Tour de France - Sastre übernimmt "Maillot jaune"

Eurosport - Do 24.Jul. 09:25:00 2008

Carlos Sastre (CSC) aus Spanien hat die Königsetappe der Tour de France von Embrun nach L'Alpe d'Huez gewonnen und das Gelbe Trikot mit 1:24 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Frank Schleck übernommen. Cadel Evans hat vier Etappen vor dem Ende die besten Chancen auf den Toursieg.

CYCLING 2008 Tour de France Embrun - L'Alped'Huez Carlos Sastre - 0

Was plante CSC? Diese Frage stellten sich Fahrer und Fans gleichermaßen gespannt, als die 36 Fahrer große Spitzengruppe in den 13,8 Kilometer langen Schlussanstieg nach L'Alpe d'Huez hineinfuhr. Der mystische Berg mit 21 Kehren bot die letzte Chance, die Ausgangslage im Kampf um den Gesamtsieg vor dem abschließenden Zeitfahren zu verbessern.

Andy Schleck vereitelt alle Attacken

CSC, die dänische Equipe von Bjarne Riis, hatte den ganzen Tag das Renngeschehen bestimmt und wusste mit Frank Schleck und Carlos Sastre zwei Anwärter auf den Toursieg in ihren Reihen. Die Helfer hatten ihre Arbeit getan, die Favoriten waren nun auf sich alleine gestellt und es war Sastre, der sogleich attackierte. Zuerst konnte sich Denis Menchov (Rabobank) noch an sein Hinterrad hängen, dann erhöhte der Spanier das Tempo nochmals und kam weg.

Menchov fiel wenig später zurück, alle anderen Favoriten näherten sich gemeinsam dem Ziel und verloren immer mehr Zeit auf Sastre. Es kam zu zahlreichen Attacken: Alejandro Valverde (Caisse d'Epargne) versuchte es, dann Christian Vandevelde (Garmin) und immer wieder trat Valdimir Efimkin (Ag2r) an. Aber Andy Schleck, das 23-jährige Talent von CSC, hängte sich bei jeder Attacke hartnäckig an das jeweilige Hinterrad und vereitelte die Aktion. Die Favoriten, zu denen Menchov wieder aufschließen konnte, blieben bis kurz vor dem Ziel zusammen. An der Spitze hatte Sastre seinen Vorsprung Sekunde um Sekunde ausgebaut und feierte einen großartigen Sieg. 2:03 Minuten dahinter sorgte Samuel Sanchez (Euskatel) für einen spanischen Doppelerfolg, der scheinbar mit endlosen Kraftreserven fahrende Andy Schleck kam zeitgleich als Dritter ins Ziel.

Kohl gewinnt das Bergtrikot

Die Taktik von CSC war damit nur bedingt aufgegangen. Sastre schlüpfte zwar vor Frank Schleck ins Gelbe Trikot, aber der Vorsprung auf die Konkurrenz reicht wohl kaum für den Gesamtsieg. Evans muss am Samstag im 53 Kilometer langen Zeitfahren von Cerilly nach Saint-Amand-Montrond als Vierter des Gesamtklassements voraussichtlich nur 1:34 Minuten auf Sastre gutmachen. Angesichts der unterschiedlichen Zeitfahrfähigkeiten ist das eine leichte Aufgabe für den Australier vom Team Silence-Lotto.

Der Österreicher Bernhard Kohl hielt auch in der dritten Alpenetappe mit den besten Fahrern mit, belegte den zehnten Etappenrang und liegt in der Gesamtwertung 1:33 Minuten hinter Sastre auf Rang drei. Sofern er das Ziel in Paris erreicht, ist ihm zudem der Sieg in der Bergwertung sicher. Andy Schleck baute seinen Vorsprung im Kampf ums Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers aus und liegt nun 1:58 Minuten vor Roman Kreuziger (Liquigas). Oscar Freire fährt weiterhin im Grünen Trikot des besten Sprinters.

Schumacher verlassen die Kräfte

Aus deutscher Sicht setzte sich erneut Stefan Schumacher in Szene: Der Gerolsteiner-Profi war wie schon am Vortag in der Ausreißergruppe des Tages vertreten. Am Col de la Croix de Fer, dem zweiten von drei Anstiegen der höchsten Kategorie, verließen den Schwaben aber die Kräfte und er musste seinen letzten Fluchtgefährten Peter Velits (Milram) ziehen lassen. Das Ziel erreichte Schumacher mit über 18 Minuten Rückstand auf Sastre und liegt in der Gesamtwertung als bester Deutscher neu auf Rang 26.

