European Championship - Medaillenregen für deutsche Springer

Eurosport - Mo 24.Mrz. 18:45:00 2008

Deutschlands Wasserspringer sind top: Die neu formierte Synchron-Kombination Patrick Hausding/Sascha Klein krönte das EM-Wochenende in Eindhoven mit Gold vom Turm. Annett Gamm/Nora Subschinski blieben mit dem dritten Titel hintereinander Europas überragendes Paar aus zehn Metern Höhe.

SWIMMING 2008 European Championship Germany Sascha Klein - 0

"Sie sind einfach spitze", urteilte Christa Thiel. Für die Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) lohnte sich der Ausflug nach Eindhoven: Silber für Tobias Schellenberg/Andreas Wels synchron vom Dreimeterbrett sowie die Solisten Katja Dieckow (3-m-Brett) und Klein (Turm) machen zusätlich Mut: "Der Weg nach Peking ist gut präpariert", sagte Cheftrainer Lutz Buschkow, für dessen Athleten es zweimal Gold, viermal Silber und einmal Bronze gab.

Der 19-jährige Berliner Hausding und der drei Jahre ältere Aachener Klein präsentierten sich wie zwei alte Hasen. "Besser geht es nicht", meinte Hausding nach Premieren-Gold beim erst zweiten gemeinsamen Auftritt mit seinem Partner bei einem hochkarätigen Wettkampf. Klein hätte das Finale toppen können, doch ein verpatzter Sprung kostete ihn im Vergleich mit dem noch 13-jährigen Briten Thomas Daley, einer der jüngsten Europameister in der Geschichte des Europaverbandes LEN, um 4,35 Punkte Einzel-Gold. "Thomas hat den Sieg mit seiner Superserie verdient. Und ich darf über Silber glücklich sein", gönnte Weltcupsieger Klein seinem Bezwinger den Titel.

Bangen um den Hattrick

Die Dresdnerin Gamm und die Berlinerin Subschinski mussten bis zum letzten Sprung um den Titel-Hattrick bangen. 2,43 Punkte Vorsprung nur - die Anspannung löste sich in einer innigen Umarmung und einem Küsschen der 1,67 Meter großen Annett Gamm auf den Kopf der neun Zentimeter kleineren Nora Subschinski. Die Olympia-Zweiten Schellenberg/Wels konnten ihre EM-Erfolge von 2000 und 2006 nicht wiederholen. Immerhin konnte sich der 29-jährige Schellenberg gemeinsam mit seinem vier Jahre älteren Partner aus Halle/Saale über die achte internationale Medaille freuen.

Die 23-jährige Katja Dieckow, die wie Wels und Schwimm- Europameister Paul Biedermann für den SV Halle startet, musste nur der Russin Julia Pachalina den Vortritt lassen. "Das war eine tolle EM für mich", sagte die Biologiestudentin, die zuvor schon vom Einmeterbrett Bronze gewonnen hatte.

Würdige Schlusspunkte

Zum Abschluss der Schwimm-Wettbewerbe gewann Janne Schäfer aus Wolfsburg den zweiten Titel für die Deutschen. Die Kurzbahn-Europameisterin siegte über 50 Meter Brust in 31,08 Sekunden. Kerstin Vogel aus Köln wurde Vierte.

Marleen Veldhuis setzte einen würdigen Schlusspunkt in Eindhoven: Im Freistilsprint über 50 Meter unterbot die Niederländerin in 24,09 Sekunden den Weltrekord. Veldhuis war 4/100 Sekunden schneller als die niederländische Olympiasiegerin Inge de Bruijn, die am 22. September 2000 in Sydney 24,13 Sekunden erzielt hatte.

dpa / Eurosport