Eurosport - Di 24.Mrz. 17:45:00 2009
Nach den geäußerten Doping-Anschuldigungen kommt das Präsidium des Deutschen Skiverbandes (DSV) zu Beratungen zusammen. "Wir werden über das weitere Vorgehen beraten. Die Sitzung ist ergebnisoffen", sagte DSV- Sprecher Stefan Schwarzbach. Über den Fall ist schon in den 90er-Jahren beraten worden.
Der Deutsche Skiverband hält den Doping-Belastungszeugen für "unglaubwürdig", doch der frühere Weltmeister Jürgen Wirth hat seine Anschuldigungen gegen Herren-Bundestrainer Frank Ullrich bekräftigt. "Ich kann bestätigen, dass ich eine Eidesstattliche Erklärung zur Vorlage bei Gericht abgegeben habe", sagte Wirth. Unterdessen kündigte der DSV nach einer Präsidiumssitzung an, dass er eigens eine Untersuchungskommission einberufen werde.
Der DSV empfahl Ullrich, "die Möglichkeit einer Strafanzeige sowie einer zivilrechtlichen Klage gegen Herrn Wirth überprüfen zu lassen". Unabhängig davon will sich der Verband noch einmal umfassend mit allen Zusammenhängen - und damit auch mit den Anschuldigungen gegen Wilfried Bock - beschäftigen. Der frühere DDR-Cheftrainer Bock war in einem Beitrag der ARD-Sportschau von Wirth und auch von Olympiasieger Jens Steinigen mit Doping-Praktiken in der früheren DDR in Zusammenhang gebracht worden. Beide Trainer bestreiten die Anschuldigungen.
Zeugenaussagen stünden im Gegensatz
Die von der ARD-Sportschau verbreiteten aktuellen Wirth-Aussagen stünden im direkten Gegensatz zu seinen früheren Zeugenaussagen vor dem Landeskriminalamt Thüringen aus dem Jahre 1991, erklärte der Skiverband in einer schriftlichen Mitteilung. In einem Protokoll der Anhörung vom 3. Mai 1991, die dem DSV in Kopie vorliegt, habe der mittlerweile 43 Jahre alte Wirth unter anderem festgestellt: "Für mich kann ich sagen, dass ich von dem (Frank Ullrich) nie diese Tabletten bekommen habe." In der ARD-Sportschau hatte der in Bad Berleburg lebende Staffel-Weltmeister von 1987 dagegen erklärt: "Frank Ullrich hat uns damals angewiesen, dieses Mittel Oral-Turinabol einzunehmen, damit wir schneller wieder regenerieren, das heißt, schnellere Erholungsphasen haben."
Steinigen berichtete über die Doping-Praxis in der damaligen DDR. Den Skijägern seien in den 80er-Jahren unkontrolliert Dopingmittel über Getränke verabreicht worden. "Auf Empfehlung des damaligen Mannschaftsarztes wurde die Praxis dann geändert, da es offensichtlich Probleme mit der Dosierung gab. Man wusste nie genau, wie viel jeder Sportler tatsächlich trinkt und damit Dopingmittel zu sich nimmt."
Ullrich-Aussage schien glaubwürdig
Nachdem der DDR-Mannschaft im November 1985 im schwedischen Kiruna offen mitgeteilt worden sei, dass die "Mittel nun verabreicht werden, insbesondere zur besseren Kraftentwicklung und Regeneration", habe Steinigen im September 1986 der DDR-Mannschaftsleitung mitgeteilt, dass er beim Doping nicht mitmache. Bei Olympia 1988 war Steinigen, Junioren-Weltmeister von 1985, ausgemustert.
Während Wirth behauptet, die Trainer Bock und Ullrich hätten "die Einnahme auch kontrolliert", konnte Steinigen dazu nichts sagen. "Die Vergabe war eher Aufgabe der Ärzte und Physiotherapeuten. Von Frank Ullrich kann ich ohnehin nichts bekommen haben, da er erst ab 1986 als Trainer tätig war und ich ja aufgrund meiner Weigerung ab dieser Zeit nichts mehr erhielt."
