WSOP-Porträt: Jerry Yang

Eurosport - Do 24.Apr. 16:35:00 2008

In unserer Serie über die größten WSOP-Persönlichkeiten darf selbstverständlich der Sieger der WSOP im letzten Jahr nicht fehlen - Jerry Yang.

POKER - 0

Jerry Yang gewann den Main Event der World Series of Poker 2007. Gegen 6358 Gegner musste sich der in Laos geborene US-Amerikaner durchsetzen um die 8.250.000 Dollar und die höchste Auszeichnung im Poker zu gewinnen.

Der 40-jährige Familienvater gehört zu den stilleren Siegern des Weltmeistertitels. Im Normalfall reißen sich die Sponsoren um einen derart prestigeträchtigen Titelträger und der frischgebackene Champion reist fortan weltweit von Turnier zu Turnier. Nicht so Yang - der sechsfache Vater zog in ein neues Haus in Kalifornien und spielte nur wenige Turniere ohne nennenswerten Erfolg.

Sein Final Table 2007 fand ohne die Beteiligung wirklich bekannter Gesichter statt. Scotty Nguyen, das letzte Pokerurgestein im Rennen, schied bereits vor dem Final Table auf Platz 11 aus.

Trotzdem bestand Yangs Konkurrenz aus erfahrenen Turnierspielern und Poker-Newcomern, wie dem Online-Profi Hevad Khan, der online auch mal gerne mehr als 20 Einzeltischturniere gleichzeitig spielt.

Yang ging aggressiv zu Werke

Im Verlauf des Final Table zeichnete sich Jerry Yang durch außerordentlich aggressives Spiel aus. Schon früh gelang es ihm seinen Startstack zu verdoppeln und den Chipleader Philip Hilm direkt anzugreifen. Die Sensation des Tages ist perfekt als Yang den Favoriten als ersten Spieler vom Tisch nimmt und somit die unangefochtene Spitze im Turnier einnimmt. Er ist zu diesem Zeitpunkt bereits im Besitz eines Drittels aller Chips im Spiel.

In der Folge konnte Jerry Yang seinen Vorsprung noch weiter ausbauen. Als nur noch vier Spieler im Turnier waren sah die Situation so aus:

Jerry Yang 71,300,000

Raymonde Rahme 30,000,000

Tuan Lam 17,400,000

Alexander Kravchenko 8,700,000

In den folgenden Stunden jedoch lief das Spiel gegen den Chipleader. Besonders der Russe Kravchenko konnte seinen Stack zu Ungunsten von Yang ausbauen. Aber auch dieses Blatt sollte sich wenden. Yang setze Kravchenko mit 88 AllIn und schlug den Russen, der AK hielt.

Als unumstrittener Chipleader konnte Yang kurz darauf Raymonde Rahme eliminieren und stand somit mit einem Chipverhältnis von 5 zu 1 im Head-to-Head gegen Tuan Lam aus Kanada.

Das Duell USA gegen Kanada endet als Yang erneut mit zwei Achten eine AllIn-Hand seines Gegners schlägt und das Turnier für sich entscheidet.

Yang im Kreise der ganz Großen

Mit diesem Sieg hat sich Jerry Yang in den illustren Kreis der Main Event Champions gespielt. Eine Auszeichnung die im Poker unübertroffen ist. Sein Name wird fortan neben denen von Pokerikonen wie Doyle Brunson, Stu Ungar, Johnny Chan oder Chris Ferguson genannt werden.

Vor dem Beginn der diesjährigen WSOP erklärte Yang, dass er seine Leistung 2007 mit einem weiteren Bracelet bei der diesjährigen WSOP unterstreichen will. Yang musste sich in der Vergangenheit zu oft anhören, er wäre kein würdiger Gewinner des Mega-Turniers.

"Es wird ein hartes Turnier. Ich habe eine große Zielscheibe auf meinem Rücken. Ich muss mein bestes Spiel liefern", sagte der WSOP-Champion in Bezug auf seine Titelverteidigung im Sommer.

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