa Präsident der USA :) Er wird immer eine große und beeindruckende Persönlichkeit sein.
Hab manchmal das Gefühl, dass der Genius des Sports angesichts von Typen wie Epo-Lance dabei ist, langsam die Fackel zu senken.
war der krebs nicht der schlimmste rückschlag in seiner karriere ?
jetzt muss der Arme wieder soviel Medikamente wegen seiner Verletzung schlucken welche eigentlich Doping sind aber dann bei ihm erlaubt sein werden...schniff
er wär ja auch der erste radsportler der sich von ner schulter- bzw. schlüsselbeinverletzung von etwas abhalten würde sind ja keine heuler wie die fussballer...
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