Eurosport - Sa 24.Okt. 17:25:00 2009
Ein Traumtor von Christian Eichner ebnete der TSG Hoffenheim den Weg zum 3:0 (2:0)-Heimsieg am 10. Spieltag über den 1. FC Nürnberg. Sein 30-Meter-Hammer brachte den Kraichgauern die Führung. Wenig später erhöhte Torjäger Vedad Ibisevic (38.) auf 2:0, den Endstand besorgte Franco Zuculini (64.).
Mit dem fünftem Sieg im zehnten Spiel hält Hoffenheim Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga. "Die ersten 20 Minuten waren sehr zäh. Am Ende war es der erhoffte klare Sieg", resümierte 1899-Trainer Ralf Rangnick. Die "Clubberer" stecken weiterhin tief im Abstiegskampf und bleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz. "Wir akzeptieren die Niederlage. Die Mannschaft hat Herz gezeigt und eine halbe Stunde mutig nach vorne verteidigt", erklärte "Club"-Coach Michael Oenning.
1. Halbzeit:
In der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena sahen 30.150 Zuschauer zu Beginn eine flotte und attraktive Partie. Beide Teams spielten engagiert nach vorne, doch die Abwehrreihen hielten. Erst stoppte der aufgeweckte Dominic Maroh den Hoffenheimer Ansturm von Chinedu Obasi (9.). Dann klärte Eichner auf der anderen Seite gegen den einschussbereiten Albert Bunjaku (14.).
Das schnelle Kurzpassspiel der Hoffenheimer führte immer wieder zu vielen Fehlpässe im Mittelfeld. Glück hatte der Gastgeber in der 28. Minute, als Bunjaku in den Strafraum stürmte und gelegt wurde. Der Schiedsrichter entschied nur auf Eckstoß.
Als das Spiel nachzulassen drohte, weckte Eichner mit seinem Hammertor aus 30 Metern alle Beteiligten auf (34.). Eine verunglückte Ecke landete beim stark aufspielenden Verteidiger. Er traf den Ball perfekt und dieser landete im Kreuzeck von Raphael Schäfers Kasten.
Die geschockten Nürnberger wurden nach einem Ballverlust von Marek Mintal nur vier Minuten später mit dem 2:0 bestraft. Ibisevic zeigte seine Torjäger-Qualitäten und schloss nach Marvin Comppers Traumpass cool ab. Von diesem Doppelschlag konnten sich die Nürnberger bis zur Pause nicht mehr erholen. Der "Club" fiel ausschließlich durch Fouls auf und konnte aufatmen, als Schiedsrichter Michael Weiner die erste Halbzeit abpfiff.
2. Halbzeit:
Nach Michael Oennings Pausenansprache traten die Nürnberger bemüht aber uneffizient auf. Ralf Rangnick brachte Zuculini, der erst Gygax umrannte (50.), ehe er auch Frantz zu Fall brachte (56.). Er konnte von Glück reden, dass Schiedsrichter Weiner es bei einer letzten Ermahnung beließ, sonst hätte er in der 64. Minute nicht für die Entscheidung sorgen können.
Nach einer guten Stunde hatte Hoffenheim das Spiel wieder vollkommen im Griff und ließ den Ball laufen. Am Ende einer solchen Kombination schloss der junge Zuculini zum 3:0 ab. "Das war ein Traum-Einstand für ihn", lobte Rangnick. Mit dem dritten Tor war das Spiel endgültig entschieden. Nürnberg wirkte ideenlos und auch chancenlos.
So begannen die Hoffenheimer ein wenig zu zaubern, ohne wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Gerade die sonst so gefürchteten Standardsituationen blieben harmlos. Wie aus dem Nichts tauchte dann "Phantom" Mintal im Hoffenheimer Strafraum auf, doch seine Direktabnahme segelte auf die Tribüne (78.). Im Anschluss feierten sich die Fans selbst, denn auf dem Rasen gab es nur noch Spielerwechsel zu beobachten.
Spieler des Spiels: Christian Eichner
Der Verteidiger blieb defensiv ohne Fehler und belebte das Hoffenheimer Angfriffsspiel mit seinen Vorstößen. Sein Tor: Weltklasse.
Kommentare 1 - 1 of 1
DER BEGINN VOM ENDE DES BUNDESLIGA-TRAUMS - VORLETZTER!!!SLOMKA@FCN
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