Eurosport - Fr 23.Okt. 18:54:00 2009
Vor dem Bayern-Spiel schien man in Freiburg völlig entspannt. Mainz lässt den Sport-Club bedeutend nervöser werden, obwohl Trainer Robin Dutt fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Sogar Geheimtraining wurde angesetzt. Aber wen wundert's: Die 05er haben schließlich die Bayern besiegt.
In der Tabelle rangieren die beiden Aufsteiger nach neun Spielen im Mittelfeld, liegen jedoch ganze vier Punkte auseinander. Sollte der FSV, der zuhause noch ungeschlagen ist und am Bruchweg neben den Bayern auch Hoffenheim und Berlin mit 2:1 geschlagen hat, auch gegen die Freiburger gewinnen, so klafft schon früh in der Saison ein großes Loch zwischen den Teams.
Umso mehr Gewicht bekommt die Aussage von Dutt, dass dieses Spiel für ihn besondere Bedeutung habe. "Es gibt in einer Halbserie immer ein, zwei besondere Spiele. Das kommende zählt für uns dazu. Mainz ist ein Gegner, den wir am Ende der Saison hinter uns lassen wollen", erklärt der SC-Trainer. Doch nicht nur deshalb braucht seine Mannschaft einen Sieg.
Dutt weiß, dass "ein Erfolg vor allem nach den beiden letzten Spielen wichtig" wäre. Denn das Team aus dem Breisgau schleppt schon die gesamte Saison ein Problem mit sich herum: Man spielt schön und ansprechend, verliert dann aber doch. Das war gegen Stuttgart so, gegen Leverkusen, gegen Hannover und schließlich auch gegen den Rekordmeister aus München.
Grüne Planen versperren die Sicht
Im Freiburger badenova-Stadion blieben deshalb in dieser Woche die Tore verschlossen. Wer beim Training zuschauen wollte, stand hinter großen grünen Planen. Ein Blick auf die Spieler war kaum zu erhaschen, und auch außerhalb des Trainings hüllt Dutt dieser Tage das große Tuch des Schweigens über den Auftritt seiner Mannschaft. Dass Jonathan Jäger (Entzündung der Achillesferse) und Tommy Bechmann (Bänderdehnung) voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen und das Lazarett der Breisgauer so gut wie leer gefegt ist, drang noch an die Öffentlichkeit.
Mehr war über die Aufstellung jedoch nicht zu erfahren. "Wir wollen uns nicht in die Karten schauen lassen", sagte Dutt und ließ das Publikum bei einer Pressekonferenz im Dunkeln tappen. Trotz der Rückkehr des Stürmer-Duos ist auch ein Mittelfeld-Trio bestehend aus Ivica Banovic, Johannes Flum und Julian Schuster mit nur eine Spitze weiter möglich. "Ihr Zusammenspiel hat mir gefallen", deutete Dutt an.
"Freiburg ist spielstark"
Mainz-Trainer Thomas Tuchel erwartet "ähnlich wie zuletzt in Köln ein Duell auf Augenhöhe. Freiburg ist spielstark und macht viele Positionswechsel. Die Mannschaften unterscheiden sich nur um Nuancen", findet der 36-Jährige. Während sein Freiburger Gegenüber wohl wieder aus dem Vollen schöpfen kann, kämpft Tuchel mit Personalproblemen.
Der Einsatz von Andreas Ivanschitz (Grippe), Nikolce Noveski (Muskelverhärtung im Oberschenkel) und Emporkömmling Andre Schürrle (Adduktoren) ist fraglich, Marco Rose (Adduktorenzerrung) und Felix Borja (Sprunggelenk) fallen definitiv aus. Dafür könnte Kapitän Tim Hoogland zumindest nach eigener Aussage wieder spielen. "Ich brenne auf meinen Einsatz", erklärte der 24-Jährige. Doch Tuchel bremst die Erwartungen: "Tim verkörpert viel von dem Fußball, den wir uns vorstellen, aber es gibt keinen Automatismus, dass er in die Startelf rutscht."
TV-Tipp:
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Kommentare 1 - 3 of 3
3-0 hahahhahahahaa
2:0 für Mainz !!
Danach wird sehr gefeiert es lebe der karnevalsverein
3:1 für Mainz!!!! Und dann: Narhalla-Marsch!!!
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