Eurosport - Mo 24.Mrz. 17:39:00 2008
Serbischer Doppel-Triumph in Indian Wells! Ana Ivanovic setzte sich im Finale glatt in zwei Sätzen mit 6:4, 6:3 gegen die an Nummer zwei gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa durch. Beim Masters-Turnier der Männer gewann Novak Djokovic das Endspiel mit 6:2, 5:7 und 6:3 gegen Mardy Fish aus den USA.
"Es fühlt sich einfach großartig an", freute sich die 20-jährige Ivanovic nach dem Gewinn ihres sechsten WTA-Titels. "Mir war klar, dass ich sehr aggressiv spielen und mich so viel wie möglich bewegen muss. Ich denke, dass ist mir heute sehr gut gelungen", analysierte die Belgraderin das 82 Minuten lange Finale.
Kusnezowa zeigte sich als faire Verliererin und erklärte: "Niederlagen sind immer schmerzhaft, aber ich schaffe es lieber bis ins Finale und verliere erst dann. Ana hat unglaublich gespielt im ersten Satz und alle wichtigen Bälle verwandelt. Im zweiten Durchgang war der Druck für mich dann noch größer, denn ich musste ja etwas tun. So konnte sie mein Service drei Mal durchbrechen. Ich habe außerdem zu oft auf ihre Vorhand gespielt", erläuterte die US-Open-Siegerin von 2004.
Der entscheidende Moment im ersten Durchgang kam beim Stand von 4:4, als Kusnezowa ihren Aufschlag abgeben musste. Im Anschluss brachte Ivanovic ihr Service zum Satzgewinn durch. Im entscheidenden zweiten Durchgang verlor auch Ivanovic ihr Aufschlagspiel einmal, mit drei eigenen Breaks sicherte sich die Rechtshänderin aber souverän den Matchgewinn.
Fish nur im zweiten Satz ebenbürtig
Djokovic unterstrich seine Favoritenrolle von Anfang an mit Nachdruck. Der 20-Jährige zog sein druckvolles Spiel auf, schaffte drei Breaks und brachte den ersten Satz souverän mit 6:2 nach Hause. Dann allerdings zeigte der Außenseiter, dass er zu Recht in diesem Finale stand. Mit Kampfgeist und verbessertem Aufschlag bot Fish dem Weltranglistendritten die Stirn und entschied den zweiten Durchgang mit 7:5 zu seinen Gunsten.
Als es dann aber um Alles ging, setzte sich Djokovics Klasse durch. Der Australian-Open-Sieger nahm seinem Kontrahenten das Aufschlagspiel einmal ab und holte sich den dritten Satz mit 6:3. "Bei mir läuft zur Zeit alles zusammen und ich glaube vielmehr an mich selbst als noch im letzten Jahr", sagte Djokovic. "Ich weiß, dass die Leute anfangen zu sagen, ich wäre im Moment der beste Spieler der Welt. Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, ist das sicher so, aber darüber will ich gar nicht nachdenken. Ich habe auch so schon genug Druck. Ich rücke näher an die beiden an der Spitze heran und man spricht mittlerweile vom Top-Trio. Das motiviert mich ungemein."
Die Überraschung des Turniers bleibt aber der 26-jährige Verlierer des Finales: Fish hatte während des Wettbewerbs den zweimaligen Indian-Wells-Sieger Lleyton Hewitt, den an vier gesetzten Nikolai Dawidenko, David Nalbandian sowie die Nummer eins der Welt, Roger Federer, bezwungen. "Es wäre toll, wenn ich dieses Gefühl mit nach Miami nehmen könnte. Ich habe in der Weltrangliste bis Mitte August keine Punkte zu verteidigen, weil ich im letzten Jahr wenig gespielt. Mit der aktuellen Form ist da ein Sprung nach vorne drin", blickte Fish schon auf die nächsten Turniere voraus.
Tobias Laure / Eurosport