Über Ullrich ist in den höchsten Gremien des deutschen Sports schon in den 90er-Jahren beraten worden. In einer Pressemitteilung vom 28. Januar 1992 durch das Nationale Olympische Komitee wurde Ullrich jedoch zum Einsatz in der deutschen Olympia-Mannschaft zugelassen. Das NOK schrieb, "dass die Aussage von Frank Ullrich glaubwürdig erscheint, dass er mit Dopingfragen weder als Aktiver noch als Trainer direkt und mit eigener Kenntnis befasst gewesen sei."
"Unterstützte Anti-Dopingpolitik"
Ullrich biete die Gewähr, "auch in Zukunft seine Arbeit im deutschen Sport unter Beachtung der Regeln und der Bestimmungen gegen Doping zu leisten", hieß es. Der Olympiasieger und mehrmalige Weltmeister Ullrich war von DSV-Ehrenpräsident Fritz Wagnerberger, NOK-Chef Walther Tröger und dem vor eineinhalb Jahren verstorbenen NOK-Gründungsmitglied Herbert Kunze zwei Stunden lang angehört worden. Eine "schriftliche Erklärung, zu der Frank Ullrich bereit gewesen sei, wurde nicht für notwendig gehalten".
Im Mai 1991 hatte das Geschäftsführende Präsidium des Deutschen Sportbundes (DSB) in einem Brief an den Sportausschuss des Deutschen Bundestages eine Empfehlung des DSB-Präsidenten Manfred von Richthofen an den DSV gegeben. Darin hieß es, dass man "mit den Trainern Hinze, Bock und Ullrich kein festes Anstellungsverhältnis entstehen" lassen solle, "solange der gegen sie bestehende dringende Verdacht der persönlichen tatsächlichen Beteiligung an der systematischen Verabreichung von Dopingmitteln an Aktive nicht ausgeräumt ist".
Kurt Hinze, der erste Chefcoach der neuen deutschen Biathlon- Mannschaft, trat zum Jahresende 1991 zurück. Ullrich ist seit 1998 Cheftrainer der Biathlon-Herren. "In all den Jahren, in denen Frank Ullrich als Trainer für den Deutschen Skiverband tätig war, unterstützte er in vollem Umfang die Anti-Dopingpolitik des Verbandes", erklärte der DSV.
Kommentare 1 - 16 of 16
einbisschen geschichte,eine frage an alle die an doping in deutschem leistungsport nicht glauben wollen. die deutschen langleufer männer von 1974-2004 haben im langlauf nichts gerissen nicht ein mal bis 2004 gewann ein deutscher gesamtweltcup die resultate waren so was wie durschnitlich, wenn ein deutscher in die besten 10 kamm hat man wie platz 1 bejubelt sooooooo schwach waren sie immer, aber dann plötzlich ab 2003 teichmann gewint gold bei der wm und ab 2004-2007 gewannen deutschen 4 mal hintereinander gesamtweltcup, WAS IST PASSIERT??? haben die alle norweger, schweden,finnen,russen aufgehört zu trainieren immer hin diese nationen beherschten langlauf seit 30 JAHREN und wie kann man erklären das eine mannschaft plötzlich von plätzen 10-20 auf die spitze sich katapultiert und die szene 4 jahre lang beherscht? haben die jungs etwa statt 1mal am tag 3 mal MÜSLI BEKOMMEN ? viel spass beim nachdenken.
Die ARD Sportredaktion betreibt offensichtlich Hexenjagd wie bei der katholischen Inquisition im Mittelalter! Beschuldigen, aber keine eindeutigen Beweise!
Wen interessiert heute noch die bekannte Dopingpraxis in der DDR. Hat Frank Ullrich als Bundestrainer (seit 1998) etwa jetzt seine Sportler zum Doping verleitet? Nein! Aber schön mit Dreck bewerfen. Wird schon was hängen bleiben! Noch besser foltern bis zum Geständnis.