Mattias Wieland / Eurosport

Kommentare 68 - 87 of 87

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  1. mado@
    du schreibst ich haette komplexe,weil ich aus einem kleinenland komme:lieber klein und sauber.
    du schreibst,wir haben ja sonst nichts wo wir stolz drauf sein koennen: doch unsere geschichte
    glaube auf deine kannst du nicht stolz sein,
    so,auch das musste mal gesagt werden,wie du so schoen schreibst.

    Von seife1001, am Fr 25.Jul. 9:50
  2. @crashbow
    Glaube das dem Sastre dieses Zeitfahren besser liegt als das erste, auch wenn die Kommentatoren eine andere Meinung haben. Irgendwie sieht mir dieses Zeitfahren hügliger auf der Etappenkarte als das andere aus. Bin mal gespannt, wird schon knapp.

    Von david g, am Fr 25.Jul. 2:25
  3. sack nicht säck

    Von melireleeb, am Do 24.Jul. 22:07
  4. Jetzt mal ganz im Ernst, wenn alle dopen ist einer der schnellste und alle sauber sind ist einer der schnellste, dass ist einfach so. Irgendeiner ist immer schneller!!!!!!!! Und das hier CSC immer so runtergemacht wird und verdächtigt wird geht mir langsam auf den säck, jemand ist einfach das beste Team!!!!
    Wenn alle immer das gefühl haben es wird gedopt und immer Fahrer verdächtigt werden, dann können sie die Tour ja abschaffen!!!!Punkt.

    Von melireleeb, am Do 24.Jul. 22:06
  5. @ david g,
    wenn ich als Verlierer - und danach sieht es derzeit aus, angesichts meiner mutigen Prognose von gestern - die Tour fahren muß: nein denke! 1 Etappe würde ich noch packen, aber dann...?
    Übrigens war Evans von Beginn an mein Favorit, aber die Vorstellung von gestern (CSC) hat mich schon sehr beeindruckt!

    Von crashbow11, am Do 24.Jul. 19:21
  6. seife1001

    keine antwort ist auch eine antwort....

    übrigends die AFP (franz. Presseagentur) hat gemeldet das nichts verdächtiges gefunden wurde. UND DAS IST AUCH GUT SO.

    Von Mado, am Do 24.Jul. 16:55
  7. @seife1001:
    ich habe ja geschrieben, dass es im Vergleich zu den anderen bei Andy zum Glück keine Anhaltspunkte gibt. Aber man hat Ricco oder Contador eben auch wegen deren Attacken beschuldigt, die einfach nicht mit sauberen Mitteln möglich schienen. Und Andy ist nach L'Alpe d'Huez ähnlich stark gefahren wie die anderen zwei. Ich hoffe er ist einfach so gut, keine Frage.

    Von Mattias W, am Do 24.Jul. 16:32
  8. seife1001

    ich hab immer mehr den eindruck das bei dir was nicht stimmt. bist du vielleicht unzufrieden mit deinem leben, oder warum heisst du hier fast jeden "dumm"?

    beobachte das jetzt schon seit einigen tagen. mir scheint so, als hättest du minderwertigkeitskomplexe. gut liegt vielleicht daran dass du in so einem kleinen land lebst. hät ich dann vielleicht auch.

    mach dir ja nicht mal vorwürfe, dass du deine luxemburger radfahrer so in schutz nimmst, ihr habt ja sonst nichts auf das ihr stolz sein könnt. sorry, aber das musste mal gesagt sein, nachdem was du hier immer von dir gibts.

    aber zum thema. hab den bericht nicht mit genuss gelesen, eher mit ein bisschen bauchweh. denn ich bin radsportfan und sollte es so sein das bei csc bzw. den schlecks gedopt worden wäre, wäre es wirlich das todesurteil. denn bei spaniern und italienern ist es keine große überrschung das sie dopen. aber bei csc die so antidoping-regelunge haben, da würde der radsport seine glaubwürdigkeit gänzlich verlieren.

    und hör jetzt bitte auf hier was von taktik zu labern, du leidest echt unter verfogungswahn und komplexen. vielleicht solltest du mal zum arzt.

