Eurosport - Mo 24.Mrz. 15:09:00 2008
Andreas Klöden vom Astana-Team hat zugegeben, im Jahr 2000 eine Medikamenten-Sendung aus der Uni- Klinik Freiburg erhalten zu haben, ein Doping-Vergehen aber bestritten. "Er hat unserem Teamchef Johan Bruyneel gesagt, dass da nur Vitamine drin waren", sagte Team-Sprecher Philippe Maertens.
Der zweimalige Zweite der Tour de France, der bei der spanischen Rundfahrt Castilla y Leon zum Zeitfahren antrat, habe keine teaminterne Sanktion zu erwarten, sagte Maertens: "Uns sind im Moment die Hände gebunden, bis klare Fakten auf dem Tisch liegen. In Spanien wird es ein persönliches Gespräch zwischen Klöden und Bruyneel geben."
Hans Joachim Schäfer, der Vorsitzende der Doping-Untersuchungs- Kommission der Freiburger Uni-Klinik, hatte von einer nächtlichen, gekühlten Medikamentenlieferung an Klödens damalige Freundin und jetzige Ehefrau im Jahr 2000 im Wert von 1.000 D-Mark berichtet. Wie sein Freund Jan Ullrich hatte der ebenfalls in der Schweiz lebende Klöden stets geleugnet, Leistungen durch Doping manipuliert zu haben.
dpa / Eurosport