Eurosport - Mo 24.Nov. 15:34:00 2008
Die DHB-Frauen haben beim Vier-Nationen-Turnier ein weiteres Mal verloren. Zum Abschluss um den Karpaten-Pokal unterlag das Team Gastgeber Rumänien mit 30:32 (11:17) und belegte den dritten Platz. Zuvor hatte das deutsche Team gegen Rumänien 30:31 verloren und Kroatien B mit 27:21 besiegt.
"Wir hatten Höhen und Tiefen. In der äußerst geringen Zeit haben wir einen Schritt nach vorn gemacht. Das wollen wir jetzt in den beiden verbleibenden Spielen stabilisieren", befand Bundestrainer Armin Emrich.
In der Neuauflage des "kleines Finales" von der WM 2007 warfen gegen Rumänien Laura Steinbach (7/2) sowie Grit Jurack (6/1), Anna Loerper (6) und Anja Althaus (6) die meisten Tore für den WM-Dritten.
"Hochkarätige Bälle verschossen"
Vor allen Dingen die Schwäche beim Torabschluss müssen die deutschen Frauen bis dahin abstellen, um die Vor- und die Hauptrunde zu überstehen. Gegen Rumäniens starke Torhüterin Luminita Dinu brauchte die DHB-Auswahl acht Minuten für den ersten Treffer zum 1:4.
"Wir sind im Angriff schlecht gestartet. Wir haben viele hochkarätige Bälle verschossen", monierte Emrich. Nach dem 6:12 (20.) gelang seinem Team acht Minuten lang kein Tor. Sowohl die ehemalige Welthandballerin Nadine Krause als auch die Außen-Spielerinnen kamen mit ihren Würfen nicht an Rumäniens Schlussfrau vorbei.
Keine Führung in 60 Minuten
Wie am Vortag, als der EM-Vierte gegen Kroatiens B-Team zur Pause mit 8:12 zurückgelegen hatte, steigerten sich die Frauen um Kapitän Grit Jurack in der zweiten Halbzeit. "Die Moral stimmt", erklärte Emrich. Doch während gegen die Kroatinnen noch ein Sieg gelang, sprang gegen Rumänien nicht eine einzige Führung heraus.
Dennoch bestand die Chance auf einen Erfolg, denn Steinbach verwandelte einen Siebenmeter zum 25:25 (48.). "Sie war sehr dynamisch", lobte Emrich die 23-jährige Leverkusenerin. Allerdings wuchtete sie in der Schlussminute einen Wurf an die Latte und vergab so die Möglichkeit zum 31:31 und damit das mögliche Remis.
"Das war insgesamt ein wertvolles Spiel", urteilte Emrich. In den verbleibenden Tagen sollen nun die Fehler minimiert werden. "Wir waren im Angriff zu überhastet. Wir müssen hohes Tempo spielen, aber nicht hohes Risiko", kündigte er an. Am Mittwoch in Hamm und am Donnerstag in Münster bestreitet die DHB-Auswahl noch zwei EM-Tests gegen Frankreich.
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