Wimbledon - Haas und Becker top, Kiefer flop

Eurosport - Mi 24.Jun. 15:04:00 2009

Tommy Haas hat einen guten Start in Wimbledon erwischt und Alexander Peya in vier Sätzen mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:0), 6:3, 6:4 geschlagen. Jubel auch bei Benjamin Becker, der Roko Karanusic mit 6:4, 6:4, 6:1 in die Knie zwang. Nicolas Kiefer unterlag dagegen Fabrice Santoro klar mit 4:6, 2:6, 2:6.

TENNIS 2009 Wimbledon Haas - 0

Peya erwies sich in seinem ersten Kräftemessen mit Haas als unangenehmer Kontrahent. Der Österreicher leistete in der Erstrundenpartie erbitterte Gegenwehr und hatte nach einem ausgeglichenen ersten Satz noch die Coolness, den Tiebreak für sich zu entscheiden. Haas, als Nummer 34 der Welt 163 Plätze besser notiert als der Wiener, tat sich auch im zweiten Durchgang schwer und musste erneut in den Tiebreak. Mit 7:0 machte er dabei allerdings kurzen Prozess und schaffte den Satzausgleich.

Danach dominierte der Hamburger erstmals die Begegnung. Das nutzte der 31-Jährige zur 5:2-Führung, die er wenige Minuten später in den Gewinn des dritten Satzes ummünzte. Danach kippte das Spiel in Richtung des Österreichers, der mit einem Break zum 3:1 die besseren Karten im vierten Satz hatte.

"Das ist eben der Friedhof"

Doch Haas fightete zurück, erzwang das 4:4, ehe die Dunkelheit dem Geschehen auf dem Court ein Ende bereitete. "Die Nacht war natürlich ziemlich unruhig. Aber gestern Abend ging es tatsächlich nicht mehr mit dem Licht - und auch der Rasen war rutschig geworden. Das ist eben der Friedhof", so Haas.

Nach der Zwangspause ließ der Hamburger aber nichts mehr anbrennen und kaufte Peya mit dem Break sofort den Schneid ab. Bei eigenem Service verwandelte Haas den ersten Matchball mit einem Volley am Netz. "Runter kommen und ein bisschen relaxen", gab Haas nach dem Sieg die Parole für den Tag aus. Nächster Gegner in Runde zwei ist der Franzose Michael Llodra. "Ein gefährlicher Spieler auf Rasen", wie Haas anmerkte.

Beckers Lauf hält an

Eine ganze starke Vorstellung zeigte Benjamin Becker bei seiner ersten Partie. Der 28-Jährige, der zwei Tage vor Wimbledon in 's-Hertogenbosch das erste Turnier seiner Karriere gewann, nahm den Schwung mit und schlug Roko Karanusic aus Kroatien mit 6:4, 6:4 und 6:1. "Das hat man gerne, wenn es so glatt geht", freute sich Becker nach dem nur 72 Minuten dauernden "Super-Match".

Allerdings musste der Merziger einige brenzlige Situationen überstehen. Der Weltranglisten-110. aus Zagreb hatte sechs Breakmöglichkeiten, doch Becker behielt die Ruhe und parierte fünf. Der Deutsche konnte dagegen fünf seiner ebenfalls sechs Chancen, Karanusic das Service abzunehmen, nutzen.

Kiefer sang- und klanglos raus

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Kiefer an der Church Road, der gegen seinen 36-jährigen Angstgegner Santoro glatt in drei Sätzen den Kürzeren zog. Der Franzose hatte schon vor der Begegnung eine 6:3-Bilanz gegen Kiefer, der überhaupt nicht zu seinem Spiel fand und zudem seine beiden einzigen Chancen zum Break ungenutzt verstreichen ließ.

Einen zähen Kampf lieferten sich der Darmstädter Björn Phau und Victor Crivoi. Das bessere Ende hatte nach knapp drei Stunden der Rumäne für sich, der mit 4:6, 6:1, 7:6 (7:3), 2:6 und 6:3 die Oberhand behielt.

Deutsches Duell in Runde zwei

Mischa Zverev hat wie im Vorjahr die zweite Runde der All England Championships erreicht. Der Hamburger setzte sich gegen Dmitri Tursunow durch, der beim Stand von 6:4, 6:2, 3:0 für den 21-jährigen Deutschen aufgab. Nach dem überraschenden Sieg gegen den an Nummer 25 gesetzten Russen bekommt es Zverev nun mit Philipp Petzschner zu tun.

Der Bayreuther bezwang in der 1. Runde den US-Amerikaner Rajeev Ram mit 2:6, 6:1, 7:6 (7:3), 6:1. Nach einem schwachen ersten Durchgang revanchierte sich der 25-jährige Deutsche mit einem 19-Minuten-Sprint im zweiten Satz, der ihm den Satzausgleich bescherte. Ein Tiebreak und ein souveräner vierter Satz machten den Zweitrundeneinzug Petzschners perfekt.

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Tobias Laure / Eurosport

Kommentare 1 - 6 of 26

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  1. Nein, das mit den Klamotten ist eine Regel. 90% der­ Spielkleidung muss weiß sein. Deswegen kann Haas auch­ mit dem schwarzen Streifen spielen.

    Von conzecarlo, am Di 23.Jun. 18:05
  2. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    boxxy - ich weiß. Alle unmoralisch und Du trägst am­ liebsten Rosa!!!

    Von Moralische Instanz, am Di 23.Jun. 17:57
  3. Das mit den weißen Klamotten is ja keine Regel, sondern­ nur ne Art Richtlinie an die sich alle halten, weil sie­ Anstand haben. Im Vergleich zu vielen Usern, die hier­ posten.

    Von boxxy, am Di 23.Jun. 17:12
  4. WEITER SO ...! ?

    Von guilherme, am Di 23.Jun. 16:52
  5. hat mich auch gewundert!
    aber hauptsache die beiden­ sind weiter! phau hat versagt! hoffe kiefer ist fit!

    Von bvon_malek, am Di 23.Jun. 16:42
  6. na also. aber erstaunlich, dass sie haas mit den­ schwarzen streifen auf dem hemd spielen lassen.

    Von Alex, am Di 23.Jun. 16:26
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