Eurosport - Mo 24.Sep. 09:48:00 2007
Denis Mentschow (Rabobank) hat zum zweiten Mal in seiner Karriere die Spanien-Rundfahrt gewonnen. Der Russe sicherte sich den Gesamtsieg der 62. Vuelta vor den beiden Spaniern Carlos Sastre (CSC) und Samuel Sanchez, der erstmals für das baskische Euskaltel-Team einen Podestplatz erobern konnte.
Mentschow fuhr diesmal ohne ernsthafte Konkurrenz und verwies Sastre nach 21 Etappen mit 3:31 Minuten Rückstand auf den zweiten Platz. Wie bei der Tour de France war der letzte Streckenabschnitt das traditionelle "Schaulaufen".
Bennati mit dem Hattrick
Weil die Profis sich zu sehr in "Schwätzchen" verloren, verkürzten die Organisatoren die Strecke sogar um eine der fünf in Madrid zu fahrenden Schleifen. Die Ausreißversuche in der Hauptstadt wurden von den starken Sprinterteams alle pariert und es kam wie erwartet zu einem weiteren Massensprint. Erik Zabel (Milram) zog den Sprint für seinen Kapitän Alessandro Petacchi an, doch Daniele Bennati (Lampre) hatte abermals die schnelleren Beine und durfte zum dritten Mal nach der 1. und der 17. Etappe jubeln. Er verwies seinen Landsmann Petacchi und Alexander Usau (Ag2r) auf die Plätze.
Der nach dem Rasmussen-Rauswurf zum unangefochtenen Rabobank-Kapitän avancierte Mentschow hatte sich das goldene Trikot schon auf der ersten Pyrenäen-Etappe geholt. Bereits am ersten Ruhetag konnte der in Pamplona ansässige Russe jubeln: "Ich habe die Vuelta so gut wie gewonnen." Leichte Gegenwehr kam zeitweise nur von Sastre, dem Russen Wladimir Jefimkin (Caisse d'Epargne) und dem Tour-de-France-Zweiten Cadel Evans (Australien/ Predictor-Lotto), der am Ende auf Rang vier rutschte.
Drei deutsche Erfolge
Auf dem Weg zu seiner wahrscheinlich letzten WM schaffte Erik Zabel seinen insgesamt achten Vuelta-Etappensieg. Mit seinem Erfolg beim ersten Zeitfahren in Saragossa gelang Bert Grabsch vom T-Mobile-Team am Folgetag der größte Karriere-Erfolg und die beste WM-Empfehlung. Sein Team-Kollege Andreas Klier bewies mit seinem Etappensieg in Torre Pacheco, dass weiter mit ihm zu rechnen ist.
Mit einem zweiten Platz im Zeitfahren der vorletzten Etappe hatte Mentschow am Samstag erneut souverän seine Führung verteidigt. Schnellster beim 20 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr auf dem 20. Teilstück war der Spanier Sanchez, der seinen dritten Tagessieg bei dieser Vuelta feierte und sich im Gesamtklassement damit auf Rang drei verbesserte.
dpa/Richard Rother / Eurosport