Eurosport - Do 24.Apr. 23:14:00 2008
In einer an Torchancen armen Partie trennten sich die Glasgow Rangers und der AC Florenz im UEFA-Cup-Halbfinale 0:0 unentschieden. Vor allem von den Hausherren kam viel zu wenig nach vorne. Florenz war die meiste Zeit über spielbestimmend, versäumte es aber, sich klare Torchancen herauszuspielen.
Damit sind die Chancen für Florenz gestiegen, das Finale im UEFA-Cup zu erreichen. Die Italiener können sich im Rückspiel auf ihre Heimstärke verlassen und das Weiterkommen perfekt machen. Bei den Rangers ruhen die Hoffnungen für das die Partie in einer Woche auf Kapitän Barry Ferguson, der im Hinspiel gesperrt zusehen musste.
Das Spiel kam im ausverkauften Ibrox- Park in der ersten Hälfte nicht in Schwung. Die Schotten agierten aus einem sehr defensiven 4-5-1-System und suchten nur zaghaft den Weg zum Tor. Florenz tat sich auch mit drei aufgebotenen Stürmern sehr schwer und fand keine Lücken in der dichtgestaffelten und weit zurückgezogenen Defensive der Gastgeber. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe die erste gefährliche Flanke in den schottischen Strafraum flog. Adrian Mutu verpasste diese aber um haaresbreite.
Die nächste Chance des Spiels hatte Zdravko Kuzmanovic erst in der 35. Minute: Der Serbe setze einen Distanzschuss aus 40 Metern jedoch weit neben das schottische Gehäuse. Die letzte Gelegenheit der ersten Hälfte hatte dann abermals Florenz in Person von Alberto Santana, der einen guten Pass von Mutu aber nicht mehr erreichte. Somit konnte Neil Alexander im Glasgower Tor den Ball im letzten Moment abwehren (40.).
Glasgow tat auch in der zweiten Hälfte zunächst nichts für Spiel. Nacho Novo versuchte es mit einem Heber aus 40 Metern aber Sebastian Frey stand erstens nicht weit genug vor seinem Tor und zweitens segelte der Ball mindestens fünf Meter über den Kasten (51.). Somit war das Gäste-Gehäuse nicht in Gefahr zu bringen. Das Spiel steigerte sich in der Folge ein wenig, was daran lag, dass sich Glasgow nun auch in der Offenisve zeigte. Doch auch das führte zu keiner nennenswerten Chance auf beiden Seiten.
Es dauerte bis zur 75. Minute, ehe die nächste Torchance für Florenz zu sehen war: Mutu zog einen Freistoß aus 30 Metern aufs Tor, Alexander konnte den Schuss aber parieren. Auch der für den glücklosen Giampoalo Pazzini eingewechselte Alt-Star Christian Vieri konnte nicht mehr die entscheidenden Akzente setzen. Er versuchte sich mit einem Freistoß aus 30 Metern, doch dieser wurde von der Rangers-Mauer abgewehrt (83.).
Es blieb schlussendlich in dieser an Höhepunkten armen Partie bei einem 0:0-Unentschieden, das den Gastgebern sicher besser gefiel als den Gästen aus Italien, die wesentlich mehr zum Spiel beitrugen.
Zum besten Spieler avancierte der Spanier in Diensten der Glasgow Rangers, Carlos Cuellar. Der Innenverteidiger wartete mit einer überragenden Zweikampfbilanz auf und war der Turm in Abwehrschlacht der Gastgeber.
Niko Przemek / Eurosport