Eurosport - Sa 24.Nov. 18:56:00 2007
Vor 51.500 Zuschauern siegte der VfB Stuttgart mit 4:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt. Die Tore für den VfB erzielten Roberto Hilbert (45.), Ciprian Marica (48.), Thomas Hitzlsperger (57.) und Cacau (90.+2). Benjamin Köhler (41.) hatte die Hessen bei ihrer zweiten Heimniederlage in Führung gebracht.
Der VfB Stuttgart hat sich in der Bundesliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit dem 4:1 bei Eintracht Frankfurt - dem vierten Sieg in Folge - arbeitete sich der amtierende Deutsche Meister mit nun 22 Punkten auf den siebten Tabellenrang vor. Die Frankfurter hingegen sind seit neun Spielen ohne Sieg und belegen derzeit den elften Platz mit 18 Zählern.
1. Halbzeit:
Die Frankfurter starteten mit sehr viel Elan in die Partie. Doch die erste große Chance der Partie hatten die Schwaben in der zehnten Minute durch Cacau. Doch der Torjäger der letzten Saison konnte sich nicht gegen den stark parierenden Markus Pröll durchsetzen. Die Hessen ließen sich jedoch nicht beirren und verfolgten die von Trainer Friedhelm Funkel vorgegeben Marschroute, offensiv zu agieren. Sie versuchten Druck über die Außen durch Benjamin Köhler und Mehdi Mahdavikia aufzubauen, die Stuttgarter früh zu stören und die Initiative zu ergreifen. Nach einem Freistoß von Junichi Inamoto kam Sotirios Kyrgiakos (13.) frei zum Kopfball, doch der Kasten von Raphael Schäfer war nicht in Gefahr. Die Eintracht drückte weiter auf die Führung und das Konzept des Trainers schien aufzugehen. In der 26. Minute hatte Ioannis Amanatidis die große Möglichkeit, nachdem er von Köhler gut über die rechte Seite in Szene gesetzt worden war. Doch Matthieu Delpierre brachte den Ball aus der Gefahrenzone.
Nach dieser Situation war es dann aber schlagartig vorbei mit dem Offensiv-Drang der Gastgeber. Der VfB kam besser ins Spiel und erarbeitete sich ein klares optisches Übergewicht. Sami Khedira (29.) hatte nach einer guten Flanke von Thomas Hitzlsperger die große Möglichkeit den Ball per Kopf im Tor unterzubringen. Doch Pröll blieb auch bei diesem Duell Sieger.
Als die Stuttgarter auf die Führung drängten, musste Mario Gomez ausgewechselt werden. Der Nationalspieler war durch eine Rippenverletzung aus dem EM-Qualifikationsspiel gegen Wales gehandicapt, die Verletzung machte sich bemerkbar. Für ihn kam Ciprian Marica (41.) in die Partie. Der Wechsel brachte Unordnung ins Spiel des Vfb, die Frankfurt prompt zum Führungstreffer nutze: Köhler setzte sich nach einem schönen Zuspiel von Christoph Spycher im Strafraum durch, sein Schuss wurde durch Fernando Meira zwar noch abgefälscht, landete aber letztlich zum 1:0 im Tor (41.). Der VfB gab sich jedoch nicht auf und kam durch Roberto Hilbert (45.) mit dem Pausenpfiff zum verdienten Ausgleichstreffer. Pavel Pardo hatte im Mittelfeld alle Zeit der Welt und bediente den Nationalspieler mit einer Flanke auf der linken Seite. Hilbert überwand den Schlussmann zum wichtigen 1:1.
2. Halbzeit:
Nach der Pause zeigten die Schwaben in welche Richtung es gehen sollte. Nachdem Pardo erneut durch die Mitte marschiert war, zog der Mexikaner aus 25 Metern trocken ab, traf aber nur den Pfosten (47.). Eine Minute später trumpfte die Offensiv-Abteilung der Stuttgarter auf. Cacau machte Druck durch die Mitte und schob den Ball in die Gasse zu Hilbert auf die rechte Seite. Der Nationalspieler leitete den Ball direkt zu Marica in die Mitte weiter, der Rumäne musste den Ball nur noch zum 2:1 einschieben.
Im Anschluss zeigten sich die Frankfurter geschockt. Der VfB kam so zu weiteren Chancen, die Führung auszubauen. Als Hitzlsperger (57.) nach einem guten Zuspiel von Cacau frei vor Pröll auftauchte, war das 3:1 für die Stuttgarter nur noch Formsache.
Danach zog sich der VfB zurück und ließ die Frankfurter kommen. Doch die Eintracht hatte nichts mehr zuzusetzen. In der Nachspielzeit setzte der bis dahin unglücklich agierende Cacau mit seinem Treffer den Schlusspunkt.
Spieler des Spiels: Roberto Hilbert
Der Nationalspieler beschäftigte die Frankfurter Abwehr ein ums andere Mal und erzielte den wichtigen Ausgleichstreffer kurz vor der Pause. Zudem bereitete er das 2:1 vor.
Andreas Lehmann / Eurosport