China Open - Profis geben sich keine Blöße

Eurosport - Mo 24.Mrz. 17:56:00 2008

Nachdem im Vorjahr noch fünf chinesische Wildcard-Spieler die Runde der letzten 32 bei den China Open in Peking erreicht hatten schaffte in diesem Jahr keiner einen Sieg in der Wildcard-Runde. Einem Erfolg am nächsten kam noch der ehemalige Maintour-Spieler Jin Long.

SNOOKER 2007-2008 China Open Marco Fu - 0

Jin unterlag dem Routinier Dave Harold erst im Endspiel auf die Farben im neunten Frame mit 4:5. Dabei hatte der Asiate in diesem Durchgang schon mit 55:1 vorne gelegen.

Aber auch andere aus der jungen chinesischen Garde brachten ihre favorisierten Gegner durchaus ins Schwitzen. So zwang der erst 18-jährige Li Yuan den Grand Prix Champion Marco Fu ebenfalls über die volle Distanz, ehe sich der Akteur aus Hongkong mit 5:4 durchsetzte und nun in einer Wiederauflage des Grand Prix Finales auf Ronnie O'Sullivan trifft.

Li steckt nicht auf

Li hatte dabei sogar die ersten beiden Frames gewonnen, ehe Fu bis zur Pause mit Breaks von 105 und 77 ausglich. Als Fu dann aber mit 4:2 vorne lag, schien die Entscheidung gefallen. Aber Li steckte nicht auf, verkürzte mit einem 81er-Break und glich mit einer 30er-Clearance in Frame acht aus, nachdem Marco Fu einen Matchball verschossen hatte.

Trotz zweier Centuries (106 und 110 Punkte) musste auch Marcus Campbell über die volle Distanz gehen, um Ah Bulajiang mit 5:4 niederzukämpfen. Obwohl der Schotte immer in Führung gelegen hatte kämpfte sich Ah immer wieder heran. Campbell trifft nun auf Mark Williams.

Pinches nun gegen Dott

Gar einen 1:3-Rückstand wettmachen musste Ricky Walden bei seinem 5:3 über Yu Delu. Dabei hatte Walden in Frame zwei mit einer 107 ausgeglichen und schaffte im letzten Frame mit einer 104 sein zweites Hunderter-Break in diesem Match. Für das höchste Break des ersten Tages hatte Barry Pinches mit 127 gesorgt. Der Paul Hunter Classic Champion des Vorjahres schlug den erst 16-jährigen Zhang Anda mit 5:1 und trifft nun auf Titelverteidiger Graeme Dott.

Trotz eines sehr zähen Startes setzte sich Fergal O'Brien klar mit 5:2 gegen Cao Xinlong durch. Entscheidend war, als Cao seine Chance zum 3:1 nicht nutzte. Für die ersten fünf Frames hatten die beiden aber fast 2:40 Stunden benötigt. Mike Dunn mit 5:1 gegen Yang Qingtian und Mark Allen mit 5:2 über Li Hang setzten sich ungefährdet durch.

Rolf Kalb / Eurosport