    Von Mado, am Do 24.Jul. 15:34
  9. mado@
    tja,das beste zeichen dafuer,dass du dich angesprochen fuehlst,wenn es um dummheit geht.
    kann mir vorstellen,das du dir den artikel mit vollem genuss rutergezogen hast,und in der hoffnung es ist was positives dran
    ansonsten haetttest du dir ja nicht die muehe geben muessen ihn hier reinzusetzen.
    also bitte jetzt nicht so tun. mit,ich hoffe dass es nichts ist.
    gute taktik

    Von seife1001, am Do 24.Jul. 15:21
  10. seife1001

    sei mal bitte nicht so aggresiv und dumm bist du auch noch. glaubst du das hab ich geschrieben. ich weiss nicht wie es bei euch luxemburger ist aber wir können texte kopieren. schalt mal, wie du immer sagst, eine gehirnzelle ein.

    ich behaupte ja nicht das er dopt, ist aber schon komisch, dass der zoll sich auf einmal einschaltet. das machen die ja auch nicht aus jux, oder.

    im überigen hoffe ich, dass nichts dran ist. denn es wäre nach ricco das todesurteil, wenn schon wieder fahrer aus der "jungen generation" gedopt hätte.

    Von Mado, am Do 24.Jul. 15:07
  11. mado@
    ja und,was soll das heissen???????????
    hast gut zeit,dass du soviel muell hier schreiben kannst.
    klar ist fr.schleck getestet worden,und das ist auch gut so
    dann koennen all die dummen menschen,die hoffen dass was positives dran ist,endlich ihren muell fuer sich behalten

    Von seife1001, am Do 24.Jul. 15:03
  12. Hier der vollständige Bericht:

    Schleck-Vater vom Zoll gestoppt
    Der Vater der beiden CSC-Profis Frank und Andy Schleck ist offenbar vom französischen Zoll angehalten und kontrolliert worden.

    Andy, Johnny und Frank Schleck während der Tour 2008 am Ruhetag in Pau.
    Der französische Zoll hat das Auto des Vaters der beiden Luxemburger Radsport-Brüder Frank und Andy Schleck untersucht. Dies berichtete die französische Sportzeitung "L'Équipe" auf ihrer Internetseite. Während der 18. Etappe nach St.-Étienne hätten die Beamten zunächst den Wagen eines Luxemburger Journalisten angehalten, ehe sie das "gesuchte" Auto des Ex-Radprofis Johnny Schleck ausgemacht hätten. Die Gründe für die Zielfahndung wurden zunächst nicht bekannt. Der Wagen mit Luxemburger Kennzeichen war 35 Kilometer nach dem Etappenstart in Bourg-d'Oisans nahe Vizille gestoppt, durchsucht und dann per Zoll-Eskorte von der Strecke geleitet worden.

    Frank Schleck liegt in der Gesamtwertung hinter seinem Teamkollegen Carlos Sastre auf Platz zwei. Das Gelbe Trikot des Spitzenreiters hatte Schleck erst auf der letzten Bergetappe der diesjährigen Tour nach L'Alpe d'Huez verloren. Sein Bruder Andy ist Zwölfter der Gesamtwertung und trägt zudem das Weiße Trikot des besten Jungprofis.

    CSC Saxo Bank im Visier der Doping-Fahnder
    Die Fahrer des Teams CSC Saxo Bank waren vor vier Tagen ins Visier italienischer Doping-Fahnder geraten. Nach der ersten Alpenetappe am Sonntag ins italienische Prato Nevoso hatte das Olympische Komitee Italiens (CONI) von 21 Fahrern Doping-Proben genommen. Unter den Getesteten waren auch Frank Schleck und fünf seiner Kollegen aus dem Rennstall des Dänen Bjarne Riis.

    Der Vater der beiden CSC-Fahrer Frank und Andy Schleck war früher selbst Profi und gehörte Anfang der siebziger Jahre zum Team des spanischen Toursiegers Luis Ocana (1973). Johnny Schleck selbst hat in seiner aktiven Zeit acht Mal an der Tour de France teilgenommen.

    Von Mado, am Do 24.Jul. 14:50
  13. Gerade veröffentlichter Bericht. Was meint ihr dazu. Ist vielleicht doch was dran? Hoffe für den Radsport nicht.

    Schleck-Vater vom Zoll gestoppt

    Der Vater der beiden CSC-Profis Frank und Andy Schleck ist offenbar vom französischen Zoll angehalten und kontrolliert worden.