Offensichtlich werden in unserer Gesellschaft selbst verurteilte Kriminelle besser gestellt (siehe RAF Mörder KLAR, der ohne Reue zu zeigen wieder freigelassen wurde und über den seither nicht mehr berichtet werden darf um seine Wiedereingliederung in dei Gesellschaft nicht zu problematisieren).
Heuchelei, Sportredakteur Seppelt sollte sich besser mit der heutigen Dopingpraxis von Sportfunktionären (Alkohol usw.) befassen oder besser noch den Beruf wechseln.
an alle hobby anwälte und die die ohne beweisen 2+2 nicht addieren können, ein beispiel, wenn ein leichtathlet USEN BOLT aus jamaika der vor olympia keine einzige DOPINGPROBE abgibt weil die NOK JAMAIKA keine internationale prüfer erlaubt und dann auf eine sehr kurze distanz mit 10m vorsprung gewinnt, 8m vom ziel mit hoch erhobenen händen und mit HANDBREMSE fast spazierend ins ziel joggt, ist das alles natürlich für euch kein grund einen zu verdächtigen, warum??? weil leute wie sie werden jeden sportverbrecher reinwaschen, ihr seid einfach naiv und blind.ich komme ursprunglich aus UKRAINE , ich chate hier nicht weil ich deutschen athleten ins dreck ziehen will ,ich hasse alle DOPER egal woher sie kommen und ich hab mut das zu sagen sie aber verschliesen die augen vom OFENSICHTLICHEN tatsachen.echt TRÄUMER!!!!!
vahoo du bist einfach ein unfähiger verein mit deinen andauernden ungültigen kommentaren
*kopfschüttel*
"eidesstattliche erklärung" ui wie toll. Die ist ohne weitere Beweise das Papier nicht wert, auf dem sie verfasst wurde. Mittlerweile weiß er und wissen seine Anwälte, dass die Frage "WARUM" im Raum steht. Und kommen DAMIT?
Sollten er und seine Anwaltschaft nur annäherend so blöd wie dreist sein, kann er sich die nächsten Jahre vor Klagen nicht retten.
...
Und verflixt, ich würd applaudieren. Die Art und Weise wie die das abziehen geht ja mal gar nicht.
also ulle ist ja scheinbar nicht der cleverste,wenn ich an sein interview zurückdenke da stellen sich einem wirklich die haare auf was der für einen berater hat
@billy
Erkläre mir mal, wieso bei JAN ULLRICH außer Frage steht, das er gedopt hat. Auch bei ihm gibt es bis heute keinen wirklichen Beweis. Bestenfalls Vermutungen! Hat man am "Fall" Jan Ullrich nicht gelernt? Wie geht man in anderen Ländern mit den jeweiligen "Sportgrößen" um? Im Bezug auf das sportliche Ansehen in der Welt sägen wir uns selbst den Ast ab, auf dem wir sitzen! Was hat DE die Defarmierung von JAN ULLRICH letztlich gebracht??? Andere Radsportnationen lachen sich eins. Soll das jetzt im Biathlon so weiter gehen? Die Deutschen katapultieren sich so nach und nach in die Steinzeit des Hochleistungssports zurück. In 13 Jahren werden wir dann bei Olympia in Ekstase verfallen, weil es uns gelungen ist, eine Medaille zu erringen!
Hurra, es lebe der Sport.... und die Erfolge!
also ulle als unschuldig hinzustellen ist ja mal nen schlechter witz.hat der sich nicht gegen alle möglichen untersuchungen geweigert?also wenn ich nix genommen hab darf man auch alles von mir untersuchen
@ Gert F:
Beleidige doch bitte die wahren Sportler nicht, indem Du sie mit Jan Ulrich vergleichst. Das der, wie der größte Teil der Radler, gedopt hat, steht doch wohl außer Frage. Damit hat er dem Ansehen des deutschen Sports sehr geschadet!
Super toll, so macht man ohne Beweise Menschen kaputt.So wie mit Jan Ulrich.Ich habe das so satt, immer und immer wieder diese Beschuldigungen ohne Beweise.
