WM - Buntes - Kraken tippen knapp für Deutschland

Fr 24.Jun. 14:18:00 2011

Nach Medienstar Paul, der bei der Männer-WM alle acht Voraussagen richtig traf, schicken die Sealife-Aquarien zur Frauen-WM gleich acht Nachwuchs-Kraken im Ringen um mediale Aufmerksamkeit ins Rennen. Die Wasserbewohner sagten mit knapper Mehrheit einen Erfolg des deutschen Teams gegen Kanada voraus

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Drei Kraken tippten auf einen Sieg, darunter auch der Nachfolger des legendären Paul im Oberhausener Sealife, Paul II. Zwei der Oktopoden setzten auf Kanada, drei konnten sich nicht entschließen, welche Muschel sie fressen sollten und legten sich damit auf ein Unentschieden fest. "Vielleicht können wir das ganze mitteln. Wenn acht Kraken für uns sind, und eine gegen uns, dann sähe es ja noch ganz gut aus", sagte die deutsche Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz.

Während der Männer-WM 2010 hatte die inzwischen gestorbene Krake Paul eine gewisse Berühmtheit erlangt. Besonders beim späteren Titelgewinner Spanien gab man sich entzückt und wollte Paul unter Naturschutz stellen.

Ob das Sealife diesmal mit acht Kraken eine noch breitere Medienwirkung erreicht, muss sich noch erweisen. Der besten Tipperkrake will das Unternehmen am Ende zumindest die Ehre erweisen und dem Aquarium einen Preis überreichen.

Zum Auftakt gingen folgende Tipps ein: Auf Deutschland setzten die Kraken in Berlin, Königswinter und Oberhausen. Konstanz und München sahen Kanada vorn. Hannover, Speyer und Timmendorfer Strand tippten auf Remis.

Die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland hält weder etwas von den Tipps noch überhaupt von der Haltung von Kraken in Aquarien und fordert die Freilassung. Die intelligenten Meeresbewohner hätten neun Gehirne, mit denen sie zu komplexen Denkleistungen fähig seien. "Sie haben ein Kurz- und Langzeitgedächtnis, nutzen Werkzeuge, lernen durch Beobachtung, zeigen unterschiedliche Persönlichkeiten und haben ein ausgeprägtes Schmerzempfinden." Die Haltung von Kraken im Zoo oder als exotische "Haustiere" im heimischen Aquarium sei Tierquälerei.

Sebastian Auer und Wolfgang Dahlmann / dpa

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