    Andy, Johnny und Frank Schleck während der Tour 2008 am Ruhetag in Pau.
    Der französische Zoll hat auf der 18. Etappe der Tour de France ein von Johnny Schleck, Vater der CSC-Profis Frank und Andy, gefahrenes Auto durchsucht. Das Fahrzeug des Luxemburgers wurde nach 35 Kilometern auf dem 196,5 Kiometer langen Weg von Bourg-d'Oisans nach St.-Étienne gestoppt, vom Zoll durchsucht und fuhr dann hinter einem Fahrzeug der Beamten weiter. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

    Frank Schleck liegt in der Gesamtwertung hinter seinem Teamkollegen Carlos Sastre auf Platz zwei. Das Gelbe Trikot des Spitzenreiters hatte Schleck erst auf der letzten Bergetappe der diesjährigen Tour nach L'Alpe d'Huez verloren. Sein Bruder Andy ist Zwölfter der Gesamtwertung und trägt zudem das Weiße Trikot des besten Jungprofis.

    Der Vater der beiden CSC-Fahrer war früher selbst Profi und gehörte Anfang der siebziger Jahre zum Team des spanischen Toursiegers Luis Ocana (1973). Johnny Schleck selbst hat in seiner aktiven Zeit acht Mal an der Tour de France teilgenommen.

    In Kürze mehr...

    sid/red | Stand: 24.07.2008; 14:29 Uhr

    Von Mado, am Do 24.Jul. 14:36
  14. sorry fuer den fehler
    heisst a.schleck

    Von seife1001, am Do 24.Jul. 14:35
  15. raeffu98@
    was ist dennbedenklich bei a. scleck????????
    wenn du richtig informiert waerst,dann wuesstest du dass andy schon mit 10 jahren mit seinem vater in den bergen,auch alpe d'huez trainiert hat.
    das ist wohl kein kontunierliches training,und langer aufbau??????????????

    Von seife1001, am Do 24.Jul. 14:31
  16. wenn man hingegen menchov oder evans betrachtet, welche sich beide kontinuierlich von Jahr zu Jahr gestigert haben, dünkt mich das viel realistischer, und sowieso würde ich evans den toursieg von herzen gönnen, da er in den Bergen immer ohne Team war, und sich auch sichtlich hart abmüht, dagegen sieht andy schleck immer total locker aus.

    Von Raeffu l, am Do 24.Jul. 13:38
  17. gottwald.rainer@
    stimmt ganz genau,was sie hier schreiben.
    wenn man sieht was so im reich der mitte abgeht,beziehend sport und doping,von den menschenrechte und erdrueckungen anderer voelker wollen wir nicht mal schreiben, kommt einem das grosse kotzen(sorry fuer den ausdruck)
    all diejenigen,die es zu verantworten haben,und die das entschieden haben,dass die olympiade in peking ist: die gehoeren auf den mond geschossen,ohne proviant und ohne jegliche rueckkehtmoeglichkeit...........................

    Von seife1001, am Do 24.Jul. 13:36
  18. jep aso das was andy schleck da leiset ist mehr als bedenklich, er schliesst scheinbar mühelos alle lücken, während keiner der anderen Fahrer folgen kann...
    wenn mann dann noch bedenkt dass der noch so jung ist...

    Von Raeffu l, am Do 24.Jul. 13:33
  19. mattias.w@
    vielleicht ist er einfach nur so gut...oder??
    was die anderen herren betrifft die du hier auflistest: bei denen ist es zu 99pro sicher,dass sie gedopt haben.
    wenn ein ricco schon fort laufen will,weil er die kontrolloere kommen sieht, also bitte.
    das sagt ja mehr als genug.
    und falls es dann wirklich bei a.schleck auch mal dazu kommen wuerde(wo ich mir ziehmlich sicher bin,dass das nie der fall sein wird,kenne seinen vater und weiss genau wie dergepoolt ist,und er hat sehr viel einfluss auf seine soehne sonst waeren die nicht wo sie sind),dann waere er in meinen augen auch ein betrueger.
    aber wie gesagt: falls..............

    Von seife1001, am Do 24.Jul. 13:32
  20. Wenn man Ricco wegen dessen Fahrstil am Berg als Doper vermutete, wenn man bei Rasmussen und Contador im letzten Jahr dachte, dass kann einfach nicht mit rechten Dingen zugehen, dann muss man das auch bei Andy Schleck denken. Er fuhr mit einer unglaublichen Lockerheit nach Alpe d'Huez hoch, das wirft fragen auf. Aber es gibt keinerlei Anschuldigungen gegen ihn. Also kann man einfach nur hoffen, dass er sauber ist.

    Von Mattias W, am Do 24.Jul. 11:49
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