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Schalke hofft wieder auf die Königsklasse

Mo 24 Mär, 09:57 Uhr


Berlin (dpa) - Fröhlicher hätte Ostern für Schalke 04 nicht sein können, entsprechend zufrieden klang die Botschaft von Trainer Mirko Slomka.

«Es war ein guter Spieltag für uns. Wir sind sehr froh, dass wir am Ziel, unter die ersten Drei zu kommen, festhalten können und festhalten werden», verkündete Slomka nach dem glücklichen 2:1 (2:0) bei Hertha BSC und den Patzern der Konkurrenten um einen Champions League-Platz hinter Bayern München. «Das war eine kuriose Woche für uns mit einem schönen Abschluss», fügte Slomka hinzu und freute sich auch angesichts vieler Verletzter über den Erfolg am Ostersonntag.

Mit dem Viertelfinale gegen den großen FC Barcelona im Hinterkopf und drei Bundesliga-Siegen in Folge rückt die erneute Teilnahme an der europäischen Eliteklasse für die «Königsblauen» nun wieder in greifbare Nähe. Mit Bayer Leverkusen und Werder Bremen ist Schalke punktgleich, der Hamburger SV belegt mit nur zwei Zählern Vorsprung als Tabellen-Zweiter einen direkten Qualifikationsplatz für die Königsklasse. Am 29. März steht beim Karlsruher SC aber gleich eine weitere unangenehme Aufgabe für die Schalker an.

«Wir wollten angreifen im Kampf um die Champions League-Plätze. Nun sind wir wieder voll im Rennen», sagte Jermaine Jones, der seine Leistung mit seinem ersten Bundesliga-Saisontor zum 2:0 (23.) krönte. Die Berliner standen nach Raffaels Ballverlust Spalier, auch Torhüter Jaroslav Drobny sah unglücklich aus. Zuvor hatte Gerald Asamoah (12.) ungehindert zu seinem sechsten Saisontreffer eingenickt.

Sofian Chahed (67.) brachte die nach der Pause anstürmenden Berliner per Foulelfmeter zwar heran. Doch mehr ließen die ersatzgeschwächten Schalker mit dem stark haltenden Manuel Neuer nicht zu. «Man muss bedenken: Unser ältester Abwehrspieler war 24. Deswegen können wir sehr zufrieden sein. So ein Sieg gibt Selbstvertrauen für die jungen Leute», sagte Manager Andreas Müller.

Andererseits luden die bis zur Pause effektiven Gelsenkirchener Hertha BSC mit ihrer Passivität auch zum Stürmen ein. «Wir sind immer wieder unter Druck gekommen und konnten uns nicht befreien», stellte Heiko Westermann fest, der mit Benedikt Höwedes anstelle von Mladen Krstajic und Marcelo Bordon die Innenverteidigung bildete. Im Mittelfeld, wo Ivan Rakitic, Gustavo Varela und Lewan Kobiaschwili fehlten, konnten Carlos Grossmüller und Halil Altintop nicht überzeugen. Kevin Kuranyi als einzige Spitze blieb wirkungslos.

Umso mehr ärgerte sich Hertha-Trainer Lucien Favre über die frühen Gegentore. «Wir haben 20 Minuten geschlafen. Das 2:0 war unglaublich, das darf nicht passieren», schimpfte der Schweizer. Favre und Manager Dieter Hoeneß zeigten sich zumindest zufrieden mit der folgenden Leistungssteigerung, die ein Unentschieden verdient gehabt hätte.

Die Berliner bleiben zwar aller Sorgen ledig, die erste Niederlage nach sechs Spielen verbaute ihnen aber auch endgültig den Weg nach oben. «Jetzt geht es im Rest der Saison darum, die Mannschaft weiter zu entwickeln und den Zuschauern etwas zu bieten», meinte Hoeneß mit Blick auf die verbleibenden neun Partien. Mit Eigenwerbung in der Region kann Hertha BSC gleich am 30. März im Berlin-Brandenburg-Derby bei Energie Cottbus beginnen.