Ich freue mich über die Arbeit die er gemacht hat, denn die hat er super gemacht.
Er hat jedenfalls, keinen an der Mauer erschossen.
Typisch deutsch: Das behauptet einer was und alle glauben es ihm. Keine Beweise, nichts. Nur eine Geschichte, die niemand sonst bestätigt. Komisch, oder?- Er sagte es ja selbst: 'Ich kann es nicht beweisen.' Dann soll er doch die Klappe halten. Der Herr Steinigen ist jetzt Anwalt und kennt die Unschuldsvermutung nicht. Wo hat der denn Jura studiert? Ah, er ist Arbeitsrechtler. Hat also von Straf- und Beweisrecht keinen blassen Schimmer, denn das sind nur 2 Prozent der Ausbildung....Woher also soll er wissen, dass man niemanden einer starfbaren Handlung beschuldigen darf, ohne Beweise vorlegen zu können. Weil genau das passiert, was passiert ist:
Leute wie a_und_I verallgemeinern und ziehen die Leistungen aller unserer Sportler in den Dreck. Ist das vielleicht die Sucht nach schlechten Nachrichten und dem 'na ich hab' es Euch ja schon immer gesagt?'
Folgende Situation: Trainingsgruppe. 6 Athleten. 3 nehmen was. 3 nicht. 4 laufen die 200 m annähernd in der selben Bestzeit. 2 sind langsamer. Frage: Wo befinden sich die 3 Doper?
Falsch: Die 3 ohne Doping und ein Doper sind die Schnellsten. Die zwei anderen Doper schaffen die Bestzeit nicht. Was will ich damit sagen. Olympiasieger oder Weltmeister zu werden und Spoertler anderen Nationen zu schlagen hat nicht nur was mit Doping zu tun. Da muss man von Sportmedizin schon ein bischen Ahnung haben.
@a_und_i:
Um mal auf Biathlon zurückzukommen, dort sind in letzter Zeit nur "Sportler" einer ganz bestimmten Nation des Dopings überführt wurden. Und wenn Olga Zeitseva es schon für anti-russisch hält (siehe Interview auf IBU-Homepage), wenn sie sagt, daß ein Athlet eigentlich wissen müßte, was ihm Ärzte oder sonstjemand so gibt, dann zeigt das, woher bei denen der Wind weht. Deshalb haben die auch alle so tun müssen, als ob nichts gewesen wäre. Vielleicht hängt Zeitsevas Leistungsprung ja auch damit zusammen, daß endlich eine unheimliche Last von ihrer Seele genommen wurde, als die drei erwischt wurden. Einigen Berichten zufolge konnten die bei den Dopern gefundenen Substanzen nur mit viel Glück oder aufgrund eines Hinweises nachgewiesen werden... . Dies liegt an der Vielzahl der in China und Russland hergestellten Nachahmer.
wenn alle DEUTSCHE athleten auspacken würden,werden euch die haare zu berge stehen,seid ihr alle sooooooooo blöd,fall JAN UHLRICH der "erfolgreichster radler deutschlands" nich grund genug endlich von märchenwelt zu realität zu kehren, oder denkt ihr alle anderen nationen dopen und oft weltmeister und olimpiasieger sind,aber die deutschen nehmen NUR witaminen und erziehlen die selben resultate???
muss sagen der j wirth muss ne ganz arme socke sein.war er den mans genug das zeug damals nicht zu schlucken.ne erst schlucken und dann andere beschuldigen.ausserdem wissen wir doch alle wie die chancen von sportlern in manchen verbänden sinken
wenn man nicht das tut was die herren über einem wollen.
Irgendwann muss doch mal Schluß sein mit der Verfolgung der "DDR-Sünder".......
Wie oft muß der Mann den eigentlich noch entlastet werden?? 1992 war es noch Zeitnah, jetzt 17 Jahre später nochmals das Ganze??? Wie Irre sind die denn. Haben die sonst keine Sorgen mehr????
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