Afrika-Cup - Sensation: Ba und Cissé sind raus
Topfavorit Senegal mit den Ex-Bundesligaspielern Demba Ba und Papiss Cissé ist durch eine 1:2 (0:0)-Niederlage gegen Außenseiter Äquatorialguinea bereits in der Vorrunde des Afrika-Cups ausgeschieden. David Alvarez sorgte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit für den K.o. der Westafrikaner.
Randy hatte den Co-Gastgeber des Afrika-Cups in der 62. Minute in Führung geschossen, Moussa Sow gelang der zwischenzeitliche Ausgleich kurz vor Abpfiff (90.).
Die Lehren:
Äquatorialguinea, das sich noch nie für einen Afrika-Cup qualifizieren konnte und nur als Gastgeber in den Wettbewerb gerutscht ist, qualifiziert sich gleich bei seiner ersten Teilnahme völlig überraschend für das Viertelfinale. Die Mannschaft gefiel durch ein großes Kämpferherz und kam durch Konter immer wieder gefährlich vors Tor. Die Co-Gastgeber könnten auch im Viertelfinale zum Favoritenschreck werden, sind aber jetzt schon die große Überraschung dieses Turniers. Das letzte Spiel gegen Sambia wird vor heimischem Publikum zum Schaulaufen.
Senegal dagegen muss schon nach der Vorrunde die Koffer packen. Das Starensemble um Demba Ba, Moussa Sow und Papiss Demba Cissé enttäuschte auf ganzer Linie. Vor dem Turnier noch als Favorit gehandelt, wurde das Problem der Mannschaft auch in diesem Spiel deutlich: Es fehlt das Bindeglied zwischen Sturm und Abwehr. Das Mittelfeld ist spielerisch zu schwach, um die nominell überragende Offensive in Szene zu setzen. Außerdem leistet sich die Defensive zu viele Aussetzer und ist die Achillesferse des Teams. So scheidet die mit Top-Spielern gespickte Elf in einer vermeintlich leichten Gruppe aus.
Die Höhepunkte:
16. Fast das 1:0 durch Cissé: Eine Flanke von N'Doye nimmt Cissé mit der Brust mit und lupft den Ball in Richtung Tor, Danilo bringt aber noch die Hand dran. Trotzdem eine tolle Aktion des Ex-Freiburgers.
22. Riesenchance für Ba: Dia dribbelt bis zur Grundlinie und legt den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurück. Dort steht Ba, kann sich die Ecke aussuchen, schiebt die Kugel aber am Tor vorbei. Das war eine 100-Prozentige.
32. Guter Schuss von Diame aus 30 Metern. Danilo kommt gerade noch mit den Fäusten dran und kann den Ball abwehren.
51. Nach einer Ecke kommt N'Doye 13 Meter vor dem Tor frei zum Kopfball, köpft aber am Gehäuse vorbei.
57. Riesenchance für Äquatorialguinea: Ekanga legt den Ball zurück auf Fidjeu, der im letzten Moment von M'Bengue am Torschuss gehindert wird.
62. TOOOR für Äquatorialguinea! Randy erzielt das 1:0 für die Gastgeber. Alvarez hat auf der rechten Seite viel Platz und flankt maßgenau in die Mitte. Coundoul sieht da im Tor Senegals nicht gut aus, Randy steht völlig frei und nickt den Ball aus vier Metern in die Maschen.
75. Gute Chance für Niang. Eine Flanke von N'Diaye köpft der gerade eingewechselte Spieler haarscharf am langen Pfosten vorbei.
90. TOOOR für Senegal! Sow erzielt den Ausgleich. Nach einem Freistoß fällt der Ball Niang vor die Füße, der stochert den Ball vors Tor. Sow kommt aus dem Abseits und stochert die Kugel ins Netz. Bitter für Äquatorialguinea.
90.+3 Riesenchance für Balbao: Nach einem schlimmen Fehlpass von M'Bengue läuft der Stürmer von links aufs Tor zu, schießt den Ball aber am langen Pfosten vorbei.
90.+4 TOOOR für Äquatorialguinea! Alvarez erzielt das 2:1 und sorgt für Ausnahmezustand im Stadion. Der Außenverteidiger hämmert den Ball aus 25 Metern mit 98 km/h ins Tor. Traumtor!
Der Kracher: Heimvorteil
Äquatorialguinea ist die Nummer 151 der FIFA-Weltrangliste, steht aber nach zwei Siegen aus zwei Spielen bereits als erster Viertelfinalist des Afrika-Cups fest. Eine unglaubliche Leistung des Co-Gastgebers, der mit dem Senegal bereits den zweiten klaren Favoriten besiegte. Mithilfe des frenetischen Publikums ist auch im Viertelfinale mit dem Außenseiter zu rechnen.
Im Abseits: Demba Ba
In England traf der Ex-Hoffenheimer in 19 Spielen 15-mal für Newcastle. Doch beim Afrika-Cup bleibt er weiter torlos. Gegen Äquatorialguinea vergab der Stürmer beste Chancen und ist somit am Ausscheiden seines Teams beteiligt.
Die Statistik: 5
Am Ende der Partie standen fünf senegalesische Stürmer auf dem Platz. Doch auch die geballte Offensivpower nutze nichts, mehr als ein Treffer wollte Cissé & Co. gegen den Außenseiter nicht gelingen.
TV-Tipp:
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